Beiträge von Gassi

    Was zu diesem Zeitpunkt natürlich auch zubuche schlägt, sind diejenigen Informationen die ohnehin schon bekannt sind. Es ist schon, natürlich auch spekulativ, mehr ans Tageslicht gerückt. Beispielsweise die Anzahl der Songs: es wurde zwar nicht explizit bestätigt, und man redet immer noch um den heißen Brei herum, dennoch lässt vermuten, dass mehr Songs veröffentlicht werden. Dadurch, dass Björn erwähnt, dass sie immer noch regelmäßig im Studio sind, liegt offensichtlich auf der Hand, was da wohl auf uns zu kommt. Man konnte diese Information nicht mehr verbergen, die sich schlussendlich hartnäckig hielt, und geht nun in die Offensive.

    Ich für meinen Teil könnte mir folgendes Szenario vorstellen:


    Bekanntgabe des offiziellen Releasetermins im Juni.


    Die angekündigten Songs erscheinen Oktober/November 2021 (in welcher Form ist für mich noch unklar).


    Um Weihnachten herum die Ankündigung eines neuen Albums.


    Albumrelease im April 2022.


    ABBAtar Event in London im Sommer 2022.


    November 2022: Veröffentlichung einer "Live" DVD vom Sommer.

    Es tut sich etwas ... eventuell ;-)


    Das neueste BBC-Interview mit Björn war zu gleichen Teilen aufschlussreich und ernüchternd.


    Zum einen freut es mich sehr für alle vier, dass ihnen ABBA nach dieser Zeit immer noch viel bedeutet und wie sehr sich Björn für Songwriter*innen einsetzt.


    In dem Interview verstecken sich ein paar Details, die interessanter sind, als sie zunächst vermuten lassen...


    Nächstes Jahr steht das große 50-jährige Jubiläum unserer vier Schweden an: 50 Jahre ABBA! Dieses wird dann höchstwahrscheinlich mit den groß angekündigten ABBAtaren zelebriert. Offensichtlich, wenn man Björn aus einem vorhergegangenen Interview glauben darf, mit einem stationären Event in London. Hinzu kommen dabei noch diverse Songs.


    Ihm ist es verboten worden über das Projekt zu sprechen - wenn wir ehrlich sind: mit mäßigem Erfolg.

    Dann die interessante Frage, wann nun die fünf neuen Songs erscheinen werden. Seine Antwort: sie würden schlussendlich dieses Jahr herausgebracht.


    Was man hier zwischen den Zeilen hören kann: fünf Songs? Es wurde von ihm nicht bestätigt... aber andererseits auch nicht verneint. Fragen die nun im Raum stehen: Hat er es verworfen es zu verneinen, da er sich zu oft verplappert hat und es tatsächlich mindestens fünf Songs sind? Oder hat er auf plumpe Weise versucht, dieses Thema einfach zu umschiffen? Beides hat eines gemeinsam: mit Worten keine konkreten Aussagen treffen.


    Dann noch der Kommentar, dass sich die ABBA-Mitglieder zwischendurch treffen, natürlich pandemiekonform, mit Tests und Masken. Doch welcher Umstand setzt voraus, dass man sich persönlich treffen muss? Besprechungen bezüglich des Projekts wären schließlich über Onlineplattformen möglich, eventuell auch via Telefon. Warum von Angesicht zu Angesicht? Steht dahinter ein "feierliches" Unterschreiben des Vertrags mit Universal, dass bald die Songs veröffentlicht werden, (egal in welcher Form) um einen Releasetermin festzulegen? Oder war man gar wieder im Studio?


    Zudem die kleine Beibemerkung, dass es bald Neuigkeiten geben würde...


    Ich persönlich denke, dass sich zeitnah zumindest eine offizielle Ankündigung abzeichnet.


    Was denkt ihr darüber?

    Ich denke an dieser Stelle ähnlich Markus. ABBA wollten gute Popmusik schreiben und veröffentlichen, wobei für sie mitunter der Erfolg ihnen recht gegeben hat. Mit dem nachlassenden Erfolg zu Beginn der 1980er Jahre gab es einen weiteren Begleitumstand, der eine Beendigung bekräftigte.


    Aber dennoch sehe ich es so, dass zumindest die Songs nicht primär gezwungenermaßen als potenzieller Erfolgskatalysator entwickelt wurden. Sekundär jedoch sollen sie das ABBAtar-Projekt pushen, was zu einer unveränderlichen Kopplung der neuaufgenommenen Titel an das Projekt führt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass von diesem Vorhaben abgerückt wird.


    Die entstehende Problematik ist die, dass die Fans natürlich nun mehr als zwei Titel erwarten. Der erhöhte Druck entsteht unter anderem durch die vielen Veröffentlichungsverschiebungen.

    Das ist durchaus richtig! Ohne Konzerte wäre, was auch immer dort auf uns zukommt, das Projekt nicht zu veröffentlichen. Dahingehend sind im Übrigen noch Fragen offen. Zum einen wurde ja bereits 2016 eine virtuelle Tour angekündigt, des Weiteren sprach Björn vor einiger Zeit mal davon, es wäre ein stationäres Event. Eine Aufführung wird auch erst kommendes Jahr stattfinden (soweit geplant, soweit mir bekannt).


    Wie ich vor einem gewissen Zeitraum schrieb, sehe ich die Veröffentlichung nicht vor Oktober/November diesen Jahres, um die Tour/das Event zu promoten. Sollte sich das Projekt verzögern, ist auch von einer weiteren Verschiebung der Songs auszugehen. Andererseits, sofern ein Album geplant ist, würde man Singles vor der Veröffentlichung eines Albums als Teaser wählen.


    Was ich mir gut vorstellen kann ist, dass in diesem Zuge Musikvideos mit den virtuellen vier kreiert werden. Es würde sich schließlich zu einer Singleveröffentlichung anbieten.

    Es hieß vor einiger Zeit in einem Interview von Björn, dass die Avatarfertigstellung bei 85% läge. Ich meine dies ist eine Information aus dem Jahr 2019. Tendenziell bestünde die Möglichkeit, dass die Avatare bereits abgeschlossen sind.


    In diesem Zuge liegt nahe, dass momentan an der Performance gearbeitet wird. Aber auch dieser Gedanke von mir ist nur rein spekulativ, da leider keine Informationen zur Verfügung stehen wie das weitere Vorgehen ist.


    Es müssen leider nicht nur die ABBAtare abgeschlossen sein, sondern auch viele folgende Prozesse berücksichtigt werden. Zum einen die Performance (hier meine ich die Bewegungen und Mimiken der virtuellen vier Schweden, wie sich zu welchem Song bewegt wird). Dann gehören dazu eben die technischen Leistungen (Lichttechnik, musikalische Darbietung, Kamerawinkel, Bühnenaufbau im Allgemeinen). Bei diesem Aspekt spielt mit Sicherheit Corona eine Rolle, da hier viele Menschen auf einem gemeinsamen Areal arbeiten.


    Dann wäre da noch die Setlist: wie viele und vor allem welche Songs werden dargeboten. Dieser Teil ist für mich der spannendere Part. Vielleicht liegt schon ein Konzept dahingehend vor. Aber auch diese Information werden wir so schnell nicht erhalten.


    Es bleibt auch abzuwarten, sollten es fünf neue Titel oder mehr sein, welche davon gespielt werden. Im Laufe der Zeit sind eventuell noch mehr eingespielt und aufgenommen worden. 2017 war die erste Zusammenkunft, so hätte man gut bis Ende 2019 ausreichend Songs aufnehmen können, die für ein Album reichen könnten. Die Zeit seit Beginn 2020 lasse ich außen vor, da hier bestimmt nicht alle vier aus Pandemiegrüngen im Studio waren. Dabei hätte Benny zumindest an den Mixes arbeiten können. Aber das werden wir alles, wenn überhaupt, erst viel später erfahren.

    Ein Teilproblem der ganzen Verschiebungen ist, dass natürlich jetzt im Nachhinein mehr erwartet wird. Die erste Verschiebung wäre kein Problem gewesen (wer sich mit ABBAs Veröffentlichungen beschäftigt hat weiß, dass zur aktiven Zeit die ein oder andere Single oder ein Album auch ab und an verschoben wurde).


    Durch das weitere Vorgehen und die Spekulationen im Hintergrund, ist bei einigen Fans die Erwartungshaltung gestiegen. Viele Posts, unter anderem bei Facebook, lauten "Am Ende muss dann ein Album kommen.".


    Was am Ende kommt, bleibt offen. Ein neues Album wäre schön, ist aber in den Händen von ABBA, was in welcher Form veröffentlicht wird. Würde man ein brandneues Album präsentieren, hätte sich die Wartezeit für viele Fans "gelohnt" und sie würden über die Enttäuschung der vielen Verschiebungen hinweg sehen. Doch können ABBA diesem Anspruch, den manche stellen, gerecht werden?


    Es bleibt zu hoffen, dass dieses Avatarprojekt ein künstlerisches und vor allem technisches Meisterwerk wird. Somit würden viele dann "ein Auge zudrücken ".


    Man sollte aber den Schritt einer offenen Kommunikation wagen und seitens des Managements ein offizielles Statement veröffentlichen (Wie weit sind die Avatare? Was ist in Zukunft geplant?). Bliebe man dahingehend untätig, stiege die Frustration weiterhin. Das wäre für viele Treue Fans sehr schade.

    Je länger die Zeit voranschreitet und je mehr Menschen den Song gehört haben oder gar Zugang dazu haben, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass so etwas geleaked wird. ABBA können sich was das betrifft, nur auf die Loyalität ihrer Freunde und Mitarbeiter verlassen. Eigentlich ist es bemerkenswert, dass so etwas noch nicht passiert ist. Das spricht wieder für den engeren Kreis.

    Teil 2:


    ... Durch die angegriffene Glaubwürdigkeit ist die Aussage "Verzögerung aufgrund von Pandemie" ein zweischneidiges Schwert. Zum einen bin ich mir sicher, dass ein angestrebte Projekt wie die ABBAtare natürlich unter Corona-Bedingungen etwas schwieriger zu gestalten ist. Die Bearbeitungen an Computern dürfte da weniger problematisch sein. Aber wenn es um Performance geht, die getestet werden muss mit Doubeln, Bandproben, Bühnentechnik etc. kann ich mir einen erhöhten Schwierigkeitsgrad vorstellen.


    Andererseits: die Songs, wie viele es auch immer sind oder sein werden, sind teilweise schon fertig abgemischt. Eine Veröffentlichung wäre ergo durchführbar. Sieht man beides getrennt, respektive WÜRDE man es getrennt betrachten und die Songs vom Projekt entkoppeln, hätten wir bereits neue Titel (obwohl Teile davon ja bereits bald vier Jahre alt sind). Die Pandemie setzt ihre Zeichen, dennoch stünde einer Veröffentlichung auf einem Tonträger nichts im Wege. Die Engstirnigkeit von Björn und Benny steuert diese Situation in eine Richtung, die Agnetha und Frida anders gehändelt hätten. In dieser Hinsicht kann ich die Entscheidungen, die getroffen worden sind nicht nachvollziehen.


    Was bleibt am Ende? Enttäuschte Fans, deren Ärger spürbar ist und die breite Masse, die jene Meldung des Jahres 2018 schon wieder vergessen haben. Wie damit umzugehen ist, bleibt fraglich. Welche Alternativen böten sich denn zu diesem Zeitpunkt?
    Ich hätte mir gewünscht, dass man sagt "Hej, die Pandemie beeinträchtigt unser Projekt, aber wir wollen euch schon einmal einen neuen Song vorstellen!". Hierbei geht es nicht primär darum, dass ich die Song unbedingt hören möchte, sondern vielmehr um Erkenntnis und Einsicht, dass die vorherigen Herangehensweisen nicht zielführend sind. Man macht zwar Fehler und trifft falsche Entscheidungen, aber meistens lässt sich das korrigieren. Inwieweit das auch auf Björn und Benny zutrifft, weiß ich nicht genau. Evtl. ist der Zeitpunkt einer Korrektur schon soweit überschritten, dass man sie nicht mehr so wirklich ernst nehmen kann.


    Wünschenswert wäre auch ein offizielles Statement, in dem man die Hintergründe beleuchtet, was gerade Sache ist und wie man damit umgehen wird, was es für einen Plan gibt und dass man einen Schritt auch auf die Fans zugeht.


    Alles in allem müssen wir ohnehin abwarten, was als nächstes passiert und uns überraschen lassen. Ich sehe dem positiv entgegen und wähne mich weiterhin in voller Vorfreude, was da vermutlich auf uns zukommt. Meine Prognose habe ich ja bereits mitgeteilt und denke, dass wir entweder diesen Herbst oder im Frühjahr 2022 mehr von ABBA hören werden.

    Die Pandemie wird uns mit Sicherheit noch Jahre beschäftigen. Zum einen muss der Impfstoff erstmal produziert und für alle zugänglich sein. Dann bleibt natürlich abzuwarten, wie die Auswirkungen sind und ob er auch bei den mutierten Versionen hilft. Bis wir alle wieder annähernd den Status Quo erreicht haben, wird es noch Jahre dauern. Vom wirtschaftlichen Faktor mal ganz abgesehen, der noch Jahrzehnte nachwirken wird. Corona ist definitiv nicht auf die leichte Schulter zu nehmen! Wie sich das ganze noch entwickeln wird, ist leider nicht abzusehen, aber wenigstens schürt die Entwicklung eines Impfstoffs etwas Hoffnung, was auch ein wichtiger psychologischer Punkt ist.


    Was ABBA und die Pandemie betrifft, bin ich da eher auf Scottys Seite. Trotz der Pandemie hätte man neues Material veröffentlichen können. Die starre Verknüpfung und dass man immer noch daran festhält, war kein kluger Schachzug. Die Songs sollten im Dezember 2018 präsentiert werden und wären zu diesem Zeitpunkt schon 1,5 Jahre alt gewesen. Eine Verschiebung, wenn es bei einer einzigen geblieben wäre, hätte man noch verschmerzen und verzeihen können. Durch die darauffolgenden nicht getätigten öffentlichen Statements, was zur Unsicherheit führte, was der Stand der Dinge ist, sowie weitere Verschiebungen begann auch ABBAs Glaubwürdigkeit zu bröckeln. Ich kann mich noch gut daran erinnern, welche negative Sichtweise ich zwischendurch hatte, da sich (wie bei vielen anderen auch) Frustration einschlich.


    Schon damals hat man den Zeitpunkt verpasst, der auch werbetechnisch am sinnvollsten gewesen wäre. ABBA standen 2018 in großen Lettern in den Zeitungen, das haben viele mitbekommen. In diesem Zuge war auch die Veröffentlichung des Films Mamma Mia 2: Here We Go Again ein taktischer Kniff, um im Gespräch zu bleiben (egal, was man vom Film halten mag). Dieses kongeniale Zusammenspiel von Faktoren verblasste mit der Zeit. Die vier Schweden und ihr neues Projekt, sowie das neue Material rückte von der Titelseite weg und somit auch aus dem Blickfeld der Masse. Wir eingefleischten Fans diskutieren noch darüber, für andere hat all dies keine Relevanz mehr.


    In der Zwischenzeit wurde das Internet von Spekulationen geflutet: 3, 5, 8 Songs oder gar ein ganzes Album? Die Fans beschäftigen sich damit. Doch die breite Masse? Fehlanzeige. Für ABBA ist es eigentlich eine Schmach, Songs anzukündigen und dann in einen Strudel von Verschiebungen zu geraten. So kann es passieren, dass ABBA für manche zum schlechten Witz wird.


    Zur Zeit der Pandemie: Ausrede oder Wirklichkeit?
    Dass Material hätte veröffentlicht werden können oder müssen steht eigentlich außer Frage. Leider hat man sich darauf verlassen, was ohnehin schon läuft: die alten Songs neu verpacken, das Label "Deluxe Edition" oder ähnliches aufdrücken und fertig. Natürlich laufen solche Sachen gut, gerade bei Sammler*innen. Aber manche Fans erwarten einfach etwas mehr: unveröffentlichtes Material oder etwas Neues.viele brauchen eben keine weitere Ausgabe des Erfolgsgaranten ABBA GOLD. Um neue Käufer anzuziehen hat es aber Wirkung und somit beantwortet sich die Feage "Wozu etwas riskieren?", von selbst.


    Wären die Songs erfolgreich gewesen, hätte man sie veröffentlicht? Im Zuge der Ausgangslage schon (Dezember 2018 ). Heute glaube ich, wäre es schwieriger. Dafür bräuchte es für ABBA dann wieder ordentlich Promotion (wobei ich hier das ABBAtar-Projekt nur bedingt als Indikator sehe). Das ist leider, so sehe ich es zumindest, nicht zu stemmen. Natürlich wird das Projekt mit neuen Songs beworben, was aber keine Erfolgsgarantie für weder das eine, noch das andere ist: der Erfolg neuer Titel bedingt nicht zwingend den Erfolg des Projekts, vice versa. Man muss beides getrennt betrachten...


    Teil 2 folgt

    Tendenziell, wenn dieses Jahr etwas veröffentlicht wird, gehe ich davon aus, dass man eine Veröffentlichung im Herbst anstrebt.


    Zunächst muss erstmal abgewartet werden, wie sich die Pandemie entwickelt. Durch dem Impfstoff, könnten wir im Juni etwa eine bessere Entwicklung erwarten. Es ließe sich dadurch auch besser planen. Da ABBA kommendes Jahr ihr 50-Jähriges feiern, wird ein Event, eine Tour, ein Film oder was auch immer, vermutlich zu Beginn des Aprils veranstaltet/veröffentlicht.


    Sollte das der Fall sein und erwarten das Szenario, dass ein Album veröffentlicht wird (für unmöglich halte ich dies nicht), könnte man die Singles im August als Vorläufer ankündigen und das Release-Datum in den Oktober setzen. Eine Album-Veröffentlichung wäre dann zu Ende November sinnvoll, um den Weihnachtsgeschäft zu nutzen. So ließe sich dann im längeren Vorfeld die Tour bewerben.
    Wenn es kein Album geben sollte, würden etwaige Singels natürlich dementsprechend später veröffentlicht.


    Ich denke mal, dass dies nach einem logischen Schluss klingt. Aber: das sind natürlich nur rein spekulative Vermutungen, da es ja keine offiziellen Statements gibt.

    Scotty


    Du hast in vielen Punkten recht! Natürlich sind die Songs, genauer gesagt, die namentlich bisher bekannten Titel, fast vier Jahre alt. Schließlich wurden die Songs ca. Juni 2017 aufgenommen (Songs, die Gerüchten zufolge später aufgenommen wurden, die vermutlich etwa drei zusätzliche Titel sein könnten, beziehe ich hier erstmal nicht mit ein).
    Vier Jahre sind heutzutage eine ziemlich große Spanne, gerade in der Musikbranche. Natürlich sind es bis jetzt unveröffentlichte Tracks und so neu scheinen sie nicht mehr zu wirken. Neuheit ist auch immer eine Interpretationssache, weshalb ich sie eher als neu betiteln würde. Aber das kann jeder für sich selbst entscheiden.


    Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass die Entscheidung immer noch neue Lieder und Avatarprojekt zu koppeln ein Fehler ist. Die Songs stehen auch für sich alleine und die ABBAtare brauchen die neuen Songs nicht unbedingt. Da gehe ich vollkommen mit deiner Meinung konform.
    Man will dennoch trotzdem nicht davon abweichen, beides zu trennen. Dies hätte schon geschehen können und müssen, nachdem die Songs fertig abgemischt waren.

    Zum Avatarprojekt kann ich nur sagen, dass ich mich darauf freue. Hierbei geht es hauptsächlich darum, dass es sich um eine Technik handelt, die sich für mich als vollkommen neu darstellt. Ich bin gespannt, wie sich dieses Konstrukt entwickelt und im Weitesten Sinne anfühlt. Letzteren Punkt möchte ich noch kurz erläutern: die Frage, die sich mir hier stellt, ist die nach den Gefühlen über unsere vier Schweden. Man kennt Konzertmitschnitte aus den 1970er/1980er Jahren, jedoch werden die ABBAtare anders sein. Fühlen sie sich neu an, obwohl sie Kopien ihrer selbst sind? Ich bin ganz aufgeregt, was uns alle dort erwartet, kann aber auch verstehen, wenn viele dieses Projekt mit Skepsis beäugen. Eventuell ist es auch eine Frage des Alters. Viele sind noch Fans von damals, ich hingegen habe ABBA erst Ende der 1990er Jahre kennengelernt, als ich 10 Jahre alt war.


    Andererseits hätte ich dieses Projekt nicht zwingend gebraucht. Mir hätten die neuen Songs ohne die ABBAtare ausgereicht. Aber wo das Projekt schon einmal da ist, warum sich nicht drauf einlassen?


    Die grundsätzliche Problematik ist jedoch weiterhin die alte: die krampfhafte Kopplung der Songs an das Projekt. Selbstverständlich muss eine Tour mit entsprechendem Material beworben werden. Dennoch sind seitens der männlichen Seite ABBAs Fehlentscheidungen getroffen worden. Das starre Festhalten an einem Projekt, das sich wahnsinnig in die Länge zieht und den Fehler dann nicht einzugestehen, zeigt von einer gewissen Halsstarrigkeit. An dieser Stelle hätte Agnetha mit Sicherheit anders entschieden, Frida höchstwahrscheinlich auch. Aber dieser Zeitpunkt wurde überschritten. Dieser Aspekt wurde unter anderem auch von mir hinreichend diskutiert.


    Das Problem ist in der Summe nicht das Projekt an sich, sondern die Entscheidungen, die damit verknüpft sind. Eine Frage ist natürlich auch: tragen die neuen Titel das Projekt oder ist es umgekehrt? Oder ist es überhaupt der Fall? Ich denke eher, dass die Songs relativ erfolgreich werden können. Ob dieser Erfolg ausreicht und das gekoppelte Projekt mitziehen kann, bleibt fraglich. Es könnte sich zu einem Flop entwickeln, was nur verhindert werden kann, wenn starkes Material und geschickte Werbekampagnen eingesetzt werden.


    Ich freue mich auf jeden Fall darauf, wenn wir zeitnah etwas Neues über die Songs erfahren.