Beiträge von Waringer

    Auf der Zugfahrt zur Arbeit per Smartphone/Bluetooth-Ohrhörer. Im Auto per Anlage, CD mit mp3 (68 Songs in Endlosschleife). Daheim über TV/Festplattenreorder/Usb-Stick/mp3.


    Kurioserweise wird vom Festplattenrecorder aus irgendeinen mysteriösen Grund der Song „Me and I“ (und immer nur der) außerhalb der Abspielreihenfolge mit doppelter Geschwindigkeit abgespielt. Klingt gar nicht mal — so gut. Das gleichePhänomen passiert manchmal mit dem tablet.

    Die Musikkritiker unter euren damaligen Mitschülern, die ABBA lästerten, sind keine 14 mehr, man kann bei ihnen einen gewissen Reifeprozess erwarten. Vollkommen unabhängig von der Qualität der neuen Songs (unter Garantie werden die Songs toll sein) werden die neuen Songs einschlagen wie eine Bombe, die Medien werden einen Riesentrubel veranstalten, mit Sondersendungen und allem drum und dran. Auch in den Charts werden sie raketengleich an der Spitze schießen, weil alle Fans von früher zugreifen werden. Wielange sie sich in den Charts halten können, ist eine andere Frage. Auch unter den Nachgeborenen werden einige Neugierige zugreifen.

    Die Entwicklung war vor 3 Jahren, als die ersten Gerüchte — vermutlich ein Versuchsballon — in Huffington post India lanciert worden waren und die ersten Interviews gegeben wurden, absolut nicht absehbar. Sobald die 4 + X (?) Songs veröffentlicht werden und die Abbatare über die Virtuellen Bühne gefragt sein werden, kann alles passieren, ist grundsätzlich alles möglich. Theoretisch könnten ABBA ganz gemütlich ein paar Jahre lang ein oder 2 Songs pro Jahr ganz unaufgeregt veröffentlichen, eine schlichte Meldung über die Medien, nach den Motto: „hier, ein neuer Song, in allen gebräuchlichen Darreichungsformen käuflich erwerbbar“ würde vollkommen genügen.

    Hätten ABBA ihr Projekt 1982 nicht eingestellt, wäre es nie zum Gold-Revivial gekommen.
    Man stelle sich vor, ABBA hätten Winter 1985 zur Überraschung der Fans und der Fachwelt das Album „ABBA - we are still alive!“ veröffentlicht. Das Album wäre eingeschlagen wie eine Bombe, wobei die Chartplatzierungen nach kurzer Zeit eingebrochen wäre. Das 1986er-Album wäre dann hochgradig avantgardistisch und experimentell gewesen, was die Fans von früher verschreckt hätte und die Teenies ratlos zuückgelassen hätte. Das 1987er-Album, bei denen das Motto „zurück zu den Wurzeln“ gelautet hätte, bei dem der klassische ABBA-Stil aufgegriffen worden wäre, hätte den Niedergang nicht mehr retten können. ABBA wäre sang- und klanglos als Band, die mal in den 70ern erfolgreich war, untergegangen.


    Glücklicherweise ist es so nicht gekommen.
    Nur weil ABBA auf dem Zenit ihres Erfolgs aufhörten, konnten sie als die strahlende, unglaublich erfolgreiche Band mit zeitloser Musik im kollektiven Gedächtnis bleiben. Unabhängig von den Charts und wechselnden Musikströmungen blieb ABBA quasi subcutan in den Familien Kult. Nur so war das in den 90ern erfolgte Revival möglich.

    1982, bei „Pausenbeginn“, war ich 8 ...
    Nichtsdestotrotz gehe ich von einem einmaligen Event (Fernsehshow + Avatar-Tournee) aus. Dass da ABBA 2.0 draus wird, glaube ich nicht, die werden sich keinen überflüssigen Stress machen. Je mehr neue Songs sie heraus bringen würden, desto stärker wäre der Druck der Fans und Medien, ohne Avatare, in Fleisch und Blut, aufzutreten. Ich gehe davon aus, dass von den 4 , sobald die Avatar-Geister am Ende der Tournee wieder in die Flasche verstaut werden, nichts weiter nachkommt. Die beiden Songs + ein Überraschungssong (vermute ich einfach mal so) wird man pünktlich zum Weihnachtsgeschäft käuflich erwerben können.

    Am besten wäre es, den einmaligen, avatarverstärktem Auftritt als einmaliges, sich nicht wiederholendes Geschenk an die treuen Fans zu betrachten. Wer zu viele Hoffnungen und Wünsche in diese Sensation hineininterpretiert, wird nur enttäuscht. Eine Wiederaufnahme der Band-Tätigkeit mit Alben und Tourneen werden sich die Vier wohl kaum in ihrem Alter antun.

    Der Song ist extrem kraftvoll und war damals auf der Höhe der Zeit. Nur, als 8-Jähriger hatte ich damals mich für ABBA nicht sonderlich interessiert. An dem Visitors-Album kann man deutlich das Potential der Band erkennen, auch mit harten Einschnitten die Zeitgeist-Musikströmung aufzunehmen und mit Elementen des klassischen ABBA-Sounds zu kombinieren.