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81

Donnerstag, 8. Februar 2018, 13:19

Ich habe erst vor 10 Jahren wirklich wahrgenommen, dass es das Kristina Musical gibt. Vielleicht hatte ich in den 90er mal darüber gelesen, dass B+B ein schwedisches Musical herausgebracht haben. Aber das ging irgendwie an mir vorbei.


Als es dann aber vor etwa 4 Jahren hiess, dass Kristina wieder aufgeführt wird, war für mich klar, dass ich da hin muss. Zuvor hatte ich mir die 3-CD Box gekauft und war begeistert.
Und wenn ich halt Helen Sjöholm live nie als Kristina erlebt habe, habe ich sie an der Re-Premiere trotzdem nicht vermisst, genauso wie Anders Ekborg nicht.
Ihre Nachfolgerin Maria Ylipää hat wie eigentlich alle Sängerinnen und Sänger so unglaublich toll gesungen. So ein durchwegs hohes Niveau habe ich bei einem Musical noch nie gehört. Diesbezüglich sind die Schweden halt einfach Perfektionisten. :thumbup:
Gruss Charly

*** ABBA Forever ***

82

Donnerstag, 8. Februar 2018, 15:23

Es ist nicht leicht, sich an Kristina anzunähern, und das ist meiner Meinung nach auch der Grund, warum es noch keinen so durchschlagenden Erfolg in der Welt hat. Es ist so schwer und nachdenklich, eigentlich ist es „Hochkultur“, aber geschrieben von Leuten, die eher für ihre Pop-Hits bekannt waren… Die einen erhoffen sich immer etwas anderes, eben Pop-Songs, die anderen nehmen es nicht ernst, weil „das ist ja von den ABBA-Männern...“ Bis das bei den Leuten ankommt, das dauert. Vielleicht kommt es auch erst bei zukünftigen Genarationen an, die nicht mit dem Denken vorbelastet sind, hier Schlager, dort Klassik…

Das ist dann wieder eine Glaubensfrage, Highway.... ;)

Was ist Hochkultur ?????

Das klassische Werk ?????........Etwas, was Klassik-Fans ja gerne für sich beanspruchen, während sie gleichzeitig alles andere eher diskriminieren ??????

Oder vielleicht doch viel mehr eine Pop-Hymne wie zum Beispiel LAY ALL YOUR LOVE ON ME, das innerhalb seines eigenen Genre eine wesentlich größere Bedeutung hat als jedes einzelne Lied aus dem Kristina-Musical ??????

Wenn Du Kristina als "Hochkultur" bezeichnest.....nimmst Du dann nicht selbst auch gewissermaßen eine Einteilung vor zwischen Popmusik und Klassik ?????

Ich halte dieses Etikett "Hochkultur" in diesem Falle eher für schwierig, weil es immer auch mit eigenen Ansichten und vor allem auch eigenen Weltanschauungen kollidiert.....

Für mich ist da die Nachhaltigkeit eines Werkes auf künstlerischer Ebene und auch seine Bedeutung für spätere Nachfolgewerke eines Genres wesentlich aussagekräftiger, weil eindeutig objektiver.....

Ist also ein Werk aus Kristina mehr Hochkultur als zum Beispiel ein LAYLOM ?????.........Nach objektiven Kriterien auch für nachfolgende Ganerationen sage ich ganz klar NEIIN.......

Eine rein objektive Betrachtung aufgrund seiner Genre-Bedeutung lässt eigentlich keine andere Antwort zu.

Mehr will ich dazu gar nicht sagen, es ist auf jeden Fall ein eher kontroversielles Thema, und schon deshalb könnte es sein dass das Musical nicht so ankommt wie etwa Mamma Mia. Es zwingt einen zum Nachdenken – aber will man das zum Feierabend? Man muss sich dafür schon Zeit nehmen und bewusst hinhören.

Das ist nach meiner Meinung eine Sichtweise, die nicht ganz zielführend ist....

Die Leute lieben MAMMA MIA mehr als KRISTINA, weil sie am Feierabend nicht nachdenken wollen ???

Wie Du ja weisst, bin ich ein entschiedener Gegner des MAMMA-MIA-Wahnsinns...........Aber was von dem MM-Musical bleibt, sind die unvergesslichen Melodien, wodurch sich viele Menschen damals an die gesanglichen Performances gerade der ABBA-Ladies und die Lieder-Arrangements der Originale erinnert haben........Das hat damals vor 20 Jahren auch zum Erfolg des Musicals geführt.........

Bei allem Respekt für Kristina, was ich ja auch für ein starkes Werk halte.........Aber über diese unsterblichen Melodien und über dieser Erinnerungen an nicht mehr neu zu produzierende gesanglichen Performances, die die Lieder als ABBA-Lieder berühmt gemacht haben, verfügt das Kristina-Musical nicht...........

MAMMA MIA selbst ist ein Nichts...........Alles muss man über die ABBA-Melodien und gesanglichen Original-Performances identifizieren.......Und die haben eben ein Alleinstellungsmerkmal, was eine Musical-Oper wie Kristina für eine große Öffentlichkeit nicht leisten kann......

Das ist nach meiner Meinung viel eher der Grund für die unterschiedliche Wahrnehmung.........und nicht ein problemloser Feierabend ........ ;)

Sehr schade, ich finde sogar das ist das weit größere Versäumnis als Just Like That nicht zu veröffentlichen. Wenn man etwa das so betrachtet…

Auch das liegt sicherlich im Auge des Betrachters.....

Der Klassik-Fan wird hier sicherlich anders urteilen als der Popmusik-Fan...

Aber an der Tatsache, dass das Nichtveröffentlichen von JUST LIKE THAT das deutlich größere Versäumnis ist gegenüber dem fehlende Veröffentlichen von KRISTINA auf DVD etc. kann es nach meiner Meinung auch nicht den Hauch eines Zweifels geben....

Denn während das Musical KRISTINA als künstlerisches Werk sehr wohl veröffentlicht ist und man als Liebhaber dieses künstlerischen Werkes sich dazu sehr wohl Zugang dazu verschaffen kann, sei es als Besucher einer Live-Veranstaltung, oder sei es durch den Kauf einer Veröffentlichung als CD etc...........So ist dies bei dem künstlerischen Werk JUST LIKE THAT in seiner Originalform auf legalem Wege nicht möglich.....

Bei JUST LIKE THAT dagegen wird ein großes künstlerisches Original-Werk und eine faszinierende gesangstechnische und individuelle künstlerische Leistung durch die Sturheit und fast schon diskriminierende Haltung gegenüber einer künstlerischen Leistung einer Kollegin durch einen Mitbeteiligten einer Öffentlichkeit vorenthalten, während mehrere minderwertige Kopien von Coversängern veröffentlicht wurden......

Für mich ist das fast schon eine wahrhafte künstlerische "unverzeihliche Untat"

Das sind also bei JLT und KRIISTINA zwei grundverschiedene Dinge, die man kaum vergleichen kann...

Wohlgemerkt.......Ich halte KRISTINA trotzdem für ein sehr starkes Werk und halte auch die gesangliche Originalperformance von Helen Sjöholm als stark..........Aber ich kann persönlich für mich nicht die gleiche Begeisterung dafür teilen wie Highway oder Charly......

Ganz davon abgesehen, dass diese Musical-Oper für meinen Geschmack deutlich zu klassisch ist, gibt es doch einge Musicals, die ich sowohl von ihrer Nachhaltigkeit her, aber auch bezüglich des Kriteriums der großen musikalischen Einzelwerke noch für etwas bedeutender halte........
50 Jahre - Jag Var Så Kär

An einem Tag im Winter 1968, vor 50 Jahren, löste ein 17jähriges blondes Mädchen aus Jönköping mit ihrer allerersten Platte die Beatles von Platz 1 der schwedischen Charts ab

1.Agnetha Fältskog/Jag Var Så Kär
2.The Beatles/Hello Goodbye
3.Georgie Fame/The Ballad of Bonnie and Clyde
4.The Beatles/Magical Mystery Tour
5.The Monkees/Daydream Believer

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (8. Februar 2018, 15:34)


83

Donnerstag, 8. Februar 2018, 16:03

Hach Scotty.....kann es sein das Du es dir selber soooooooooo schwer machst......????
Frida, Djupa Andetag, I Wonder, ABBA, I let the Music speak, ENSAM, Sun will shine again, Annifrid - Lyngstad,Benny Andersson, BENNY, Piano-Album,ABBA Germany

84

Donnerstag, 8. Februar 2018, 16:18

Das hat doch nichts mit schwermachen zu tun, Stockholm..... ;)

Ist einfach eine nette Diskussion mit Highway........ohne Stress und ohne negative Gedanken.......

Soweit ich eben noch Zeit finde neben den ganzen derzeitigen Olympia-Aktivitäten..... 8)

Ich seh das alles völlig entspannt..........aber trotzdem kann man ja so paar Argumente austauschen......
50 Jahre - Jag Var Så Kär

An einem Tag im Winter 1968, vor 50 Jahren, löste ein 17jähriges blondes Mädchen aus Jönköping mit ihrer allerersten Platte die Beatles von Platz 1 der schwedischen Charts ab

1.Agnetha Fältskog/Jag Var Så Kär
2.The Beatles/Hello Goodbye
3.Georgie Fame/The Ballad of Bonnie and Clyde
4.The Beatles/Magical Mystery Tour
5.The Monkees/Daydream Believer

85

Donnerstag, 8. Februar 2018, 16:33

Gemach, gemach, Scotty! Ich hab doch die „Hochkultur“ ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt. Du weißt doch dass ich kein Verfechter der strikten Artenreinheit bin, und daher will ich hier nicht Kristina als etwas Höherwertiges darstellen. Aber das Problem ist nun mal dass es in den Köpfen vieler diese Trennung durchaus gibt, siehe etwa Wolfram Goertz (was maßt sich der Benny an auf Deutsche Grammophon usw).

Das ist mir natürlich auch nicht recht, es wäre schon gut wenn man da einen unverkrampfteren Zugang zu diesen Dingen hätte. Dann könnte man auch Kristina als etwas wahrnehmen, was eben nicht unbedingt in ein Genre passt und daher überall irgendwie durch den Rost fällt. Die einen mögen es eben nicht weil „hat nichts mit Pop zu tun“, die anderen nicht weil „was fällt dem Benny da ein, der soll bei seinen Schlagern bleiben…“, wieder andere „because it’s not American…“ :(

Vor dem Hintergrund rennt natürlich Mamma Mia offene Türen ein, denn das ist ja alles wohlbekannt. Nur die Originalsängerinnen sind nicht mehr da, aber macht ja nichts, dafür kommt Cher…

Gerade du Scotty redest ja immer von Genreführung, aber das bedingt natürlich, dass solche Genres bestehen. Mir ist es eigentlich egal ob ein Werk führend ist, ich höre auch ABBA nicht an weil sie in den Charts vorne waren, sondern einfach weil sie mir gefallen.

Und… Aus welcher Motivation geht man meist in eine Musikvorstellung, wie etwa ein Musical? Weil man unterhalten werden will. Jedenfalls die Mehrheit der Leute, nehme ich mal an. Man will dem Alltag entfliehen, die Sorgen hinter sich lassen, sich einen angenehmen Abend machen. Und dann kommt der Björn da an und stellt existenzielle Fragen, verlautbart aus dem Mund einer sorgenvoll blickenden Sängerin… :S

Das sind nicht gerade erfolgversprechende Vorzeichen. Aber ich rechne es B&B hoch an, dass sie ganz bewusst so ein Thema ausgesucht haben, und es ist ja trotzdem zumindest in Schweden so ein Riesenerfolg geworden.

Wenn du hier sagst, Kristina wäre ja schon veröffentlicht… Ja gut, aber wie sehr haben wir immer Live-CDs von ABBA gefordert! Das ist ja doch etwas anderes. Und letztlich ist eben Just Like That aus Bennys Sichtweise ohnehin veröffentlicht, nur leider von Gemini… Und in Deutsch von Angelika Milster. :rolleyes:

Zugang zu einer Bühnenfassung von Kristina gab es sicher, aber eben meist nur in Schweden. Was denkst du wie oft ich sonst schon BAO besucht hätte und sogar Maria Ylipää… (nein ich sag eh nichts, sie ist schon gut!) Hingegen Just Like That – ein Klick auf Youtube und da ist es, viel mehr wäre es auf offiziellem Weg vielleicht auch nicht. :)

Wenn es ausserdem stimmt, dass Kristina anfänglich sechs Stunden lang war, dann müssten ja in den Archiven auch noch Bänder dieser unveröffentlichten zwei Stunden sein, zumindest in Rohfassungen. Das wäre ja mal ein noch größerer Schatz zum Heben… ^^ :whistling:

Und was sagst du, keine unsterblichen Melodien in Kristina? Das ist doch nicht dein Ernst? Hör mal gaaaanz entspannt zu! :lol: :thumbsup:
Robert

86

Donnerstag, 8. Februar 2018, 22:50

Na, das weiss ich doch, dass Du nicht in diesen festgezurrten Kategorien denkst, Highway, was ich ja als sehr angenehm empfinde.....

Dass allerdings Genre bestehen, ist wiederum eine andere Sache und ja auch in keiner Weise negativ........Eine Genrebezeichnung bedeutet ja noch in keinerlei Weise eine Qualitätsbezeichnung, sondern bestimmt nur die Charakteristik eines künstlerischen Werkes.....

Dagegen ist die Einteilung zum Beispiel in E- und U-Musik ja keine Genrebezeichnung, sondern ja schon in seiner ureigenen Bezeichnung eine versteckte Aussage bezüglich der Qualität eines Werkes, was natürlich in dieser Form seriös nicht haltbar ist

Eine Genreführung wird aber nicht an Verkaufszahlen gemessen, sondern vielmehr an der Nachhaltigkeit eines künstlerischen Werkes bzw. sein Einfluss auf spätere Werke oder auch das Alleinstellungsmerkmal innerhalb seines Genres....

Das klingt alles sehr theoretisch, aber die Bedeutung eines künstlerischen Werkes innerhalb seinem Genre ist im Prinzip die einzige Möglichkeit, wie Du genreübergreifend künstlerische Werke seriös miteinander vergleichen kannst....

Wenn man sich ABBA-Musik anhören will oder ein Werk wie Kristina braucht man selbstverständlich solche Vergleiche nicht, sondern man sollte einfach die Kunst dieser Musik geniessen........aber unsere Welt ist eben nun mal so, dass alles mit allem verglichen wird.......und davor können wir uns alle nicht vollständig befreien, denn auch wir vergleichen.......ständig und überall.......oft, ohne es zu merken...

Natürlich hören wir die Musik aber, weil sie uns gefällt.......das ist ja unbenommen davon...

Ich bin übrigens in einer weiteren Sache etwas anderer Meinung als Du........Nämlich bei dem Fakt, dass man in eine Musikvorstellung geht, um dem Alltag zu entfliehen und dabei mit keinem Problemthema behaftet werden will.......

Ich zumindest habe das für mich nie so empfunden......Musicals wie zum Beispiel MISS SAIGON, das ja ein ähnlich problematisches und schwieriges, wie auch sehr tragisches Thema wie KRISTINA behandelt, habe ich immer als großartig empfunden und ich fand die Thematik zum Beiispiel von Miss Saigon als sehr spannend.........Und ich könnte in diesem Kontext hier auch noch weitere Beispiele aufführen......

Ich denke, es ist bei KRISTINA weniger die Problematik des inhaltlichen Stoffes, sondern es ist eher eine Frage der Musik selbst, warum das Werk nicht weiter verbreitet ist.......

DAs Thema JUST LIKE THAT haben wir ja schon sehr oft behandelt........In den Augen von Benny mag es veröffentlicht sein.......in meinen Augen ist es nicht veröffentlicht, denn die bekannten Versionen von Gemini und Angelika Milster sind noch nicht einmal ansatzweise in irgendeiner Form mit dem Original zu vergleichen, sprich sind qualitativ deutlich minderwertiger....

Als Benny würde ich mir jedenfalls niemals nachsagen lassen wollen, ein Lied zu verhindern, für das meine Ex-Kollegin die kreative Hauptarbeit geleistet hat..........Aber vielleicht denke ich da in unserer digitalen Welt noch zu analog,.... :whistling: 8| .... will heissen, vielleicht denke ich da zu anständig.... 8)

Ich wäre ja auch kein Spieler des FC Bayern München, nur weil ich das Bayern-Trikot anziehe......(Nein, ich habe keines, das war nur ein Vergleich.. :thumbsup: )...........So ist das auch mit den sinnfreien Coverversionen von JUST LIKE THAT....

Dass KRISTINA nur in Schweden erfolgreich läuft, ist natürlich für jemanden wie Dich sehr bedauerlich, da kann ich Dich sehr gut verstehen....

Und ja......ich werd mir demnächst mal wieder ein paar Lieder daraus zu Gemüte führen........Vielleicht finde ich ja irgendwann noch einmal einen etwas besseren Zugang dazu........

Aber sicher erst nach Olympia...... :thumbsup: .......
50 Jahre - Jag Var Så Kär

An einem Tag im Winter 1968, vor 50 Jahren, löste ein 17jähriges blondes Mädchen aus Jönköping mit ihrer allerersten Platte die Beatles von Platz 1 der schwedischen Charts ab

1.Agnetha Fältskog/Jag Var Så Kär
2.The Beatles/Hello Goodbye
3.Georgie Fame/The Ballad of Bonnie and Clyde
4.The Beatles/Magical Mystery Tour
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (9. Februar 2018, 09:12)