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Sonntag, 29. November 2020, 22:04

Das war eine verdammt lange Antwort Scotty.
Damit hast du mir heute nicht den Schlaf geraubt, aber mich von einem spannenden Footballspiel abgelenkt. Aber morgen werde ich dir definitiv darauf antworten.

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Montag, 30. November 2020, 03:35

Das war eine verdammt lange Antwort Scotty.
Damit hast du mir heute nicht den Schlaf geraubt, aber mich von einem spannenden Footballspiel abgelenkt. Aber morgen werde ich Dir definitiv darauf antworten.

Na, da hoffe ich doch, dass Du wenigstens noch das Wichtigste von dem Football-Spiel mitbekommen hast.

Freue mich auf Deine Antwort..

Wer hat denn gespielt ?,,,,,,,,Ich sehe nicht oft Football, bin aber großer Rugby-Fan und sehe viele Spiele in England und Schottland.......Ab und zu dann auch mal Football...

.......den aus meiner Sicht absolut sachlich vorgetragenen Argumenten von Martin (Groenalund)

Das habe ich anders empfunden, Markus, was "sachlich argumentiert" betrifft, speziell in der gewählten Überschrift in Posting 123 mit der hergestellten Verbindung zu dem verlinkten Bericht und in diverse Bemerkungen in Posting 126.

ich habe dazu aber bereits ausführlich in den Pstings 139 und 140 geantwortet..

Generell bin ich der Meinung, dass wir beide zwar in einem Diskurs durchaus hart argumentiert haben, aber dass es niemals persönlich motiviert war und wir uns da auch nicht viel geschenkt haben......Alles also oK und kein Problem

Hier noch der Bericht, einer von vielen:
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-v…itik--li.111859

Ich hab mir mal die Mühe gemacht und mir mal diesen Text durchgelesen....

Abgesehen davon, dass ich etwa 12 sachliche Fehler darin gefunden habe, sei es, was die Bedeutung der Texte betrifft, sei es, was den Werdegang der Mädchen betrifft usw. bei dem ich es mir jetzt erspare, näher darauf einzugehen, habe ich aber auch ein bisschen geschmunzelt, weil ich viele ähnliche Teile aus Grönalunds Text hier wiedergefunden habe....

Das ist genau das Problem, wenn man solche Dinge quasi übernimmt und sie quasi ungeprüft zu seiner eigenen Meinung macht........

Einen fast gleichlautenden Text habe ich auch in anderen renommierten Tageszeitungen schon gelesen, was auch den Verdacht aufkommen lässt, dass hier natürlich auch voneinander abgeschrieben wird........Solche Dinge sind ja gerade auch für ABBA-Fans nichts Neues, wenn ich mir vergegenwärtige, wieviele Zeitungen zum Beispiel bei Agnetha's angeblicher Schwangerschaft und über ihre angeblichen Liebhaber, die sie niemals hatte, voneinander abgeschrieben haben...

ich persönlich bin KEIN spezieller K-POP-Fan und stehe diesem Musikzweig generell in Teilen auch kritisch, aber nicht voreingenommen gegenüber und ich reflektiere das Geschehen aus einer sehr neutralen Position heraus...

Interesant ist auch der Zeitpunkt, in dem diese Berichte nun erscheinen......Die Geschehnisse in der allgemeinen K-Pop-Szene , seien sie positiv oder negativ, gibt es nämlich schon seit vielen Jahren in dieser K-Pop-Szene und sie haben hier in Europa keinen Menschen interessiert...

Erst jetzt, wo es sich doch tatsächlich 4 junge Frauen aus Südkorea erdreisten, die westliche Musikszene aufzumischen und sie doch tatsächlich die Chuzpe haben, die westlichen Popgötter wie Lady Gaga, Dua Lipa und Taylor Swift um Längen abzuhängen, werden nun solche Berichte in vornehmlich linkskonservativen Blättern lanciert........Ein Schelm, wer Böses dabei denkt....

Ich persönlich verfolge den Karriereweg der 4 jungen Frauen von BLACKPINK seit über 3 Jahren, also quasi fast von Anfang an und habe ihre künstlerische Entwicklung, die zweifellos stattgefunden hat, verfolgt und habe mir mein eigenes Urteil bilden können fernab von Redakteuren deutscher Tageszeitungen, die BLACKPINK vor einigen Monaten noch nicht einmal gekannt haben, jetzt aber ihr vermeintliches Expertenwissen als Fachwissen verkaufen und als Meinungsmache einsetzen........Dies mag sicherlich bei einem gewissen Klientel funktionieren, vor allem bei denjenigen, die das nur so am Rande mitnehmen und kein eigenes erarbeitetes Wissen darüber haben, aber es funktioniert weniger bei einer jüngeren Generation, die in der Mehrzahl alles andere als dumme Teenies sind, sondern von denen viele sehr wohl diese Dinge auch selbst reflektieren können....

Mich wundert dabei auch immer wieder die Oberflächlichkeit und durchschaubare Plakativität in solchen Berichten........So werden beispielsweise die 4 jungen Frauen in diesem Bericht bezichtigt, ein aggressives Frauenbild zu verbreiten und als Beleg wird dafür eine Szene aus einem Musikvideo von BLACKPINK genommen, das über 2 Jahre alt ist.........Wie gesagt, auch der Zeitpunkt ist interessant........Interessant ist dabei auch, dass die Bezeichnung "aggressives Frauenbild" anscheinend so etwas wie ein Signalwort ist, denn exakt die selbe Bezeichnung habe ich in fast jedem deutschsprachigen Text diverser Tageszeitungen gefunden.....Thema: Abschreiben

Nun, von der Bezeichnung "aggressives Frauenbild" sind die Ladys von BLACKPINK etwa so weit weg, wie ABBA von der Bezeichnung "Hardrock-Band" und es wäre eigentlich zum lachen, wenn es denn nicht so traurig wäre........Vielleicht hat ja derjenige Redakteur, der als erster diese Bezeichnung wählte...also jener, der nicht abgeschrieben hat......ja den Titel des BLACKPINK-Superhits KILL THIS LOVE zu wörtlich genommen oder er ist vor Schreck beim Ansehen des Videos bei dem berühmten "Kick" von Lalisa Manoban unter den Tisch gefallen.....Ich weiss es nicht......Aber wahrscheinlich ist es so, dass dies auch nur eine derjenigen Metapher ist, um Blackpink in eine ganz bestimmte Ecke zu rücken......

Ganz schön bizarr in einem Land, wo Rapper wie Bushido, Kollegah, Gzuz und früher auch Sido schon viele Jahre problemlos ihre frauenfeindllichen, gewaltverherrlichenden und sexistischen Skandaltexte verbreiten können und damit fröhlich lächelnd in deutsche Talkshows auch noch Werbung dafür machen dürfen.........Sehr bizarr und auch ganz leicht durchschaubar

Ich frage mich manchmal, wie einfach es sich generell solche Medien machen können, indem sie auch noch den wirklich allerletzten Schrott an den Mann/Frau bringen können, nur weil ein Redakteur das schwarz auf weiss in irgendeinem Blatt drucken lässt und reihenweise Andere von ihm abschreiben ??.........Sich auch mal selbst informieren, ist the Name of the Game....

Ebenfalls in diesem Bericht ist die Bezeichnung "geskripteter Dokumentarfilm, der sich als Marketing-Pool verrät", für den BLACKPINK-Film LIGHT UP THE SKY zu finden, was auch von Grönalund sinngemäß so übernommen wurde........Nun, LIGHT UP THE SKY ist exakt nichts Anderes als ABBA - THE FILM.........eine Doku, die natürlich auch eine Promo für die Gruppe darstellt bzw. dargestellt hat.......Nun, wer ABBA- THE FILM anpreist und LIGHT UP THE SKY aus den genau gleichen Gründen verurteilt, so wie dies gestern hier geschehen ist, lügt sich in die eigene Tasche und das macht dann die ganze Kritik auch unglaubwürdig....

Auch die hier in diesem Bericht aufgeführte "Verbotsliste", die von einer ganzen Reihe von Zeitungen identisch publiziert wurden und die auch Grönalund so übernommen hat und in Youtube-Videos zu finden ist, stimmt so nicht.........So ist es den Frauen von Blackpink natürlich nicht verboten, Freundschaften oder einen Partner zu haben (wie könnte man das auch), sondern sie sollen keine Partnerschaft öffentlich ausleben.........Etwas, was beispielsweise eine Gruppe namens "THE BEATLES" damals lange Zeit ebenso gehandhabt hat, als unter Federführung des Beatles-Managemants um BRIAN EPSTEIN lange Zeit die Hochzeit von JOHN LENNON mit seiner ersten Frau CYNTHIA verheimlicht wurde, um keine Fans zu verschrecken........Auch gibt es kein restriktives Autofahrverbot und Alkoholverbot, sondern die Frauen sind angehalten, "möglichst wenig Auto zu fahren bzw. Alkohol zu konsumieren"......Das einzige Verbot, was wirklich so stimmt, ist ein vertraglich fixiertes Rauchverbot.......Aber das werden die Ladies verschmerzen können und fördert außerdem auch ihre Gesundheit..........Ich habe diese Informationen übrigens von Menschen, die in Südkorea leben und die ich schon viele Jahre kenne.

Wohlgemerkt, es geht hier um BLACKPINK und NICHT um die generelle K-POP-Szene und ihre Mechanismen......Das sind 2 verschiedenen Themen, obwohl die Gruppe natürlich aus dieser Szene kommt.......Man kann aber nicht das eine Thema auf das Andere projizieren..

Ich könnte noch eine ganze Menge mehr zu solchen Berichten schreiben, will es dabei aber jetzt bewenden lassen..........Aber es war mir mal ein Bedürfnis, wenn diese Zeitungsartikel hier schon ungeprüft ihres Wahrheitsgehaltes verlinkt werden, sie auch mal ein bisschen näher zu beleuchten und sie faktisch zu prüfen und auseinanander zu nehmen

Dieser Beitrag wurde bereits 14 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (30. November 2020, 06:27)


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Montag, 30. November 2020, 17:22

So, mal schauen, wie weit ich mit antworten komme.
Rugby ist mir irgendwie zu unübersichtlich, ich begreife da nicht wirklich die Regeln. Football ist irgendwie ruhiger, gelassener und ich verstehe, wenigstens zum Großteil, wie das funktioniert. Bis zwei Minuten vor dem Ende stand es Unentschieden und da wurde es dann noch einmal richtig spannend. Und die habe ich komplett mitbekommen.

Deine richtigen Fragen an mich:
Und jetzt frage ich Dich ;

Werden oder wurden diese junge Frauen ausgenutzt und ausgebeutet ??

Wurden sie zu irgendetwas gezwungen ??
Mir muss es doch nicht unbedingt schlecht gehen, wenn ich ausgenutzt werde. Im alten Rom gab es Sklaven die in der Arena um ihr Leben kämpften und die am Ende ihrer Karriere (da waren sie dann noch am Leben) um ein vielfaches reicher waren, als die Masse der freien Römer. Blackpink sind keine Sklaven und sie kämpfen nicht um ihr Leben - darin sind wir uns einig. Und sie sind, davon gehe ich auch ganz fest aus, sicherlich deutlich reicher, als der Durchschnitt aller Südkoreaner, aller Europäer oder Amerikaner. Aber das heißt doch nicht, dass sie nicht ausgenutzt werden. Du hast doch selbst geschrieben, was für Verbote oder von mir aus auch Beschränkungen sie auferlegt bekommen. Was ist da der Unterschied zu, wie vorher schon einmal erwähnt, Roy Black? Der sollte auch nur seine Neigung verschweigen und hat dann ein Leben für die Welt und ein verstecktes Leben geführt. Machen das die 4 Frauen nicht auch? Verstehe mich jetzt nicht falsch, ich heiße das im Fall Roy Black nicht gut und verurteile es auch bei Blackpink. Es ist in beiden Fällen sehr schlecht. Aber es ist auch eine Tatsache. Wenn sie einen Freund(in) hätten, dann müssten sie ihn vor der Welt verstecken.
Gut, was rauchen und Alkohol angeht, ich habe in meinem ganzen Leben mir eine Zigarette mit meinem Bruder geteilt und trinke im Jahr drei bis vier kleine Schlucke Wein. Anderen Alkohol kenne ich nur aus Pralinen und dann vielleicht im Jahr zwei Schachteln. Also da bin ich nicht wirklich der Experte. Und wenn man mitunter von den Alkohol- und Drogenexzessen westlicher Künstler/Bands hört, dann wäre solch ein Passus in deren Verträgen.... immer noch nicht gerechtfertig (muss ich sagen, um politisch korrekt zu bleiben).
Ich kenne keine Verträge von Künstlern mit ihrem Management/Plattenfirma/was weiß ich. Aber ich könnte mir vorstellen, so stark würden sich nicht Viele einschränken lassen. Da könnte Groenalund vielleicht mehr dazu sagen. Apropos Groenalund, ihm ging es bestimmt auch mehr um das System K-Pop (wenigstens am Ende eurer Diskusssion), als direkt um Blackpink. Und ich glaube auch, dass man diese beiden Sachen nicht wirklich trennen kann. Blödes Beispiel, aber mir fällt gerade nichts Besseres ein, Blackpink sind der Eisberg, der vom Schiff aus majestetisch in der Sonne glänzt, alle die es nicht geschafft haben, sind der gefährliche, unbekannte Teil unter der Wasseroberfläche. Du hast es selbst irgendwo geschrieben, aus wie vielen Jugendlichen die Vier ausgewählt wurden und dieser ganze große Rest wird in diesem System ausgesondert, zum Teil auch zermahlen. Ich finde, das kann man nicht verschweigen, das kann man nicht übersehen.
Eh du jetzt dagegen etwas einwendest, ja, es ist bei uns auch nicht anders. Stimmt. Ich habe mal gelesen, im Fussball schafft es ca. 1 Prozent der Talente in eine Profimannschaft, 99 Prozent schaffen es überhaupt nicht, spielen später irgendwo, damit sie davon leben können oder müssen ihren Traum vorzeitig begraben. Aber ALLE haben davon geträumt, bei Bayern München oder du bist wohl etwas weiter nördlich angesiedelt, bei Borussia Dortmund zu spielen. Und das wird in der Musikbranche (nicht nur in Südkorea) irgendwie ähnlich sein. Mein Traum als Kind/Jugendlicher - trotz vielleicht vorhandenem Talent - wird in den wenigstens Fällen wahr. Es ist immer nur eine Frage, wie er in dem übergroßen Teil der Fälle zerstört wird.
Ich halte das immer für sehr fragwürdig. Für mich sollten Kinder/Jugendliche gerne ihren Talente entfalten dürfen, aber sie zu etwas drillen, weil es für den späteren Job notwendig ist - das wäre gegen meine Überzeugung. Du wirst dich jetzt an dem Wort drillen stören - mir ist nichts Besseres eingefallen - aber wenn ich Jemanden für so eine Karriere vorbereite (und nichts Anderes wird da gemacht), dann sind da Sachen dabei (Ernährung, Fitness, Körperbewußtsein - und was weiß ich noch), die ein Jugendlicher, wahrscheinlich nicht einmal die meisten Erwachsenen, überhaupt nicht abschätzen kann. Ich kann das jetzt nur auf den Sport beziehen, in der Musik fehlt mir da jede Einsicht, aber es kann einfach nicht gut für junge Menschen sein, wenn sie mit zwölf oder dreizehn Jahren gedrillt werden, für eine spätere Karriere. In unserer Gegend (Chemnitz) ist das gerade heute im Frauenturnen wieder zu Tage getreten. Da ist von Medikamentenmissbrauch, Training bei Verletzung und enormer Leistungsdruck die Rede. Und manchmal kommt Jahre später (siehe das amerikanische Leistungsturnen, aber sicherlich auch in anderen Bereichen, wo Jugendliche mehr oder weniger abhängig von ihren Ausbildern sind) heraus, was da noch alles passiert ist.
Wie gesagt, das ist eine ganz allgemeine Kritik, die sich auf die gesamte Gesellschaft (nicht nur in Südkorea, auch bei uns) bezieht, aber ganz ehrlich, kannst du das wirklich hundertprozentig für Blackpink/K-Pop ausschließen? Ich habe das jetzt absichtlich zusammengeschrieben, weil ich finde, ein Aushängeschild vertritt auch immer das ganze System. Und Blackpink ist das nun einmal für den K-Pop zur Zeit das Aushängeschild. Ob sie es wollen oder nicht.

Das, und da muss ich dir dann wieder völlig Recht geben, hat natürlich nichts mit deren Musik zu tun. Wie gut die handwerklich gemacht ist - dazu fehlt mir jegliche Kompetenz dies einzuschätzen. Ich finde sie halt nicht annähernd so originell oder gut wie du (du hast da schon deutlich besseres Sachen vorgeschlagen). Tut mir Leid, für mich ist sie austauschbar. Das würde ich aber auch für die ersten Lieder der Beatles oder Queen sagen, die ich allerdings erst weit nach deren Ende (also bei Ersteren) wirklich gehört habe. Auch der Beginn von ELO ist absolut nicht mein Geschmack, auch wenn die damals schon etwas sehr eigenes hatten. Dafür waren alle genannten später dann - in meinen Augen - richtig gut.
Vielleicht passiert das ja auch bei Blackpink, vielleicht. Jetzt kann ich allerdings nicht wirklich etwas revolutionäres erkennen und wenn ich ehrlich bin, ich verstehe nicht einmal, warum sie so einen Erfolg haben. Aber das liegt zu einhundert Prozent an mir. Ich bin zum einen kein Freund dieser gecasteten Gruppen, Hip Hop und Rap haben für mich das Ende der Musik eingeläutet und ja, jetzt ist es halt das Ende der Musik. Es gab für mich in den letzten Jahren nur wenig wirklich gute Musik. Wenn ich jetzt sage, die letzte Alben, die mir wirklich gefallen haben, waren das drittletzte Album von Silbermond (2012 glaube ich) und die letzten Alben der Toten Hosen, dann werden alle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich weinend von mir abwenden.

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Montag, 30. November 2020, 17:23

Ach ja, gezwungen fehlt noch. Ich glaube nicht, dass hinter den 4 attraktiven Frauen ein Aufpasser mit einer Peitsche steht. Aber es gibt durchaus auch andere Arten von Druck.
Das ist jetzt mein ganz persönliches Empfinden, korrigiere mich, wenn ich falsch liege.
Ich glaube, im asiatischen Raum haben die Menschen ein ganz anderes Verständniss von Verantwortung als wir. Während wir uns gerne hinter Anderen oder Befehlen und Gesetzen verstecken, steht man dort deutlich mehr zu seinem eigenen Handeln. Und wenn mir Jemand dann sagt, ich habe eine Million in dich investiert, dann wird man sehr viel (deutlich mehr als bei uns) dafür tun, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen. Das ist eine ganz andere Art von Druck als bei uns. Bei uns wäre da ein Vertrag, ich muss eine Million plus ... zurückzahlen, sonst bin ich pleite, lande vor Gericht, auf der Straße...
Dort ist es mein Anspruch dies zu tun, weil ich es will, weil ich mich sonst für mein Versagen schämen müsste, weil ich auch nicht versagen will.
Es ist in meinen Augen ein ganz anderes Verantwortungsbewußtsein, als bei uns. Ich habe da noch Bilder im Kopf, wie vor einigen Jahren, ich glaube, ein japanischer Topmanager sich weinend entschuldigt und seinen sofortigen Rücktritt angekündigt hat, weil unter seiner Verantwortung etwas schief gelaufen, der Konzern Verluste gemacht hat. Gut, Japan ist nicht Südkorea - es waren wohl auch einmal Todfeinde - aber die Mentalität schätze ich jetzt einmal ähnlich ein. Ich stelle mir das jetzt hier in Europa vor - nein, besser nicht. Da wird wird nur über horrende Abfindungen verhandelt und dann gesagt, er wollte gerne gehen, etwas Anderes tun und wir haben ihm die Möglichkeit dazu gegeben. Aber Schuld an der Misere waren Andere.

Das war es direkt zu deinen Fragen.
Jetzt noch ein paar andere Punkte.

Film/Werbung.
Ich finde es ganz natürlich, wenn ich einen Film über mich machen lasse, dass er immer positiv über mich berichtet. Ich finde nur, dann soll man es auch deutlich so darstellen.
Der ABBA Film war ein Spielfilm, dessen Hauptinhalt die Konzerte von ABBA in Australien waren. Natürlich ist das pure Werbung und man wollte damit auch Geld verdienen. Würden alle Vier bestimmt auch jeder Zeit so sagen. Wenn sie den harten Touralltag hätten zeigen wollen, dann wären da nur ein paar Titel angespielt worden und ansonsten andere Sachen (Flugstress, Proben, Sponsorentreffen, was weiß ich noch alles) gezeigt worden.
Ich hätte allerdings ein Problem, wenn ABBA das als Doku verkauft hätten. Ich habe kein Netflix, kenne demzufolge die Doku über Blackpink nicht. Deshqalb nur ganz allgemein.
Von einer Doku erwarte ich, dass mir die Realität, der aktuelle Wissensstand gezeigt wird (also ich schaue hauptsächlich Dokus über historische Ereignisse). Das sollte keine Werbung für die Musik sein, es sollte auch nichts beschönigen oder verherrlichen. Wenn dann aber der Produzent der Band gleichzeitig auch der Produzent der Doku ist - ein Schelm, wer böses dabei denkt. Dann sollte man es halt auch nicht Doku nennen. Ein Film über Blackpink, ihren Alltag gut, dann weiß ich, das ist Werbung. Und wenn mir Blackpink gefallen, dann bin ich halt auch begierig darauf, mehr über sie zu erfahren, mehr von ihnen zu hören.
Bei einer Doku, ja vielleicht sollten dann solche Sachen wie keinen Freund in der Öffentlichkeit haben dürfen, erwähnt werden.
Meine Meinung, wie gesagt, ich kenne die Doku nicht, deshalb nur ganz allgemein.

Musik von Blackpink
Habe ich vorhin schon etwas dazu geschrieben und ganz ehrlich, meine Meinung dazu kennst du inzwischen schon mehr als dir lieb ist.
Zum Gesang möchte ich überhaupt nichts sagen. Ich habe keinerlei Ahnung von den ganzen Möglichkeiten der Bearbeitung, noch sind es Stimmen (vorallem bei der Art von Musik), die mir jetzt sofort auffallen würden.
Für mich sind die Stimmen letztendlich auch nur ein Instrument, ein ganz Besonderes, sehr breit gefächertes, aber nur ein Instrument. Es hat die besondere Möglichkeit noch ganz gezielt, gaqnz konkrete Botschaften zu vermitteln, aber es muss sich bei mir in die Musik einfügen, muss zum Rest passen (bzw. der Rest sollte der Stimme angepasst werden). Ich könnte mir Roger Chapman oder Bonnie Tyler nicht vorstellen, wie sie One Of Us singen.
Und ich könnte mir auch nicht vorstellen, wie Blackpink einen Song von Groenalund singen.
Diese Meinung ist sehr angreifbar, aber so sehe ich das.

Outfit/Sexismus
Ich glaube, Groenalund meinte mit Zweiterem nicht unbedingt die Outfits der Frauen, sondern mehr das ganze System - hatten wir oben schon.
Ich persönlich habe mit sexy Outfits überhaupt kein Problem, warum auch. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Ich glaube schon, dass Blackpink auch damit ein bestimmtes Publikum befriedigen. Und ja, das macht doch jeder Künstler mehr oder weniger. Gut, es gibt auch Einige die das weniger tun, aber sehr viele spielen auf die ein oder andere Art damit. So lange dies von ihnen ausgeht - ich schaue es mir bei Frauen immer sehr gerne an.
Kritisch sehe ich es bei so gecasteten Gruppen, wo dann alle das Gleiche anhaben. Da steht doch immer eine Marke dahinter, die ihre Kollektionen bewerben/verkaufen will. Da werde ich dann zum Beispiel Rot tragen müssen, ob es mir gefällt oder nicht.
Aber ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, junge Frauen, die wollen natürlich auch aktuell und schick rüberkommen. Und sie können es sich ja auch leisten, also vom Körper her gesehen.
Das war jetzt hoffentlich nicht zu sexistisch.

Medien
Das kam zwar nachträglich aber trotzdem.
Wie sollen wir uns ein Bild von der Welt machen, wenn nicht durch, über die Medien?
Ich gebe dir Recht, deren Glaubwürdigkeit hat in den letzten Jahren massiv gelitten. Trotzdem glaube ich, dass viele Journalisten ihre Arbeit mit besten Wissen und Gewissen machen. Das beinhaltet leider genau so Fehler, wie auch schwarze Schafe. Und wir haben überhaupt keine Chance, festzustellen, was jetzt was ist, leider. Trotzdem.
Stell dir vor, du wärst zu DDR Zeiten in den Osten gekommen. Weißt du, wenn dir etwas erzählt worden ist, wie wahr das wirklich ist? Es hat hier genauso Menschen gegeben, die Probleme gesehen haben, sie lösen/verändern wollten, wie es Menschen gab, die dieses System einfach nur abgrundtief verabscheut haben. Entsprechend wären die Antworten auf deine Frage ausgefallen.
Vielleicht ein kleines Beispiel: Bei meinen Eltern ist das Waschbecken kaputt gegangen. Meine Mutter ist damals Wochen lang im heutigen Sachsen unterwegs gewesen und hat keins bekommen. Ich war im damaligen Sachsen Anhalt und als ich danach gefragt habe, hatte ich zwei Tage später eins (ich hätte es auch sofort haben können, war nur zu faul es zu schleppen). Und da wo ich es geholt habe, der war maßlos enttäuscht, dass ich nur EIN weißes Waschbecken wollte. Keine Badewanne, keines in Blau oder Rosa.
Meine Mutter hätte gesagt es gibt hier Nichts zu kaufen, ich hätte gesagt, so ein Quatsch. Und je nachdem, mit du wem gesprochen hättest, hättest du dir dein eigenes Bild gemacht - völlig subjektiv und beeinflusst von deinem Gesprächspartner.
Die Aufgabe der Medien, also in meinen Augen, ist es, große Linien zu skizzieren, es zu verallgemeinern. Sicherlich auch Beispiele zu bringen - aber auch das drumherum zu beleuchten.
Leider muss ich dir aber Recht, dass dies heute immer weiter in den Hintergrund tritt. Es zählt, genau wie in der Wirtschaft und der Musik, nur der Gewinn. Und bei den Medien heißt das Auflage, Einschaltquote. Und womit mache ich das am Besten - mit reißerischen Berichten. Da stehen heute leider nicht mehr unbedingt Fakten im Mittelpunkt, sondern Skandale, skurille Sachen und Schockierendes.
Und da würde ich auch die angeführten Berichte einordnen. Meiner Meinung nach, ist dieses "Ausbildungssystem" des K-Pop ausbeuterisch und, klingt jetzt hart, menschenverachtend. Aber sicherlich wird es bei uns maßlos übertrieben und lenkt von ähnlich gelagerten Problemen bei uns ab. Wir machen das vielleicht im Bereich der Popmusik nicht so, dann aber halt im Sport. Wenn wir mit Steinen auf Blackpink werfen, dann treffen wir Real Madrid oder einen Skispringer.
Was ich eigentlich damit sagen möchte, selbst wenn mir mit Betroffenen sprechen, können wir uns nicht sicher sein, dass das wirklich die Realität ist und bei den Medien, ja man sollte sich von verschiedenen Quellen informieren lassen.
Wobei, wenn ich ganz ehrlich bin - ich schaue heute eigentlich nicht mehr ins Internet um mich zu informieren. Je lauter und schriller, je weiter oben es steht, desto verdrehter und verschwobelter wird es.

Gut, jetzt muss ich doch noch ein paar Minuten arbeiten. Ich hoffe du hast dich über diese Antwort gefreut Scotty (auch wenn ich es mir nicht wirklich vorstellen kann). Wenn nicht, dann erzähle ich dir später den Ausgang des Footballspiels oder verlinke ein Lied von Groenalund für dich.

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Montag, 30. November 2020, 23:23

...Roy Black? Der sollte auch nur seine Neigung verschweigen und hat dann ein Leben für die Welt und ein verstecktes Leben geführt. Machen das die 4 Frauen nicht auch? Verstehe mich jetzt nicht falsch, ich heiße das im Fall Roy Black nicht gut und verurteile es auch bei Blackpink. Es ist in beiden Fällen sehr schlecht. Aber es ist auch eine Tatsache. Wenn sie einen Freund(in) hätten, dann müssten sie ihn vor der Welt verstecken.
Also es ist zwar im Grunde in diesem Strang off-topic aber lieber Peter, ich frage mich ob Du bei Roy Black etwas verwechselst.
Wenn es so ist wie ich glaube und Du mit den "Neigungen" Homosexualität meinst, bist Du beim falschen Sänger. Das war Rex Gildo, der sein Schwulsein immer verstecken musste und letztlich Selbstmord verübte. Seine Duettpartnerin der 60er Jahre, Gitte Haenning, berichtete dazu einmal, dass es nicht einfach war, sich den großen Plattenbossen entgegenzustellen um die Scheinromanze beenden zu können weil sie zu der Zeit selbst einen Freund in Kopenhagen hatte der das nicht wirklich lustig fand. Ja ja, die 60er...

Die Selbstmordrate bei homosexuell liebenden Jugendlichen ist übrigens auch im Jahr 2020 in Deutschland noch weitaus höher als bei ihren heterosexuell liebenden Pendants.

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Montag, 30. November 2020, 23:43

Zu dem Phänomen K Pop wurde ja hier bereits viel berichtet. Zu dem Druck, dem Blackpink ausgesetzt sein mögen, ist allerdings zu sagen, dass die koreanische Gesellschaft sehr sehr leistungsorientiert ist und die Selbstmordrate unter Jugendlichen höher ist als bei uns. Viele Jugendliche besuchen nach ihrer Schule zusätzlich eine private Schule bis Spätabends an jedem Wochentag.
Eine Gruppe wie Blackpink mögen Teil dieses Leistungssystems sein, aber sie können auch etwas bewegen und mir scheint, dass die Mädels eben nicht reine Marionetten ihrer Produzenten sind.
Zudem hat jede Gesellschaft ihre Vor- und Nachteile und entsprechende Probleme. Ist es in asiatischen Ländern der allgemeine Leistungsdruck und speziell der Druck den die Öffentlichkeit ausübt mag es in westlichen Ländern der Hang sein, Leistungsdruck mit der Einnahme von Drogen und Alkohol zu begegnen.
Hier werden die Selbstmorde koreanischer Stars angeprangert, aber mal ehrlich, wieviele westliche Musiker schwammen schon tot im Pool oder der Badewanne, sind Opfer von Drogen, Alkohol, verrückten Fans oder Bandenkriegen unter Rappern geworden oder befinden sich im Würgegriff mafiöser Clans. Da sollte man sich nicht über eine asiatische Gesellschaft erheben und glauben die dunkle Seite des K Pop hätte keine Entsprechung in der westlichen Welt!
Zu den Sexismusvorwürfen meine ich dass man auch das bei Blackpink differenzierter sehen muss. Ihre Texte bilden einem Gegenpol zu ihrem vordergründigen Look. Ihre Songs sagen ja nicht: " Na Süsser, wie wärs?... sondern: "Ha! Nimm Dich in Acht, mich kriegst Du nicht! Bild Dir bloss nichts ein! Ich geh doch nicht in Sack und Asche nur weil Du Dich nicht im Griff hast! " Daddada..... Gut, mit dieser Attitude kommen viele Männer häufig nicht zurecht, glaube ich.
Gerade die Jugend in Korea und in anderen asiatischen und auch nichtasiatischen Ländern, die nun mit TikTok aufwachsen, merken welche Macht sie durch die modernen Medien erlangen können. Immerhin haben sie mit gezielten TikTok Aktionen Teile des Donald Trump Wahlkampfes sabotiert.
Es bleibt spannend wie sich das weiter entwickelt...

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Harry« (1. Dezember 2020, 00:26)


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Dienstag, 1. Dezember 2020, 02:44

Teil 1

Zunächst mal.....Ja, ich habe mich gefreut über Deine so ausführliche Antwort, Peter.....

Unter anderem auch deswegen, weil Du hier einen sehr treffenden Vergleich aufgemacht hast, bei dem man einige Mechanismen der Wahrnehmung, aber auch der Berichterstattung wunderbar nachvollziehen kann...

Nämlich den Vergleich des südkoreanischen K-Pops's mit dem europäischen Profifussball....

Wenn wir diese beiden Dinge vergleichen, können wir Erstaunliches feststellen.......vor allem erstaunliche Parallelen....

Nahezu zeitgleich mit der Entwicklung des K-Pop's so ab etwa Mitte der 90er Jahre hat sich nämlich auch der europäische Spitzenfussball in die nahezu gleiche Richtung entwickelt.....er hat die gleichen Mechanismen und auch die gleichen negativen Auswüchse, mit dem kleinen Unterschied, dass es im Fussball noch menschenverachtender zugeht..

Nehmen wir als Beispiel mal einen Klub wie Manchester City........Dieser Klub, der das Eigentum arabische Scheiche ist, unterhält mehrere sogenannte Fussball-Internate, wo Jugendliche und Kinder aus aller Welt zusammengezogen werden, die von Scouts in der ganzen Welt ausgesucht werden, sobald man ein gewisses Talent bei ihnen erkennt........Diese Kinder und Jugendlichen sind 12 bis 14 Jahre alt, teilweise auch noch jünger und werden in diesen Internaten jahrelang ausgebildet und dann natürlich auch nach Können aussortiert. Für Manchester City ist das ein sehr lukratives Geschäft, denn wenn es nur einer von hundert in ihre Mannschaft schafft, hat sich diese Investition schon mal gelohnt.......Von den übrigen 99 werden dann vielleicht etwa die 10 am nächsten talentiertesten an andere Clubs in ganz Europa ausgeliehen oder verkauft.....Dieses Verleihgeschäft ist eigentlich noch viel menschenverachtender als alles, was da im K-Pop läuft......Die restlichen 90 werden nach Hause geschickt und die versuchen es dann, zumindest irgendwo in unteren Ligen dem Fussballsport weiter nachzugehen. leben können sie davon im Normalfall aber nicht.......Und Manchester City ist da absolut kein Einzelfall, viele große Proficlubs in Europa handhaben das so oder ähnlich....

Das Pendant zu BLACKPINK, die die absoluten Superstars des K-POP's sind, ist LIONEL MESSI, der der absolute Superstar des Weltfussball's ist.........Damals hat der FC BARCELONA Lionel Messi aus dessen Heimat Argentinien nach Spanien geholt, ich glaube er war 11 oder 12 jahre alt......Er wurde in das Internat des FC Barcelona gesteckt, wo er 5 oder 6 Jahre in den verschiedensten Dingen ausgebildet wurde......Dinge wie Alkohol, Rauchen, Skifahren, Party machen, waren ihm vertraglich verboten.......Als junger 17jähriger Jugendlicher wurde er schon in der 1. Mannschaft eingesetzt, was auch eine gewisse Form des "Verheizens" ist und wo man nicht weiss, wie es ausgeht. Bei Lionel Messi gings gut aus.....Barcelona wurde reich und reicher durch Messi, gewann Meisterschaften und Pokale.....und Messi wurde ebenfalls reich und reicher und hundertfacher Millionär, er verdient an einem Tag mehr als die meisten Arbeiter in einem Jahr.....

Bei BLACKPINK und MESSI sieht man also sehr viele Parallelen.......Früh von zu Hause weg, wobei das bei Messi noch viel krasser war, denn er war um die halbe Welt von seiner Heimat getrennt im Gegensatz zu den Blackpink-Girls......dann 5jährige Ausbildung........gewisse Verhaltensmaßregeln wie kein rauchen, wenig Alkohol.......Berühmtheit, Ruhm, Reichtum.......Für Barcelona und Messi war es eine Win-Win-Situation, genauso wie es für YG und BLACKPINK eine Win-Win Situation ist.....

Aber.....und genau da kommen wir jetzt zum Punkt........Ich habe noch NIRGENDWO, absolut nirgendwo, gelesen, dass Lionel Messi ausgenutzt und ausgebeutet wurde und er das Sinnbild und Synonym für ein verdorbenes System ist......

Wo sind da die Berliner Zeitung, die Schweizer Illustrierte und die ganzen anderen Medien in unserem doch so fortschrittlichen und menschenfreundlichen Europa, die das anprangern ? Wo wird geschrieben, dass Messi ausgebeutet wurde, weil er mal für einige Jahre nicht rauchen, skifahren und Alkohol trinken durfte.......Im Gegenteil.......Blätter wie die Berliner Zeitung bejubeln diesen Profifussball, füllen Seiten ihrer Zeitungen damit, mit denen sie ihre Auflagen steigern und gehen damit völlig unkritisch um....

Wer sind wir Europäer denn, dass wir ganz groß darin sind, immer die Finger auf Andere zu zeigen und denen erzählen wollen, wie sie gefälligst zu leben haben, während wir hier das genau gleiche System bejubeln und abfeiern, nur weil Fussball oder andere Dinge Teil unserer Kultur sind ???

Und bei BLACKPINK war das Ganze auch viel weniger restriktiv, als das so gerne geschildert wird.......So hat beispielsweise JI-SOO KIM nebenbei auch die Hochschule für PERFORMING ARTS in Seoul besucht, wo sie unter anderem auch Schauspielunterricht nahm. Das war ihre ganz eigene Sache und hatte mit dem Musiclabel absolut nichts zu tun......Sie schrieb auch 2 Romane, die sie veröffentlichte.....Auch diese hatten mit YG nichts zu tun......Wo aber stehen diese Dinge in solchen Berichten geschrieben ?........Nun, sie stehen nirgendwo in diesen Blätern geschrieben, weil sie einfach nicht in das Bild passen, was man von einer Gruppe wie BLACKPINK gerne verbreiten möchte...

Wohlgemerkt, ich will hier nicht das eine mit dem anderen relativieren und ich finde es prinzipiell gut und wichtig, wenn man Misstände anspricht. Aber bevor wir Europäer besserwisserisch und großspurig mit dem Finger auf Andere zeigen und ihnen sagen wollen, wie sie zu leben haben, sollten wir erst mal unser eigenes Haus in Ordnung bringen und die Missstände bei uns anprangern und versuchen, sie zu beenden........Aber sich negativ über die asiatische Musikkultur auszulassen und die dortigen Lebensumtände zu monieren und sich anschliessend fröhlich mit einer Flasche Bier gemütlich auf das Sofa zu setzen oder in die Kneipe zu gehen und Champions-League zu schauen, ist für mich auch eine Form von Doppelmoral

Auch die von Dir angeführten Beispiele von Sport-Internaten wie beispileslweise bei Turnerinnen ist da ein gutes Beispiel........Und das, was da beispielsweise bei den US-Turnerinnen gang und gäbe ist, ist heftiger, krasser und restriktiver als alles, was beispielsweise Blackpink jemals erlebt haben....

Ein gutes Beispiel dafür konnte man gestern abend übrigens auch in der Talkrunde bei ANNE WILL sehen, wo es wieder einmal um Corona ging, was ich hier gerne einmal verlinken möchte....

Hier sprach VANESSA WU, eine in Deutschland geborene Journalistin mit vietnamesicher Abstammung über die derzeitige Situation in Asien, in Vietnam, Taiwan, Südkorea, Japan......Mit Aunahme von Vietnam alles demokratische Länder......Sie sprach von der Eigendisziplin der dortigen Menschen, von der Bereitschaft, auch füreinander einzustehen, und sie sprach davon, dass Länder wie Vietnam, Taiwan oder Südkorea heute corona-frei sind, weil die Menschen dafür die notwendige Disziplin aufgebracht haben....Sie sprach von Veranstaltungen mit-zigtausenden Menschen, von Feiern, von Konzerten und einer wieder funktionierenden Kulturszene, von großen Menschenanammlungen, von einer wieder völlig uneingeschränkt florierenden Wirtschaft, von einem wieder völlig normalen Leben......Gleichzeitig prangerte sie die Verhältnisse in Deutschland an, die Fehler der Politiker, die Egoismen der Menschen........Die anwesenden Spitzenpolitiker aus CSU, SPD und FDP sahen dabei wie Dilettanten aus, die anschliessend mit leeren Worthülsen zu erklären versuchten, was nicht zu erklären ist....

Seit Beginn dieser Pandemie höre ich von Politikern und von Bürgern nur Ergüsse über unsere überlegene demokratische Lebenskultur, von offenen Grenzen, von der existentiellen Wichtigkeit des Datenschutzes, von persönlichen Freiheitsrechten und all diesen Dingen, bei den Querdenkern laufen viele Menschen einem Sascha Hildmann und dessen verqueren Gedanken nach........Und was ist das Ergebnis ?.......Mit unserer doch von uns so überlegenen Lebenskultur werden wir uns auch im nächsten Januar, Februar, März und April in einem Teil-Lockdown befinden, weitere Kultureinrichtungen oder Firmen werden zugrunde gehen, weitere Restaurants werden schliessen müssen, Schüler werden nicht richtig in die Schule gehen können, Konzerte werden nicht stattfinden und weitere Tausende Menschen werden sterben. Aber Hauptsache unser Datenschutz funktioniert.......Dagegen leben die Menschen in Asien, denen wir doch so gerne unsere eigene Lebenskultur vorschreiben und denen wir so gerne sagen, was sie alles falsch machen, wieder ein völlig normales Leben, was ein Ergebnis deren Lebenkultur ist...

Für diejenigen, die das interessiert, hier der Link

https://www.youtube.com/watch?v=aSwzVhqPQJE&t=15m52s

Dazu passt auch wunderbar, was Du zum Thema "Zwang" und "Eigenverantwortung" geschrieben hast, und da kann ich Dir auch nehazu komplett beipflichten....

In der Tat ist diese Art von Eigenverantwortung, aber auch von Verantwortung für Andere wesentlich stärker ausgeprägt als bei uns und ein eigenes Scheitern wird viel intensiver wahrgenommen als bei uns, wie Du dies auch bei diesem japanischen Manager angemerkt hast, während es dann bei uns meistens nur um Schadensbegrenzung geht und um die Frage, was man dann noch herausholen kann....

Teil 2 im nächsten Posting

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Dienstag, 1. Dezember 2020, 02:49

Teil 2

Dieser "Zwang", der aus dieser Eigenverantwortung kommt, ist aber eben ein rein selbstgemachter Zwang, für die man keine Anderen verantwortlich macht.........ROSEANNE PARK, die hell erblondete und auf englisch so redegewandte Frau von BLACKPINK hat darüber mal ausführlich gesprochen, dass sie niemals aufgegeben hätte in dieser Ausbildung und dass sie sich immer sicher war, dass sie es schaffen würde, weil sie es so stark wollte, aber auch, weil sie niemals zu ihrer Familie zurückkehren wollte und ihr sagen, dass sie es nicht geschafft hätte.......Dieser selbstgemachte "Zwang"....man könnte es auch Ehrgeiz nennen, der aus der Eigenverantwortung gebildet ist......ist aber etwas, wie Du ja auch selbst angemerkt hast mit diesem Beispiel des japanischen Managers, was sich quer durch die asiatische Gesellschaft zieht, also der nicht nur auf die jugendlichen Musikschülerinnen begrenzt ist, sondern auch auf die grossen Bosse von Music-labels oder anderen Firmen

Aber auch hier frage ich mich, was denn da eigentlich verkehrt daran ist......ich finde es gut, wenn Menschen Eigenverantwortung haben.....und erst recht natürlich auch, wenn diese auch mit einer Fremdverantwortung verbunden ist....

In Südkorea beispielsweise wirst Du niemanden treffen können......und hier rede ich jetzt von einer völlig pandemiefreien Zeit.......der mit einer Erkältung, Husten oder Schnupfen unterwegs ist und keine Maske trägt.......Den Menschen dort ist es peinlich, wenn sie daran schuld wären, wenn sie in einem Bus oder in einem Kaufhaus andere anstecken würden, wenn sie nießen oder husten müssen........Und ich glaube, diese allgemeine Denkweise ist doch gar nicht so verkehrt und würde ich mir manchmal auch für unsere Breitengrade wünschen

Aber kommen wir wieder zurück zu BLACKPINK.....

Und da müssen wir einfach konstatieren, dass eine solche Ausbildung in der asiatischen Lebenskultur völlig anders wahrgenommen und gelebt wird, als dies bei uns in Westeuropa der Fall ist.........Und ich persönlich will mir da auch nicht anmaßen, zu beurteilen, welches denn die bessere Lebenskultur ist......Und wir sollten endlich mal verstehen, dass wir deren Lebenskultur genauso zu respektieren haben wie das auch umgekehrt der Fall ist

Du fragst mich, Peter, was der Unterschied der Umstände von ROY BLACK zu BLACKPINK ist..........Nun dieser Unterschied ist nach meiner Meinung riesengroß und elementar.......

BLACKPINK haben immer nur das gemacht, was sie wollten.......Sie wollten K-POP Sängerinnen werden oder im Fälle von JI-SOO KIM auch Schauspielerin......Sie vertreten jene Musik und jene Kunst, für die sie stehen und die sie lieben.......ROY BLACK dagegen wollte niemals ein Schlagersänger werden, er verabscheute eigentlich jene Arts von schmalzigen Songs, die ihn zu nationaler Bekanntheit geführt haben. Er war ein glühender Fan von Jazz, Rock 'n Roll......Aber er beging praktisch einen Verrat an seiner eigenen Kunst, indem er sich den Wünschen Anderer fügte und das machte, was er eigentlich verachtete, um bekannt zu werden.......Eine tragische Geschichte, an der Roy Black leider kaputt gegenagen ist......Ein eigentlich sehr trauriges Schicksal...

Ich finde nicht, dass die Frauen von BLACKPINK ein verstecktes Leben führen.....Sie führen ein Leben, wie es eben die meisten Prominenten führen, sie haben ein öffentliches Leben und ein privates Leben, sie haben Bodyguards, wenn sie auf Konzerten unterwegs sind und sie haben ihre Privatsphäre, die ihnen genau so zusteht, wie auch unseren europäischen Künstlern.....Dass das nicht immer so einfach ist, ist klar, aber damit haben wir auch in Europa zu kämpfen, beispielsweise ABBA und hier im besonderen Agnetha können ein Lied davon singen......meine persönliche Wahrnehmung ist aber, dass der Respekt vor Privatsphäre in der asiatischen Kultur höher ist als bei uns..............und wie gesagt, gewisse Vertragsklauseln, wo manche Dinge eingeschränkt oder unerwünscht sind, die gibt es auch bei uns mannigfach, siehe das obige Beispiel bei Lionel Messi....

Du fragst mich weiter, ob ich diese Missstände, die Du beispielsweise bei den Turnerinnen angeprangert hast, bei BLACKPINK oder bei K-POP allgemein ausschliessen kann.........Nein, kann ich natürlich nicht, schon gar nicht beim K-POP allgemein, denn ich bin ja nicht dabei.........aber das kann ich nirgendwo. Das kann ich weder beim Sport, noch in beruflichen Fragen, noch bei Schauspielern oder in der Musik, überall in der Welt.....ja, das hätte ich nicht einmal bei ABBA gekonnt, denn auch da war ich damals nicht dabei......Agnetha wurde damals beispielsweise gesagt, wann sie denn bitte schwanger werden sollte (vor ihrer 2. Schwangerschaft), damit das nicht mit der nächsten Tournee kollidiert, was dann natürlich zu großen Unstimmigkeiten führte.......

Aber alle meine Informationen, die ich dazu zumindest in bezug auf BLACKPINK habe und die von meinen Bekannten in Südkorea stammen, die diese Szene sehr gut und differenziert beobachten, ist da nichts restriktives geschehen, was auf irgendeinen Zwang, auf irgendeine Bevormundung oder irgendwelchen anderen inakzeptablen Misstände hinweist.......Es sind 4 junge Frauen, die ihre eigenen Entscheidungen treffen, die ihre Privatsphäre haben und die auch alles andere als Marionetten von irgendwelchen Puppenspielen sind.....Davon sind sie genau so weit entfernt, wie auch ein Lionel Messi immer davon entfernt war...

Etwas anders ist das natürlich in der gesamten K-POP-Szene, weswegen man das auch getrennt bewerten muss, denn diese Szene ist natürlich riesengroß und es gibt da natürlich genauso jene schwarzen Schafe, wie man sie auch bei uns in Musik, Sport, Wirtschaft und Politik findet......Für die gesamte Szene würde ich nicht meine "Hand ins Feuer" legen......Das würde ich aber genausowenig beispielsweise in der deutschen Schlagerszene...

Was das Thema "ABBA -THE Film" betrifft, muss ich Dich ein ganz kleines bisschen korrigieren, denn damals ist der Film sehr wohl teilweise als "ABBA-Doku" angekündigt worden......ich glaube, ich habe irgendwo sogar noch ein Musik-Magazin von damals, wo das genauso drinsteht.......LIGHT UP THE SKY, die BLACKPINK-Doku.....(ich bleib jetzt mal der Einfachheit wegen bei der Bezeichnung Doku)......ist eine nach meiner Meinung sehr gut gemachte Doku, indem natürlich viele persönliche Dinge beinhaltet sind......Es ist eine BLACKPINK-eigene Doku und natürlich sind die Mädchen dort positiv dargestellt, wenn so glaube ich, auch trotzdem sehr authentisch........Aber genau das ist doch bei dem ABBA-Film ganz genauso der Fall........Auch der ABBA-Film ist keine fremdgemachte und objektive Doku, sondern es ist eine von ABBA und dessen Management erstelle Doku, in der ABBA sich positiv darstellen und nichts anderes.......... Grönalund beispielsweise hat genau dies bei dem BLACKPINK-Film angeprangert, bei dem ABBA-Film aber nicht.......Und das sind für mich zweierlei Maßstäbe, die kein realistisches Bild ergeben und ehrlich gesagt auch mit einer "ABBA-Brille" gesehen werden....

Ob BLACKPINK einen Song von GRÖNALUND singen würden oder ob umgekehrt Karo, Mabel und Sarah die Songs von Ji-Soo, Jennie, Roseanne und Lalisa singen könnten, bezweifel ich, ist aber auch nicht entscheidend......ich denke, hier macht schon jeder für sich das Richtige.... ;) ...Der Vergleich, den ich auch als humorvoll auffasse, wäre dann aber auch wohl nicht so ganz fair (für beide Seiten) und hinkt natürlich, denn während Grönalund momentan dabei sind, aus dem Haifischbecken deutscher Popmusik ihren Weg zu finden, sind Blackpink inzwischen Weltstars, die gerade dabei sind, dieses Haifischbecken selbst aufzufressen, um mal bei einem etwas blumigen Vergleich zu bleiben.........Wobei dann immer noch die Frage wäre, wie die Grönalund-Ladies klingen würden, wenn sie dazu auch noch tanzen würden.......Grönalund sagte dazu etwa sinngemäß, dass man bei einem entsprechenden Gesang das Tanzen nicht braucht, Blackpink würden sagen, dass es eben gerade die Kunst ist, beides gleichzeitig so perfekt zu beherrschen.......Beide haben da natürlich irgendwie recht, wenngleich ich da natürlich auch wieder von der einen Seite eine fehlende Anerkennung herauslese, die ich auf der anderen Seite nicht vermute.......Wie dem auch sei, wenn Du in 6 Wochen 2 Millionen Alben verkaufst, beantworten sich alle Fragen ganz von selbst...

Zu Deinem Abschnitt über Kleidung und Sexismus...........Ja, mit dem Sexismus ist das so eine Sache........Heutzutge soll es ja sogar Frauen geben, die sich sexuell belästigt fühlen, wenn man ihnen für einen kurzen Moment in die Augen schaut, was für mich persönlich schon eine Verhöhnung aller Frauen ist, die wirklich sexuell belästigt oder dumm angemacht werden und Verharmlosung des wirklichen Sexismus.....aber das ist wieder ein anderes großes Thema........ich persönlich finde es jetzt auch nicht so prickelnd, wenn da Gruppen alle mit den gleichen Outfits auftreten........Bei BLACKPINK sehe ich da schon eine sehr große Diversität in ihren Klamotten. Ob sie damit ein bestimmtes Publikum ansprechen, weiss ich nicht.....Wenn ja, dann sicher eben junge Menschen, was aber auch vollkommen normal ist........Wenn ich mir als Beispiel mal ihren INKIGAYO-Auftritt vom Sommer anschaue, dann sehe ich da sehr viel Stylishes, Modernes, aber nichts, was da die Musik selbst in den Hintergrund drängt.......JI-SOO KIM hier etwa mit einer langen Jeanshose und cool darüberhängender Jacke und einem Top, sehr sytlish und sehr erwachsen, JENNIE etwas Girly-like mit Sportschuhen und Kniestrümpfen, LALISA etwas Vamp-like mit ihrer ins Auge fallenden blauen vampartigen Jacke, ROSEANNE so ein bisschen etwas von allem.......Individuell, bunt und schön, wie ich finde......durchaus sexy, aber nichts aufdringliches, worüber sich ihr Auftritt definiert....

https://www.youtube.com/watch?v=3h2ldViJ75c

Teil 3 im nächsten Posting

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Dienstag, 1. Dezember 2020, 02:51

Teil 3

In Deinem letzten Abschnitt fragst Du mich, wie wir uns heutzutage ein Bild von der Welt machen sollen........Eine sehr gute Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist, denn wenn man heute Zeitungen liest und man sich im Netz informiert, dann wird man zu nahezu jedem Thema gleich 5 verschiedene Wahrheiten finden, je nachdem, ob man eine linksliberale, linkskonservative, neoliberale oder rechte Zeitung oder Berichte oder Anderes liest.......Ich bin der Meinung, man sollte sich zumindest eine EIGENE Meinung zu etwas bilden, sei es durch eventuelles Nachrecherchieren oder sei es einfach nur durch den gesunden Menschenverstand und man sollte beispielsweise nicht ungeprüft irgendwelche Zeitungsartikel, die im Endeffekt ja auch nur die Meinung eines einzelnen Redakteurs abbilden, blind übernehmen und sie quasi deckungsgleich zu seiner Eigenen machen. Und schon gar nicht sollte man ungeprüft solche Zeitungsartikel dann hier verlinken, ohne dass man selbst seine eigene Erfahrungen dazu gemacht hat, so wie das ja an den beiden letzten Tagen im Forum mehrfach passiert ist.......Wenn da beispielsweise in solch einer Zeitung steht, dass eine solche Gruppe wie BLACKPINK ein "aggressives Frauenbild" propagiert und repräsentiert, dann würde ich erwarten, dass man sich erst davon einmal selbst überzeugt in diversen Interviewsbeiträgen, in verschiedenen Auftritten und ähnlichem, ob das auch wirklich stimmt, bevor man solche Zeitungsberichte dann völlig ungeprüft hier verlinkt und sie sogar noch als die allgemeingültige Wahrheit hier verkauft........Und wenn einem dieser Aufwand zuviel ist, dass sollte man solche Links auch nicht setzen und es bleiben lassen. Es macht aber für mich keinen Sinn, hier Zeitungsartikel völlig ungeschminkt als eigene Meinung und Wahrheit zu verkaufen. .......Dazu passt ja auch Dein Beispiel mit dem Waschbecken, bei dem man in Sachsen eine andere Antwort erhalten hat als in Sachsen-Anhalt.......Man sollte immer seine eigenen Erfahrungen machen, bevor man etwas publiziert oder verbreitet, das ist meine Meinung..........Ich glaube auch, dass ein großer Anteil des heutigen Journalismus seine Arbeit eben NICHT mit besten Wissen und Gewissen macht.....Die meisten dieser Journalisten stehen unter einem bestimmten Leistungsdruck und Zwang......da haben wir sie wieder, diese beiden Wörter.......und sind daher an der wirklichen Wahrheit gar nicht mehr interessiert. Es zählt nur die schnelle Story, und je reisserischer, umso besser......Dieses Beispiel mit dieser exakt gleichlautenden Bezeichnung "aggressives Frauenbild" dass ich wortgleich in mehreren Zeitungen gefunden habe, ist das beste Beispiel dafür.......Man muss kein Experte oder Detektiv sein, um zu wissen, dass hier natürlich gnadenlos abgeschrieben wurde......

Für mich jedenfalls ist der K-POP genauso viel oder so wenig ausbeuterisch oder gar menschenverachtend wie der europäische Profifussball, das europäische Bankensystem, die europäischen Gesundheitsysteme bezüglich der Hungerlohn-Bezahlung von Krankenschwestern und Krankenpflegern, europäische Model-Agenturen, die europäisch/amerikanische Musikindustrie und noch vieles, vieles Andere mehr, die Liste könnte ich noch ewig fortsetzen.......Und wenn wir unser Haus irgendwann mal in Ordnung gebracht haben, wenn wir es irgendwann mal geschafft haben, endlich unsere Krankenschwestern und Krankenpflegern vernünftig zu bezahlen, wenn wir es irgendwann mal geschafft haben, dass Arbeiter in einer Stahlfirma nicht in einem ganzen Jahr weniger verdienen als ein Herr Kroos an einem einzigen Tag, nur weil er einen Ball vernünftig geradeaus kicken kann, wenn wir es irgendwann mal geschafft haben, dass alte Menschen nicht mehr hungern müssen, weil sie eine mickrige Rente bekommen, nachdem sie ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben und und und, dann können wir auch gerne auf andere zeigen und ihnen sagen, dass sie hier etwas falsch machen und dass hier Menschen vielleicht ausgebeutet werden.....

So, jetzt hoffe ich, dass ich mit meiner wieder viel zu lang gewordenen Antwort Dir nicht wieder was geraubt habe, Peter........weder Schlaf, noch ein Football-Spiel....... :D

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Dienstag, 1. Dezember 2020, 03:26

Zum Posting von Harry.......(ich habs erst endeckt nach dem Schreibn meiner obigen Postings)....

Da kann ich zunächst einmal absolut bestätigen, dass die 4 Mädels alles andere als Marionetten ihrer Produzenten sind. So weiss ich zum Beispiel, dass sie sich schon länger verbeten haben, dass Mitglieder ihrer Produzenten bei Interviews anwesend sind und ebenso haben sie sich entsprechende Briefings verbeten. Sie lassen sich, meinen Infos zufolge, nicht in ihre Privatsphäre reinreden und verfolgen teilweise auch eigene Projekte, die nichts mit YG zu tun haben. Ich denke, die 4 Frauen sind junge, intelligente, moderne Frauen, die genau wissen, was sie wollen und was sie wert sind. Und das ist tatsächlich etwas, womit die Vier auch wirklich etwas bewegen können.

Dazu kommt noch, dass sie als erste K-POP-Gruppe in einen wirklichen Fokus einer Weltöffentlichkeit gekommen sind, was ihnen natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten eröffnet.

Den generell allgemein größeren Leistungsdruck in der asiatischen Welt, hier vor allem in den wirtschaftlich mächtigen Staaten Südkorea, Japan, China sehe ich auch....

Auch zu allem weiteren, was Harry hier geschrieben hat, habe ich eine identische Meinung.......ich habe ja in meinen Vorpostings zu der teilweise "alternativen Wahrnehmung" von so manchen auch schon einiges dazu geschrieben...

Und in der Tat kommen so manche Männer mit der von Harry beschriebenen Blackpink-Attitüde nur schwer zurecht.........Die von mir oben schon thematisierte Bezeichnung "aggressives Frauenbild" in diversen Zeitungen ist dafür ein gutes Zeugnis....

Ja, es bleibt spannend

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Dienstag, 1. Dezember 2020, 09:58

Zu Harry, ich meinte Roy Black (das ist doch der Typ von RTL/Wörthersee?), muss allerdings sagen, ich habe das ein wenig sehr verschwommen geschrieben, so dass das auch auf Rex Gildo zutreffen würde. Den musste ich jetzt allerdings erst einmal googeln. Als DDR Bürger bis zum bitteren Ende und, sagen wir es einmal höflich, dem deutschen Schlager der damaligen Zeit nicht unbedingt zugeneigt, war er mir zwar ein Begriff, aber so richtig ein Lied oder etwas Anderes zuordnen konnte ich nicht wirklich. Aus den 70/80'er Jahren kenne ich aus dem Schlagerbereich nur Dschinghis Khan. Und damit wären wir wieder bei gecasteten Gruppen, sprich Blackpink/K-Pop.

Ich glaube, wir sind eigentlich nicht sehr weit auseinander Scotty, außer beim Musikgeschmack.
Was deine Sicht auf Asien angeht, ja, wir sind da sehr überheblich. Wir sind der Maßstab und haben die Wahrheit gepachtet. Wer nicht wie wir die Welt sieht, nicht die gleichen Ziele anstrebt, der macht es wenigsten falsch und definitiv nicht richtig. Das zieht sich durch unsere Gesellschaft, nicht nur in der Musik und dem Sport. Aber mal ganz ehrlich Scotty, macht es wirklich Sinn, sich darüber aufzuregen? Um dein Beispiel Corona einmal aufzugreifen. Diese Querdenker werden weiter um sich selbst herum tanzen und die Pandemie für beendet erklären, die Politik wird sich weiter über den richtigen Weg streiten und halbherzige, unentschlossene und widersprüchliche Entscheidungen fällen und zurücknehmen und ändern, Datenschützer werden unsere Freiheit und Unverfolgbarkeit feiern, Gläubige in die Kirche gehen um Gottesdienste zu feiern und ihrem Gott zu danken, dass sie immer noch leben - bis, ja bis wir irgendwann für den Rest der Welt einfach unbedeutend sind.
Ich bin da voll bei dir Scotty. Und ich könnte mir vorstellen, etwas mehr asiatische Mentalität (ich finde Harry hat das sehr gut beschrieben) oder andere, nichteuropäische Ideen würden uns, aber auch der ganzen Welt ganz gut tun. Man sollte sich einmal die ganze Welt anschauen und versuchen das Positive zu erkennen und die Auswüchse zu beseitigen.
Ich bin doch immer noch nicht bei Blackpink, aber meine Zeit ist auch erst einmal vorbei. Später vielleicht noch mehr.

152

Dienstag, 1. Dezember 2020, 12:56

Jetzt zu Blackpink bzw K-Pop.
Da unterscheide ich mich dann deutlich von dir Scotty. Ich finde, man kann die beiden Sachen nicht trennen. Blackpink ist ein Produkt dieses Systems, im Augenblick dessen Aushängeschild. Und dann muss ich einfach auch damit rechnen, dass ich mit den Problemen/Auswüchsen dieses Systems konfrontiert werde. Das sie es jetzt geschafft haben und mehr oder weniger frei sind in dem was sie tun, mag ja durchaus sein, liegt aber bestimmt nur daran, weil sie einfach extrem erfolgreich waren/sind. Die meisten können das nicht. Das ist aber in unserer "westlichen" Musikwelt genau so. WIe die Jahre der Ausbildung und am Beginn der Karriere wirklich waren, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Ich möchte den 4 Frauen da jetzt auch weder etwas unterstellen, noch spekulieren.
Aber es gibt auch einfach genug westliche Biographien und Lebensläufe die, nachdem der Glimmer zusammengefegt und die Scheinwerfer verloschen sind, plötzlich ganz andere, dunkle Facetten zu Tage treten lassen.
Ich persönlich halte dieses System des K-Pop, nachdem was ich bisher darüber gelesen habe, für ausbeuterisch und menschenverachtend. Aber, wie schon früher einmal geschrieben, wir haben keinen Grund uns da als bessere Menschen zu sehen. Auch wir, damit meine ich jetzt das westliche, freiheitliche, moderne System haben auch solche Bereiche, die keinen Deut besser sind. Du wirst das jetzt als linksradikal bezeichnen Scotty, aber für mich ist die einzige Ursache dafür die Erzielung von Gewinn (Wachstum und Gewinn ist meiner Meinung nach der Slogan unserer Zeit), egal mit welchen Mitteln und Folgen.
Und so wie du das Beispiel Messi angeführt hast, möchte ich dazu auch noch ein paar Worte sagen. Ja, ich finde auch der ist schamlos ausgebeutet worden. Auch wenn es ihm mehr als sehr gut bezahlt wurde und er inzwischen bis zu einem gewissen Grad auch über dem System steht. Ich finde es menschenverachtend einen Jungen aus seiner Familie zu reißen und zu drillen. Ob er das jetzt genau so sieht, weiß ich nicht. Aber es würde mich nicht wundern, wenn er das in 10 oder 20 Jahren einmal sagt. Dieses System hätte ihn mit 14 oder 18 Jahren sofort ausgespuckt, wenn sich herausgestellt hätte, er kann nicht das bringen, was man von ihm erwartet. Und den Meisten geht es so, im Fussball, wie im K-Pop (und da wird es sicherlich noch zig andere Bereiche geben), auch wenn sie schon als Kind das Ziel hatten, Fußballer oder Popstar zu werden.
Welcher Junge, welches Mädchen träumt nicht mit 8 oder 10 Jahren davon Fußballprofi, Popstar, Schauspieler zu werden? Und wieviele versuchen das dann ernsthaft, hängen sich voll rein, opfern dafür auch eine ganze Menge? Und wie viele stehen dann am Ende wirklich ganz weit oben? Ich finde es immer ganz toll, wenn die Paar, die es geschafft haben in Talkshows auftreten und sagen, man muss es nur einfach wollen, ganz fest wollen, dann funktioniert es auch (ich habe mal einen Lottomillionär im Fernsehen gesehen, der hat behauptet, ich habe einfach einfach nur ganz fest daran geglaubt, dass ich gewinne, das kann Jeder, wenn er es nur will - was für ein Schwachsinn). NEIN, das stimmt eben nicht. Es wird immer wieder Menschen geben, die von ganz unten, nach ganz weit oben kommen (siehe den geraden verstorbenen größten Fussballer aller Zeiten), aber das kann und wird nicht Jeder. Aber es wird uns tagtäglich so suggeriert. Auch an solchen Beispielen wie Blackpink und Messi. Ich finde das einfach...

Stell dir vor, einer der 4 Frauen hätte sich während ihrer Ausbildung ein Bein gebrochen, irgendwie kompliziert, langwierig. Blackpink wäre jetzt ein Trio oder in einer anderen Besetzung. Den Machern der Gruppe wäre das garantiert egal (den Frauen wahrscheinlich auch), dem Erfolg hätte es wahrscheinlich auch nichts ausgemacht. Das meine ich auch mit Austauschbarkeit und ich glaube, so hat es auch Groenalund zum Teil gemeint. Ich habe eine Hundertschaft von Menschen und suche mir für mein Projekt das aus, was ich glaube, was mir Erfolg bringt. Groenalund macht das sicherlich auch nicht anders mit seinen Sängerinnen, nur das er sie vorher nicht ausgebildet hat, sie deshalb nicht von ihm finanziell oder ihrem Gewissen gegenüber abhängig sind. Du wirst jetzt sagen, ja, die haben aber auch Verträge, sind dann an ihn gebunden - ja, ab einem gewissen Punkt ganz bestimmt. Aber ich finde es viel schlimmer, diese asiatische Mentalität, diese persönliche Verantwortung gerade bei jungen Menschen zusammen mit den finanziellen Druck auszunutzen. Wie gesagt nicht nur ein Problem des K-Pop, sondern auch unserer westlichen Gesellschaft.

Entschuldigung Scotty, wir sind jetzt meilenweit von deinem Thema abgekommen, also ehrlich gesagt, ich bin das. Aber manchmal...

Ich erwähne nur noch einmal kurz, damit mein Post an der richtigen Stelle steht, die Musik von Blackpink finde ich nicht wirklich so berauschend und wenn ich die durchgestylten Choreographien und die hektisch geschnittenen Videos sehe, dann tritt für mich der Faktor Musik in den Hintergrund. Auch ein Punkt, wo ich Groenalund Recht geben muß.
Nichtsdestotrotz habe ich kein Problem, wenn die 4 Frauen einen Erfolg nach dem anderen aufstellen.
Ich konnte auch nie etwas mit den Stones oder viele Jahre mit Pink Floyd anstellen. Und heute weiß ich, Rex Gildo hat Fiesta Mexicana und Roy Black Schön Ist Es Auf Der Welt Zu Sein gesungen haben.
Aber meine Meinung ist nur meine Meinung und die ist nicht wirklich relevant.

153

Dienstag, 1. Dezember 2020, 20:31

Teil 1

Ich denke auch, dass wir da in vielem Grundsätzlichen einer Meinung sind, Peter

Und ja, natürlich kann man die Gruppe BLACKPINK nicht gänzlich von dem Thema K-POP trennen, denn sie sind natürlich auch "Kinder dieses System", um es mal so zu formulieren. Das hast Du sehr treffend angemerkt. Aber man kann die Probleme eines ganzen Systems, ihre Auswüchse, ihre negativen Begleiterscheinungen, nicht auf eine einzelne Gruppe projizieren und dann unter dem Deckmantel eines angeblichen Expertenswissens ihnen jedes künstlerisches Könnens und ihre persönliche Ausstrahlung absprechen, nur weil man Probleme mit diesem System hat. Genau das aber ist hier an den letzten Tagen geschehen. ich erwähne das hier jetzt nur, weil Du mehrfach Bezug auf Grönalund und seine Argumente nimmst.

Wenn beispielsweise Du schreibst, dass Dir diese Musik nicht gefällt, dass sie Dir zu schrill ist oder eben nicht Deinem Geschmack entspricht, so ist das für mich eine ehrliche, seriöse und absolut akzeptable Aussage, mit der ich auch nicht einmal das klitzekleinste Problem habe. Sie ist einfach nicht diskutierbar, weil es eben Deine grundeigene Meinung ist.

Mir persönlich haben beispielsweise auch sehr viele erfolgreiche Künstler nicht gefallen.......Die Rolling Stones, Michael Jackson, Tina Turner, Frank Sinatra, ........alles legendäre Künstler, mit denen ich absolut NICHTS anfangen kann.......Aber ich würde niemals auf die Idee kommen, ihnen ihr künstlerisches Können abzusprechen.

Wenn aber an einem Donnerstag folgendes geschrieben wird....

Was soll ich sagen? Blackpink, nie von gehört, aber ich hab jetzt mal rein geschaut.

.....und dann am Freitag und Samstag riesenlange Postings verfasst werden mit angeblichem Expertenwissen über die ganz spezifischen Stärken und Schwächen einer Gruppe und der jeweils einzelnen Mitglieder, wo ihnen ALLES abgesprochen wird von Können über Singvermögen bis Ausstrahlung, ohne das man überhaupt etwas detailliertes über die ganz individuellen Fähigkeiten von diesen 4 Künstlerinnen und deren künstlerischen Werdegang weiss, Künstlerinnen, die man weder kennt noch anscheinend richtig einschätzen kann und mit denen und deren Werke man sich bisher auch überhaupt nicht befasst hat und sie auf ihre Körperlichkeit reduziert, mit der Begründung, dass ja die ganze Szene verdorben ist und dies untermauert mit riesenlangen Zeitungsberichten über irgendwelche Vergewaltigungen, die mit dieser Gruppe absolut nichts zu tun haben und dann auch noch riesenlange eigene Statements gibt, die man inhaltlich fast deckungsgleich in einer Berliner Zeitung lesen kann, dann ist das für mich keine seriöse Bewertung von Künstlern und deren Fähigkeiten und Leistungen..

So ist auch meine Bemerkung zu verstehen, dass man die Gruppe BLACKPINK und die K-Pop-Szene inhaltlich trennen muss, wenn es einem um eine seriöse und sachliche Analyse und Expertise geht...

....und wenn derjenige dann an diesem besagten Donnerstag, nachdem er diese Gruppe gerade mal wenige Minuten kennt und 2,3 ihrer Videos gesehen hat, von "singenden Models ohne emotionalen Ausdruck" schreibt, dann ist das für mich einfach nur eine unfassbar oberflächliche, absolut nichtssagende und auch noch sachlich falsche Aussage, die kein gutes Licht auf denjenigen wirft...

Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff "Austauschbarkeit"........ich denke nicht, dass Du und Grönalund diesen in einer gleichen Form gemeint haben.......

Stell dir vor, einer der 4 Frauen hätte sich während ihrer Ausbildung ein Bein gebrochen, irgendwie kompliziert, langwierig. Blackpink wäre jetzt ein Trio oder in einer anderen Besetzung. Den Machern der Gruppe wäre das garantiert egal (den Frauen wahrscheinlich auch), dem Erfolg hätte es wahrscheinlich auch nichts ausgemacht. Das meine ich auch mit Austauschbarkeit und ich glaube, so hat es auch Groenalund zum Teil gemeint. Ich habe eine Hundertschaft von Menschen und suche mir für mein Projekt das aus, was ich glaube, was mir Erfolg bringt. Groenalund macht das sicherlich auch nicht anders mit seinen Sängerinnen, nur das er sie vorher nicht ausgebildet hat

Ich verstehe sehr gut, was Du meinst, Peter, und am Anfang einer solchen Ausbildung ist das Geschehen natürlich noch relativ unübersichtlich. Aber ich bin hier speziell in Bezug auf BLACKPINK etwas anderer Meinung......Ich behaupte mal, dass auch nur bei dem Fehlen einer dieser 4 Frauen dieser Erfolg mit BLACKPINK nicht möglich gewesen wäre. Es wäre dann trotzdem eine erfolgreiche Musikgruppe geworden mit guten Erfolgen, aber sie wären vermutlich im Kosmos der K-Pop-Szene geblieben und außerhalb Asiens würde sie kaum jemand kennen......Aber dieser Welterfolg war nur mit dieser Kombination dieser 4 Frauen gemeinschaftlich möglich.....Da muss einfach alles zusammenpassen......Wie oft habe ich hier im ABBA-Forum schon gelesen, dass ABBA nicht diesen Erfolg hätten haben können, wenn auch nur Einer von ihnen gefehlt hätte. Und das ist auch absolut richtig. Da war Benny, der ideengeber für so viele Melodien, da war Björn, der die Stärken der Einzelnen so gut moderieren konnte, da war Frida, eine brillante Sängerin und kongeniale Partnerin von Agnetha, und da war natürlich Agnetha, die große Ikone von ABBA und das musikalische Universalgenie......keiner hätte fehlen dürfen......So sehe ich das auch bei BLACKPINK.......

BLACKPINK wäre ohne JI-SOO KIM einfach nicht möglich. JI-SOO KIM ist die Ikone der Gruppe, das Aushängeschild, das künstlerische Universaltalent von Musik über Schauspiel bis Lyrik, sie hat die außergewöhnlichste Stimme, sie ist so etwas wie die geistige Leaderin der Gruppe, und der gute Geist, an der sich alle ausrichten.

LALISA MANOBAN ist der Blickfang, die Rapperin der Gruppe, diejenige, die für die "harten Moves" zuständig ist, die der Vamp der Gruppe sein kann und die trotzdem alle so lieb haben und die gerade bei den jüngeren so beliebt ist.

ROSEANNE PARK ist die mental so starke und redegewandte Frau der Gruppe mit großem organisatorischen Talent, die Musikerin, die viele Instrumente spielen kann mit einer interessanten Stimme, die bei den Songs oft im Dialog mit Ji-Soo's Stimme steht.

Und JENNIE KIM, die eine extrem tragende, ausdrucksstarke und stark ausgebildete Stimme hat, die für die Songs sehr wichtig ist, die Komponistin ist, die Ausgleichende, die Beruhigende, die bei den Songs bei rappigen Teilen oft im Dialog mit Lalisa ist.......

ich sehe da absolut keine Austaushbarkeit und es war im Prinzip ein absoluter Glücksfall für YG, dass sich diese 4 Personen zusammengefunden haben. So etwas ist auch nicht planbar, nicht einmal im perfektesten System einer K-Pop-Maschinerie......Und nur dadurch konnte BLACKPINK nach meiner Meinung zu diesem Phänomen werden, das über die asiatischen Grenzen des K-Pop's hinauskommen konnte......One in a million, wie der Brite zu sagen pflegt....

Teil 2 im nächsten Poting

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (1. Dezember 2020, 20:45)


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Dienstag, 1. Dezember 2020, 20:33

Teil 2

Und diese absolut fehlende Austauschbarkeit trifft auch für das Innenleben der Gruppe zu. Auch da ergibt sich eine überraschende und eher unerwartete Parallele zu ABBA......Eine überraschende Parallele zwischen einer organisch gewachsenen Musikgruppe und einer gecasteten Musikgruppe........Die ABBA-Mitglieder waren 4 Musiker die auch privat zusammenlebten, 2 Paare, die eigentlich alles über sich wussten, wodurch sich, zumindest als Musikgruppe, ein unglaublich großer Zusammenhalt ergab........Bei BLACKPINK ist das ähnlich......Die Vier leben nun seit etwa 6 Jahren alleine zusammen, noch bevor klar war, dass sie die Auserkorenen sind. Das tun sie bis heute, weil sie es selbst so wollen. Sie bezeichnen sich als Familie und gegenseitig als Schwestern und Ji-Soo ist ihre "Unnie"........ich bin ganz bestimmt nicht blauäugig und weiss natürlich, was es alles im Showbiz für Legenden und Image-Geschichten gibt.....aber dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, das familiäre Züge hat, erlebe ich hier als absolut authentisch und das bestätigen auch die Infos, die ich aus Südkorea so habe...

Mit Grönalund und seinen Sängerinnen kann man das nicht vergleichen......Das ist sozusagen eine Arbeitsgemeinschaft, eine Interessengemeinschaft, die gemeinsam ein künstlerisches Ziel verfolgen......Soweit ich weiss, gab es da auch schon ein Tausch bei den Sängerinnen zu den ersten Veröffentlichungen.....

Verletzungen sind da übrigens bei diesem anspruchsvollen physischen Tanztraining der Mädels immer mal drin, dann wäre halt eine gewisse Pause angesagt. Das ist aber auch bei jedem Sportler und bei jeder physischen Betätigung überall der Fall. Ji-Soo hat auch mal einen Bänderriss beim Training erlitten, der sie kurzzeitig auf Eis gelegt hat. Aber solche Dinge gehören eben auch leider immer mal wieder dazu.....für jeden Sportler, für jeden aktiv sich Betätigenden.

Natürlich haben solche leuchtenden Beispiele wie BLACKPINK oder LIONEL MESSI immer auch ihre unterschiedlichen Seiten, aber sie sind auch sehr positive Beispiele und auch Motivationshilfen für Andere, zumindest das eigene Leben in die eigene Hand zu nehmen und Dinge zu versuchen und anzugehen......Das leben ist nur kurz, und wer nichts versucht, hat von vornherein verloren.......Und keiner hat damals ja einen Lionel Messi aus Argentinien oder eine Lalisa Manoban aus Thailand entführt und irgendwo eingesperrt......Sie haben das alles ganz freiwillig getan, weil es das war, was sie wollten, und das sollte auch so akzeptiert werden...

Noch was zu dem Thema "hektische Schnitte" bei den BLACKPINK-Videos.........Ich finde nicht, dass dadurch die Musik in den Hintergrund gedrängt wird, sondern ich finde, sie wird dadurch sogar noch unterstützt und ihre Stilistik wird noch deutlicher in den Vordergrund gehoben.......Ich glaube, dass solch ein Musikvideo auch ein ganz eigenes Kunstwerk ist, das neben der Musik auch für sich selbst stehen kann.......Aus dieser Perspektive sehe ich diese BLACKPINK-Videos, die teilweise innerhalb 3 Minuten über unfassbare 250 Schnitte haben, also teilweise mehr als einen pro Sekunde, auch als kleine Kunstwerke.......Die Musik ist deswegen aber trotzdem für mich immer ganz klar im Vordergrund geblieben....

Ich finde sie jedenfalls spannender als diese relativ langweiligen Videos, die mit nur wenigen Schnitten arbeiten......Das ist dann aber auch die Frage, was mir ein solches musikalisches Werk sagen will und welche Stilistik es hat.........Wenn ich mir beispielsweise ein MY LOVE, MY LIFE anhöre bzw. ansehe, dann brauche ich da keinen einzigen Schnitt. Nur Agnetha mit dieser so wunderschönen Liebesballade.......Auch dieses Video ohne jeden Schnitt ist für mich ein Meisterwerk......Wenn ich dagegen ein KILL THIS LOVE mit den abwechselnden und so unterschiedlichen Stimmen der BLACKPINK-Ladies höre, dann mag ich diese vielen Schnitte zwischen der Frauen hin und her und sie unterstützen da noch die Dynamik dieses Songs.....

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155

Mittwoch, 2. Dezember 2020, 07:05

Zwischen so vielen interessanten und spannenden Diskussionen auch mal etwas Nettes zur Auflockerung..... ;)

ADVENTSZEIT - WEIHNACHTSZEIT....

Jetzt haben wir in 4 Tagen schon den 2.Advent und schon wieder steht das Weihnachtsfest vor der Tür...

Am HEILIGABEND des Jahres 2018 durfte mit BLACKPINK zum allerersten Mal eine Musik-Formation, die NICHT aus Japan kam, im riesigen KYOCERA-Nationalstadion im japanischen OSAKA das Heiligabend-Konzert bestreiten......Zuvor war diese Ehre immer nur japanischen Musikern zuteil geworden.....

Für BLACKPINK war es das dritte und letzte Konzert, dass sie an den Vor-Weihnachtstagen im jeweils immer ausverkauften KYOCERA-Stadion gegeben haben....

Nach ihrem regulären Programm verwandelten sich die 4 Girls dann in reizende "Weihnachtsfrauen"......

.....und sie sangen mehrere Weihnachtslieder.......Hier mal ein Ausschnit mit 2 davon....

Zuerst der Weihnachtshit von WHAM.......LAST CHRISTMAS.......in englischer Sprache...

...und dann noch das Lied von RUDOLPH, DEM RENTIER MIT DER ROTEN NASE.........in japanischer Sprache.....

Immer wieder beeindruckend, dieses überfüllte riesige KYOCERA-Stadion zu sehen......

https://www.youtube.com/watch?v=tLVnF5HqvN8

Schöne, bunte Weihnachtsszeit....... :)
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156

Mittwoch, 2. Dezember 2020, 15:45

Dann werde ich die besinnliche Weihnachtszeit auch nicht mit provokativen Kommentaren stören.
Ich hasse Smileys und verwende sie nie (weil ich sie meistens auch nicht verstehe), deshalb, das war ironisch gemeint.

157

Mittwoch, 2. Dezember 2020, 22:19

Ich weiss, dass das ironisch gemeint war, Peter...... ;)

Trotzdem möchte ich hier nochmal festhalten, dass Deine Postings zu keiner Sekunde in irgendeiner Weise provokativ waren, sondern immer sachlich, seriös, kompetent, interessant und nachdenkenswert....

Daher gerne jederzeit mehr davon..... :thumbup:


Nun wieder ein paar "Funny Moments"

Die Mädels scheinen wieder gerade so richtig, richtig, richtig viel Spaß zu haben........ :thumbsup:..................(obwohl manche sie doch so gerne in der Opferrolle sehen würden)....

Herrlich, da scheffeln die Mädels gerade so die Millionen und ärgern sich dann an der "Claw-Maschine", dass sie das kleine Kuscheltier nicht aus dem Apparat bekommen..................Solange jedenfalls Lisa sich darüber ärgern kann, das das kleine Monster wieder in den Apparat zurückfällt oder sich Ji-Soo so über den Kauf einer neuen Tragetasche freuen kann oder die Mädels so viel Spaß gemeinsam an der Massagebank haben können, oder sie sich nachts am Hotelpool bei "Schere, Stein, Papier" spielend amüsieren können, ist alles in Ordnung....... :thumbup:

Man kann da auch gut das Zusammengehörigkeitsgefühl der Vier erkennen......

Und herrlich auch, wie die besorgte "Unnie" Ji-Soo immer aufpasst, dass die Anderen keine Dummheiten machen....... :thumbsup: ;)

Viel Spaß beim Schauen.... ;)

https://www.youtube.com/watch?v=epp_o-eovUI
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (2. Dezember 2020, 22:33)


158

Gestern, 07:31

Bei diesen Bildern bekam ich wirklich "Gänsehaut".......(was nicht so oft vorkommt).......und da kann es einem wirklch "eiskalt den Rücken runter laufen"......

Fast 70000 Fans singen sich vor dem BLACKPINK-Konzert unter dem Nachthimmel von Japan mit deren Songs ein...

Unfassbare Bilder....

Solche Szenen hab ich noch nicht mal bei einem Fussballspiel gesehen...... (außer Anfield natürlich :thumbsup:, aber da sinds nicht ganz so viele Menschen).......und davon hab ich schon so einige gesehen.....

https://www.youtube.com/watch?v=XxopUR50qXY


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In der vergangenen Woche sind BLACKPINK mit ihrem Song LOVESICK GIRLS live in INDONESIEN innerhalb einer TV Sendung aufgetreten...

https://www.youtube.com/watch?v=RbrERLsh6lg

Der Song LOVESICK GIRLS hat zwar einen sehr "eingängig-süßen" Refrain, aber diesertäuscht, denn er entpuppt sich in Wirklichkeit als der gewollt bittersüße Teil eines eigentlich viel nachdenklicheren Liedes, das die Frage stellt, warum Menschen immer wieder nach neuer Liebe suchen, obwohl sie von nichts auf der Welt immer wieder so stark verletzt und zerstört werden wie von der Liebe....
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159

Gestern, 12:00

Dann kratze ich noch einmal an dem Hochglanzimage von Blackpink.

Als du die einzelnen Bandmitglieder so beschrieben hast, ihre Eigenschaften, Stärken... danach habe ich mir das noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
Genau das würde ich machen, wenn mir Jemand sagen würde, baue so eine gecastete Band auf, das hat mich voll an die Spice Girls erinnert. Eine die etwas glamorous ist, eine sportliche, eine die intellektuell wirkt, eine etwas jüngere, eine etwas wildere, einfach nur sexy wirkende. Genau das würde ich da machen. Viele Bereiche abdecken, je nachdem, was ich gerne möchte. Für Jede(n) meiner Zielgruppe Eine. Eine etwas älter (also natürlich nur minimal) die die große Schwester spielt, ein süßes Nesthäckchen, dass man..., heute geht nichts mehr ohne Rap, tanzen/posing ist auch immer gut. Genau das ist für mich so eine künstliche Band. Und wenn die dann noch "nebenbei" sich ganz zufällig für Mode interessieren, oder vielleicht in Filmen mitspielen wollen, vielleicht ein Instrument spielen oder schreiben - was will ich noch mehr? Dafür habe ich sie letztendlich auch darin ausgebildet, Geld investiert, damit sie am Ende eine Allroundgruppe werden. Tut mir Leid Scotty, aber genau das ist das künstliche Produkt was ich verkaufen möchte - für Jeden etwas, Jeder kann sich raussuchen, was er für Eine gerne hätte, was sich am besten vermarkten lässt. Es ist kein Erfolg vorprogrammiert, aber ich erhöhe meine Chancen enorm, dass dies Einer wird.
Das ist für mich so wie ein großes Regal mit Lebensmitteln und ich nehme mir davon das raus, was ich zum kochen brauche - auch wenn es nur das Beste ist. Und wo ich zwei zur Auswahl haben, entscheide ich mich für eins, vielleicht wegen der Farbe, der Verpackung oder dem Namen. Der Rest bleibt stehen.

Und seien wir einmal ganz ehrlich, so lange wie die Erfolg haben, wird doch Keiner ausscheren und sagen, aber das mache ich nicht (vom finanziellen Aspekt einmal ganz abgesehen, kann ich es mir wirklich leisten). So lange eine Band Erfolg hat, dringen solche Unstimmigkeiten doch ganz selten nach außen, außer man hätte gerne dieses Image oder es ist so unüberbrückbar, dass man es nicht mehr verbergen kann.
Verstehe mich jetzt nicht falsch Scotty, ich habe kein Problem mit dieser Herangehensweise, es sind ja auch bei uns im Westen eine ganze Reihe Bands/Gruppen auf diese Art und Weise entstanden, auch mitunter sehr erfolgreich und gut. Aber ich hasse es einfach, wenn dann drumherum solche tollen "Geschichten" gewoben werden und eine bunte Glitzerwelt vorgespielt wird. Das kann man gerne machen, aber ich habe daran überhaupt kein Interesse.

Ich fühle mich einfach in solchen Fällen nur verarscht, wie gesagt, es gibt genug westliche Beispiele wo gelogen wurde, dass sich die Balken biegen, siehe Milli Vanilli, Queen/Freddy Mercury, FGTH und was weiß ich noch. Und ich glaube auch, wäre Under Attack (für mich einer der besten Titel von ABBA überhaupt) eine weltweite Nummer Eins geworden, auch ABBA hätten trotz Differenzen weiter gemacht. Solange der Erfolg da ist, können die Meisten damit leben. Aber irgendwann ist das Verhältnis Erfolg/Geld auf der einen Seite, Ärger/Streit/Differenzen auf der Anderen dann in so einer Schieflage, dass es einfach vorbei ist.
Und einmal rein theoretisch, wirklich nur als Gedankenspiel, eine der 4 Blackpink Ladys wollte nicht mehr, sie hätte mit allergrößter Wahrscheinlichkeit gar keine Chance, auszusteigen, außer vielleicht ganz. Ich glaube auch nicht alles was da über die Verträge geschrieben wird, aber ich bin auch fest davon überzeugt, dass deren Verträge schon drastische Strafen dafür vorsehen (Von der asiatischen Mentalität einmal ganz abgesehen, dass es wahrscheinlich Keine machen würde). Wahrscheinlich wäre dadurch auch die Karriere von allen Vieren danach beendet.

Trotzdem möchte ich hier nochmal festhalten, dass Deine Postings zu keiner Sekunde in irgendeiner Weise provokativ waren, sondern immer sachlich, seriös, kompetent, interessant und nachdenkenswert....
Ich weiß, dass ich es bin. Ich sehe an jedem Würfel 7 dunkle, schlechte Seiten und den Schatten. Und halbvolle Gläser gibt es bei mir nicht.
Und das mir die Musik von Blackpink nicht wirklich... weißt du. Und wenn es ein Weihnachtslied gibt, was ich inzwischen absolut hasse - ich schalte sofort um oder ab, wenn es läuft (Ich habe es mir trotzdem angehört, einfach aus Interesse wie es bei denen klingt) - du hast es natürlich gefunden.
Ich schaue mir allerdings keine jubelnden, singenden Fans an.

160

Gestern, 19:28

Teil 1

Ja, ich mag es ja, Peter, wenn Menschen an der Oberfläche kratzen, wenn Dinge hinterfragt werden, wenn nicht alles sofort für bare Münze genommen wird, und wenn Menschen nicht völlig arglos und ungeprüft hier Zeitungsausschnitte verlinken und den Inhalt dieser Berichte 1:1 zu ihrer eigenen Meinung machen und diese vielleicht noch als die ihre Eigene verkaufen. Ich mag es, wenn Menschen nicht blind irgendwelchen anderen "Vorrednern" oder "Einflüsterern" nachlaufen.... (heute nennt man das ja gerne ganz trendy "Influencer")

Ich mag es allerdings auch, dass Dinge auch entkräftet werden können und in einen realen Kontext gebracht werden und dass Dinge auch in entsprechende Relationen gebracht werden können...

In Deinem obigen Abschnitt monierst Du nun also die künstlerische und persönliche Diversität der Blackpink-Ladies, ihre Unterschiedlichkeit und ihre Individualität und "brandmarkst" es sozusagen als die typische Vorgehensweise bei Casting-Gruppen, wo doch für jeden etwas dabei sein soll und wo doch jede Vorliebe angesprochen werden soll.....Ich verstehe Deine Beweggründe dazu, aber :

Ich habe die unterschiedlichen künstlerischen Fähigkeiten und Persönlichkeiten der 4 Frauen aber aus einem völlig anderen und sehr wichtigen Punkt angesprochen, nämlich denjenigen, dass diese künstlerische Diversität und diese unterschiedliche persönliche Diversität absolut essentiell und mitentscheidend dafür war, dass BLACKPINK diesen enormen Erfolg KÜNSTLERISCH haben konnten. Weil es nämlich eine Kombination verschiedener künstlerischen Stärken und Fähigkeiten bedarf, um über eine künstlerische Grenze zu kommen. ......So etwas kannst Du nicht einfach mal so künstlich zusammenstellen. Auch nicht in der Maschinerie eines K-Pop-Systems........Denn so was muss aus den 4 Frauen selbst herauskommen, die Kombination dieser diversen Stärken und Persönlichkeiten muss aus den 4 Frauen selbst kommen, es muss sozusagen organisch wachsen und so etwas kann sich erst richtig entwickeln und entfalten, wenn diese Protagonistinnen schon zusammen sind und jahrelang an sich arbeiten,.

Du kritisierst hier diese Diversität. Ein typisches Merkmal einer Casting-Gruppe, sagst Du......Dann frage ich Dich, was Du dazu sagen würdest, wenn sie das Gegenteil wären.....Alle gleich, uniform, so eine Art von 4 Zwillingen mit den gleichen Merkmalen........ich bin mir relativ sicher, so wie ich DIch hier nun kennenlernen konnte, dass Dir auch das nicht gefallen würde. Und dies meiner Meinung auch zurecht........Da bleibt dann aber die Frage, ob eine gecastet zusammengestellte Gruppe dann da überhaupt jemals eine Chance bei Dir hätte

Wo liegt der Unterschied etwa zu erfolgreichen organisch gewachsenen Gruppen wie BEATLES oder ABBA ?.........Auch diese beiden Gruppen konnten nur Erfolg haben, weil sie aus extrem diversen Persönlichkeiten bestanden mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten.........Dabei war ABBA nicht einmál eine musikalisch gewachsene Gruppe wie die Beatles, die sich zusammengefunden haben, weil sie zusammen Musik machen wollten. Bei ABBA waren es ganz einfach 2 Liebespaare, die nur deswegen zusammenkamen, weil Benny und Björn befreundet waren.......Die Mitglieder von ABBA sind in ihren Persönlichkeiten extrem unterschiedlich und haben ganz unterschiedliche Fähigkeiten, obwohl so mancher ABBA-Fan dies nicht gerne hört und diese alles gerne gleich machen wollen. gleiche Fähigkeiten, gleich wichtig, gleich gut......So war es aber nicht.......Das waren und sind ganz unterschiedliche Individuen mit unterschiedlichen Fähigkeiten........Bei den Beatles war es genauso, John war ein Gegenpol zu Paul, George war wiederum ein völlig Anderer.

Warum aber sollte ich diese Diversität bei den einen kritisieren, während ich sie bei den anderen bejubele, nur weil sie sich in einem Musikinternat kennengelernt haben und weil der Weg, zusammenzukommen, ein etwas anderer war ?........Das Endergebnis ist das Gleiche

Wenn mich heute ein Musikmanager fragen würde, ob ich ihm eine Formation zusammenstellen könnte mit 4 ganz unterschiedlichen Charakteren und unterschiedlichen Fähigkeiten, dann würde ich ihm antworten, das das kein Problem ist...........Der Punkt ist dann eben nur, dass der Erfolg dieser Formation dann voraussichtlich doch überschaubar bleiben würde, weil es eben nicht ausreicht, nur unterschiedlich zu sein.........Denn um einen solchen Erfolg generieren zu können, brauchst Du 4 absolut geniale Talente, 4 absolut außergewöhnliche und charismatische Künstler, bei denen noch dazukommen muss, dass sie nicht nur künstlerisch, sondern auch persönlich zusammenpassen müssen........Und so etwas kann man nicht erzwingen....niemand.....egal, ob Du organisch zusammengefunden hast, oder ob Du erst nach der Zusammenstellung einer Formation zusammengewachsen ist...........Das kann kein europäischer Musikmanager und auch kein Manager aus der K-Pop-Szene

Nein, das kann man nicht darauf reduzieren, dass da einer für jede Zielgruppe jemanden auswählt und dann meint, es würde funktionieren.....So etwas funktioniert nicht.......Wenn Du über eine bestimmte Grenze kommen willst, eine bestimmte Grenze des Könnens, der Entwicklung, der Persönlichkeit, dann muss das immer aus einem selbst kommen.......Da kann kein Musik-Manager aus West oder Ost etwas dagegen tun.........Und Charisma kann man sich ohnehin nicht antrainieren und man kann es auch nicht erlernen........Man hat es ganz einfach oder man hat es nicht.

Ich halte es für schwierig, die Diversität von ABBA zu bejubeln, eine blonde und eine dunkle, eine stimmlich hohe und eine stimmlich tiefe, rationale ABBA-Männer und eine von der Inspiration lebende Agnetha usw. und dann genau diese Diversität bei einer Gruppe, die anders zusammengekommen ist, zu kritisieren.........Das wäre dann eigentlich nicht fair und das führt auch, so glaube ich, nicht zum Ziel..

Teil 2 im nächsten Posting

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