Beiträge von rpbt

    Wenn Dir die Gemini-Version am besten gefällt, Rupert,...

    "Am besten gefällt" - ich bin da noch am Grübeln. Natürlich ergänzen sie sich. Du wirst aber sicher das Gefühl kennen, daß die Version eines Musikstückes einen prägt, die man am längsten kennt. Da haben Gemini bei mir dreißig Jahre Vorsprung.

    Wir sollten uns, finde ich, etwas von der Denke verabschieden, daß es Versionen eines Liedes sind. Auf diesen Irrweg führt der gemeinsame Titel. Wir sollten das lieber als zwei Lieder ansehen, die einen großen Teil des Refrains gemeinsam haben,

    Und unsere subjektiven Einschätzungen sind da verschieden. Du findest die Agnetha-Version (welche von den dreien ist das? Sax-, Nanana- oder Instrumental-Intro?) mitreißend und die von Gemini schwülstig - ich finde die Gemini-Version in Harmonie und Melodie der Strophen wesentlich kurzweiliger als die ABBA-Versionen.

    Dabei geht keinerlei Vorwurf an Karin Glenmark, die sicherlich ihr Bestes gegeben hat ,......:Aber sie ist eben keine Agnetha Fältskog......

    Kennst Du die vier Wörter, mit denen man JEDEN Musiker fertigmachen kann?

    "Mozart ist er keiner!"

    Karin Glenmark ist Karin Glenmark, und Agnetha ist Agnetha. Abschweif: Ich habe erst kürzlich gesehen, daß die Familienband der Glenmarks sogar gegen ABBA angetreten ist beim Melodifestivalen 1974. Fand ich sehr interessant. Tja, die Szene in Schweden war eben nicht so groß.

    Aber Benny und Björn waren damals bei Gemini ja sowieso teilweise auf einem Irrweg........

    Wir irren alle; große Menschen irren eben größer.


    Viele Grüße,


    Rupert

    Nach langem Grübeln möchte ich mich doch mal zu der JLT-Frage äußern, die derzeit gerade wieder im Voyage-Show-Thread diskutiert wird.


    Wir besitzen (d.h. ich besitze) folgende Versionen:

    1. "Final Sax Edit" Version, wo die Strophen mit seltsamen aufsteigenden Baßtönen unterlegt sind;

    2. "Na Na Na"-Version;

    3. Version mit instrumentalem Intro, darin enthalten das Intro-Thema von "Under Attack".

    Wenn es noch weitere gibt, kenne ich die noch nicht.


    Davon abzugrenzen ist die Gemini-Version von 1985, die mit ABBAs Version nur den Refrain gemeinsam hat (von "Just like that..." bis "But I led him on..."). Das ist die Version, die ich lange vor ABBAs Versionen kennengelernt habe, da sie oft im Radio lief. Dadurch bin ich natürlich auf diese Version geprägt.


    Mir (ganz persönlich, ausschließlich mein Geschmack!) kommt die Gemini-Version reifer vor, da die Melodie der Strophen für mich mehr Eigensubstanz hat als bei ABBAs Versionen; ehrlich gesagt, für mich plätschern diese Strophen bei ABBA recht ereignisarm dahin. Das paßt natürlich wieder zum Text, in dem die Rede davon ist, wie ereignisarm das Leben früher dahinplätscherte.


    Da wir drei verschiedene Versionen von ABBA haben sowie eine von Gemini, kann sich doch wirklich jeder seine Lieblingsaufnahme aussuchen.

    Was würde denn passieren, wenn ABBA eine "endgültige" Version herausbrächten? Sie würden eine Version bevorzugen und diese verfeinern.

    Das heißt, mindestens die Hälfte der Fans würde sagen, Mist, die haben die falsche Version genommen, oder wären mit der Art der Verfeinerung nicht einverstanden (zu viel dran gemacht / zu wenig dran gemacht / zuviel oder zuwenig Schlagzeug, Synthi, etc.). Da haben ABBA nichts zu gewinnen, nur zu verlieren.


    Also finden wir uns mit den drei Versionen ab - hier haben wir doch auch wertvollen Einblick in ABBAs Werkstatt, auf ihre Vorgehensweise, wenn sie aus Einfällen Lieder machten. Und noch etwas zur Tonqualität:

    Ich bin auch Klassikhörer, und da stehen wir oft vor dem Dilemma, daß großartige Aufnahmen leider sehr alt sind. Und heute dirigiert eben keiner mehr wie Furtwängler, und es singt eben keiner mehr wie Max Lorenz den Tristan oder wie Fritz Wunderlich den Tamino. Da bleibt dem Kunstbegeisterten nichts Anderes übrig - der Rauschfilter muß bei uns im Kopf arbeiten. Bei "Just Like That" werden wir ähnlich vorgehen müssen.


    Rupert

    "Tiger" ist ein Beispiel für ABBAs Vielseitigkeit, keine ganz typische Nummer. Aber fetzig! Und Agnethas Schrei zum Schluß läßt einem schon mal die Haare zu Berge stehen!


    Rupert

    "I have a dream" ist ein sehr schönes, eingängiges Lied, aber im Verhältnis zu anderen ABBA-Liedern besonders einfach gestrickt. Ein Lied zum sofortigen Mitsingen, das sich dadurch aber nicht mehr in unserem Kopf "weiterentwickelt" wie andere ihrer Lieder, die beim ersten Hören spröder erscheinen. Daher überrascht es mich keineswegs, daß gerade über dieses Lied die Meinungen weit auseinandergehen.


    Rupert

    Bin ich der einzige, dem dieser geknickte Schriftzug überhaupt nicht gefällt? Sieht total behämmert aus..

    Hmm... Wo Du recht hast, hast Du recht. Nicht besonders stilvoll, und die Farbwahl flasht mich auch nicht gerade.


    Rupert

    Interessant - das kannte ich noch gar nicht.


    Es ist großartig, was man auf YT alles findet. Zur Zeit bin ich ganz hin und weg von Anni-Frids Coverversion des Beatles-Liedes "The long and winding road". Beatles und ABBA (okay, teilweise; Frida singt, und Benny hat's produziert und / oder arrangiert) - gibt's eine bessere Kombination?


    Vorsicht - das Video beginnt mit einem Jingle. Aber dann kommt das Lied.


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    Rupert

    Klar, das sind jetzt natürlich noch ungelegte Eier.

    Ich hatte das schon mal über das Album "Voyage" gesagt:

    Daß es auf Nummer Eins in die Hitparade einsteigen würde, war klar.

    Daß es jetzt ein halbes Jahr in der Hitparade ist, zeugt von seiner Qualität.

    Genau so wird es mit der Show sein.

    Daß erst mal die Neugier groß ist, ist klar. Aber es wird sich nach wenigen Tagen entscheiden:

    Kommen die Leute raus und sagen: "Och ja, das war nett"? Dann läuft das vielleicht zwei, drei Jahre.

    Oder sagen sie: "Boah, ey! Unglaublich, absolut der Hammer! Gleich noch mal!"

    In popligen drei Wochen werden wir etwas schlauer sein.

    Mit dem Album haben ABBA meine Erwartungen weit übertroffen.


    Rupert

    Nein, ABBA hat sich in Sachen LGBTQIA+ überhaupt nichts vorzuwerfen, aber D&G. Kinder, die durch in-vitro Fertilisation entstanden sind, als "synthetisch" und die traditionelle Familie als "einzig wahre" Familie zu bezeichnen, finde ich zynisch und anmaßend. ...

    D&G sind Italiener, und diese sind doch alle Katholiken. Also, was erwartest Du?

    Sehr interessant, daß - im krassen Gegensatz z.B. zu den Bildern auf den "Voyage"-Alben - Björn und Benny nun doch wieder ihre 70er-Jahre-Frisuren tragen dürfen. Finde ich gut.


    Rupert

    Wobei ich gerade einmal anmerken möchte, dass das Foto für die CD etwas unvorteilhaft ausgewählt wurde... daran erkennt man sicherlich schon, dass es sich um ein Bootleg handelt. Das muss wohl eine Probe vor einem TV-Auftritt gewesen sein, denn sie tragen dort Freizeitkleidung und keine Bühnen-Outfits. Und ich denke nicht, dass Agnetha mit diesem Foto auf einem Cover einverstanden gewesen wäre... Björn sieht ebenfalls etwas übermüdet aus.

    Du hast recht, daß dieses Foto es sicher nicht auf das Cover einer von ABBA abgesegneten Platte geschafft hätte. Aber gerade das Foto finde ich hübsch, es ist so ein ungezwungener Schnappschuß. Die Fotografiergesichter unserer vier Lieblinge kennen wir doch zur Genüge. Bin gespannt, ich habe mir die CD bestellt.


    Rupert

    Wenn ich nun dieser Rakete beim langsamen Verglühen zusehe, kann ich mal vorläufig zusammenfassen:


    "Voyage" war in Deutschland

    3 Wochen die Nummer Eins

    9 Wochen unter den ersten Drei

    13 Wochen unter den ersten Zehn

    18 Wochen unter den ersten Zwanzig -


    - das dürften alles ziemlich einsame Rekorde für Musiker der Altersklasse 70+ sein, oder? ;) Also für Neuheiten, nicht für Rückblick-Alben.


    Rupert