Beiträge von Heiner

    Genauso war es .......


    https://www.facebook.com/erste…MVTQRushD7bVUEC9e5rj1Gocl


    (braucht keinen Facebook Account)

    Ich schließe mich dieser Rezension auch voll und ganz an. Es ist einfach WOW!


    Wir waren am Sonntag (25.7.) abends in der Show und es ist tatsächlich spektakulär gut. Allen Nörglern zum Trotz, man muss es einfach mit dem eigenen Körper und damit mit allen Sinnen in der Arena erlebt haben.


    Bleibt die Frage, ob man auf diesem Wege postum Künstler und Bands auf die Bühne bringen sollte. Ich glaube, das wäre sehr schwierig. Emotional, ethisch, wie auch immer, man würde ohne die Mitwirkung der Personen immer nur aus der Hand eines interpretierenden Regisseurs darstellen. Auch die digitale Erschaffung solch perfekter Avatare anhand von Bildern und Filmaufnahmen halte ich für schwierig. Zum heutigen Zeitpunkt glaube ich nicht, dass mich Freddie oder die Beatles als Hologramm so fesseln würden.


    Tipp 1 am Rande (5 Jahre nach dem letzten London-Besuch): Bisher galt für uns die Oystercard als günstigstes Londoner System für die Nutzung der Verkehrsmittel. Inzwischen ist das komplette System auch kontaktlos mit GPay oder ApplePay nutzbar. Damit wird, wie bei der Oystercard ein- und ausgeloggt und streckengenau bezahlt. Schneller, einfacher und vor allem auch preislich günstiger als mit Bargeld und Papiertickets.


    Tipp 2. Wir hatten nachmittags noch etwas Zeit und wollten in Stratford einen Happen Essen oder eben auch ein Pint genießen. Stratford und das Eastend waren dafür die falsche Entscheidung. Also gleich weiter (eine Station mit der DLR) zur Pudding Mill Lane. Die Arena öffnet etwa zwei Stunden vor der Vorstellung. Also entweder Finger/Streetfood und Drinks in der genießen (leider wenig Sitzgelegenheiten) oder in dem hippen Food Court gleich vor der Arena.

    Der Sound diverser Master-Versionen ist auch immer ein Spiegelbild der Hörgewohnheiten der jeweiligen Zeit, schließlich sollen sie einfach auch so klingen, wie all das, was heute durch die Medien klingt (wabert, schallt, dröhnt...). In den letzten Jahrzehnten klingt das dann alles auch im Vergleich zu alten CDs viel voller und bass-lastiger. Da leidet dann schon mal die Dynamik und Transparenz.


    Dieser volle Sound fiel mir damals übrigens in den 90ern erstmalig bewusst bei der "Djupa Andetag" CD von Frida auf. Die klang einfach plötzlich viel lauter und bassiger als alles, was ich vorher im Player hatte.

    Selbst bei den audiophilen Dire Straits wuchtete "On Every Street" plötzlich 1991 in den Boxen, dagegen war das erste digitale Album 1985 "Brothers in Arms" noch ein zarter unschuldiger Soundjüngling.


    So klingen natürlich auch die neueren BAO-Produktionen, genauso wie das Voyage-Album deutlich satter, als alte ABBA-Original-CDs. Also wird in den Musikstudios auch den neuen Klanggewohnheiten gemäß produziert. Ich wage auch die Behauptung, dass selbst Benny diese neuen Mastering-Trends für alte ABBA-Alben zumindest nicht grundsätzlich ablehnt.

    Und so wurden dann die älteren CDs im Klang auch scheinbar dem Klang des Voyage-Albums angepasst. Wenn ich allein die Erstveröffentlichungs-CDs und aktuelle CDs vergleiche und diverse Zwischenveröffentlichungen über die Jahrzehnte mal überspringe, merkt man das recht deutlich.


    Den Trend des digitalen Remasterns gibt es ja schon, seitdem Audiosignale in der üblichen CD-Auflösung problemlos mit Maus und Tastatur am Bildschirm bearbeitet werden können.

    Rein technisch betrachtet habe ich auch mal einen Vergleich von "Hole In Your Soul" der ersten CD-Version mit der neuen Version aus der neuen 10er Box gemacht und finde natürlich sehr krass das bestätigt, was in anderen Foren gerade an diesem sehr dynamischen Titel (stark unterschiedliche Laut-Leise-Unterschiede) auch schon festgestellt wurde. Auf meinem Bild sieht man dann auch sehr deutlich, dass in der neuen Version unten die Lautstärke angehoben und die Dynamik limitiert, also an der Lautstärkegrenze glattgezogen wurde. Im Steve-Hoffman-Forum nennt man dieses Soundbild dann einfach auch nur "brickwalled".


    Letztlich ist alles ein rein subjektives Empfinden. Gefällt mir der satte Sound, oder mag ich lieber die 70er. Das muss schließlich jeder für sich selbst entscheiden. Mein Fazit, auch wenn es den audiophilen Hörer anwidern mag, ich mag den Sound der neueren CDs lieber. Offensichtlich bin ich auch schon ein Opfer der modernen Musikproduktion.


    Edit: ich ergänze mal den interessanten Link zum erwähnten Hoffman-Forum.


    Bitte kein "Money, Money, Money" auf der Showbühne. Schlecht tanzbar, schwer choreografisch umsetzbar, musikalisch meiner Meinung nach eher ein Kabinettstück bzw. als gesungene Geschichte im Film.

    "Take A Chance..." könnte man sicher gut inszenieren, wie "Knowing me..." unter Splitscreen-Nutzung aller Präsentationsleinwände. Allerdings ist natürlich das Video Kult, sicher auch durch das Erasure-Remake. Vielleicht ruht das ja noch auf dem Show-Server für später irgendwann.


    Gar nicht geht "The Day Before You Came". Hier möchte man lieber Agnetha (wie im Show Express) an den Lippen, an den Augen, an der Seele 'kleben' und das wird bei der Show schwierig. Der Titel ist einfach ein eigenständiges Kunstwerk und kein Teil einer Show. Ich jedenfalls glaube, auch in der Auswahl der Playlist steckt jede Menge künstlerische Arbeit, das ist ja keine Best-Of Hitparade, die es jedem Recht machen könnte.


    Ich bin übrigens im Juli dort und werde natürlich auch berichten, wie mir die Show und das Alltagspublikum gefallen haben.

    Ich liebe es, gut unterhalten zu werden und weiß, was mich technisch erwartet und war eigentlich schon immer Fan aller kreativen ABBA-Ideen.

    Mal wieder "The Day Before You Came". In der Facebookgruppe wurde heute dieses putzige Video hochgespült, welches ich hier gerne auch weitergeben möchte, falls es noch nicht bekannt war. Ich jedenfalls kannte es bisher nicht. Als Sesamstraßen-Oldie finde ich es einfach großartig. Der erstaunte Blick in den Spiegel, Björns Albernheiten beim Löffelhänger-Klassiker, Frida als gesternstarke Operndiva, die Zeitschriften, alles eine liebenswerte Textumsetzung. Ein Hamburger Arbeitstag zum besten Storyteller-Song von ABBA. :)


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    Absolut großartig finde ich, dass Abba mit dem Taxi zur Arena und auch wieder zurück gefahren sind. Kein fetter Schlitten, nein, ein ganz normales Taxi, das zeigt, wie geerdet die 4 sind :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Dein Link funktioniert leider nicht mehr. Da hat wohl jemand seinen Betrag wieder gelöscht. Warum auch immer, einmal im Netz,...

    Den "Benny-winkt-das-Taxi-heran" Clip gibt es natürlich schon mehrfach geteilt auf Instagram. Spannend finde allerdings nicht nur ich, warum für diese "zufälligen" Szene mit einem riesen Profi-Richtmikro an der Angel, welches über Benny schwebt, gearbeitet wird. Und weshalb muss überhaupt Benny selbst das Taxi heranwinken? Sollte da vielleicht doch noch an einer ausführlichen Doku gearbeitet werden, quasi ein Reise(Voyage)-Bericht? Es bleibt noch spannend. 😎


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    Björn und Benny haben sich nach der Premiere gleich nochmal am ersten öffentlichen Abend unters Publikum gemischt und offensichtlich sehr aufmerksam die Reaktionen verfolgt.

    Und gerade für den alten "Brummbären" Benny scheint dieses Projekt und die neue Liebe zu ABBA ein Herzensprojekt zu sein, welches ihn jung zu halten scheint.

    Hier ein ganz spannender Clip von den Proben der Voyage-Liveband. Man beobachte nur den mitsingenden Benny. ;)


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    Ach, ihr findet die Clips sicher alle selbst. Aber hier nochmal alle vier im Kurzinterview bei NME


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    Frida kommt am Stock und macht einen insgesamt kranken Eindruck.

    Der Gehstock (nach einer Hüft-OP) in der Öffentlichkeit bedarf sicher einiger Überwindung. Ich mag, wie selbstbewusst Frida damit inzwischen umgeht. Ich finde überhaupt nicht, dass sie ansonsten einen kranken Eindruck macht. Ich hatte eher den Eindruck, dass Björn stimmlich etwas schwächelt. Egal, alle Vier sehen einfach super aus. Auch die Geste, wo sie kurz zu den Fans rübergehen.

    Ich werde als alter Mann nochmal zum schwärmenden Fan meiner Idole. 😁

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    ^^

    Tut mir leid wenn ich die Begeisterung für dieses Foto nicht teilen kann.


    Für mich ist es ein im Studio aufgenommenes Foto von ABBA, die man dann in eine natürliche Schneelandschaft als Hintergrund eingebettet hat und einige dezente, künstliche Schneeflocken drübergebügelt hat.

    Ich finde, das sieht ganz und gar nicht nach Studio aus. Absolutes Volumenlicht im Freien, ohne jegliche Schlagschatten. Auch die Haare scheinen in den Hintergrund zu fließen (speziell bei Agnetha). Kann man natürlich problemlos freistellen, aber wenn schon, wieso dann dieser nichtssagende Ort im Hintergrund und keine Schneelandschaft?

    Mir gefällt's.

    Da sich mir der Sinn der SHM-CD nicht wirklich erschließt und diese ja auch digitaltechnisch nur einer normalen Audio-CD entspricht (44,1 KHz Abtastung und 16 bit Auflösung) habe ich schließlich noch in HiRes-Audio investiert.


    Damit habe ich nun neben

    - Spotify-Stream im Premium-Abo fürs "Hören-to-Go",

    - CD für die Heimanlage,

    - die schwarze Vinyl für Genießerstunden und das sentimentale Glücksgefühl,

    - die goldene Picture-Vinyl zum Ansehen während des Abspielens in audiovisuellen Glücksmomenten


    .. auch die technisch verlusstärmste Version als Hi-Res-Audio, da hier in 96 kHz und in einer Auflösung von 24 Bit abgetastet wurde. Das entspricht zumindest den Daten, mit denen auch im Studio produziert wird. Das gesamte Album ist dann immerhin 844 MByte groß, kostet derzeit allerdings auch 23,49€ im Download bei Qobuz.


    Das ganze ist sicher zunächst nur so ein Technik-Spleen, immerhin habe ich aber einen Player, der auch HiRes-Audio abspielen kann. Allerdings kann ich damit nun selbst auch etwas herumspielen und verschiedene Kompressionen austesten.


    Ganz amüsant ist nebenbei auf der oben verlinkten Qobuz-Seite die Albumbeschreibung:

    Zitat

    In einer Szene aus Luis Buñuels Der diskrete Charme der Bourgeoisie erzählt ein junger Unteroffizier von einem Traum, in dem er mitten in einer Einkaufsstraße dem Gespenst seiner Mutter begegnet, was beim Zuschauer eine seltsame Mischung aus Angst und Traurigkeit hervorruft. Wie in dieser surrealen Darstellung von Buñuel finden wir das ABBA-Haus nach 40 Jahren des Schweigens in demselben Zustand vor, in dem wir es verlassen haben. Ein Geisterhaus, in dem nichts angerührt wurde und in dem nur eine dünne Staubschicht die orangene Farbe der raumzeitlichen Möbel kaum trübt. Der Hörer wandert durch die Schatten einer vergangenen Zeit, in der ein beruhigendes Gefühl von Nostalgie auf eine kitschige Ästhetik trifft, die ein Lächeln oder Unbehagen hervorrufen kann. Ein Weihnachtslied wie Little Things - mit Kinderchor und glitzerndem Glockenspiel - ist nicht mehr und nicht weniger als ein vergilbtes Polaroid von einem 24. Dezember, auf dem ein Onkel in Schlaghosen und eine Cousine mit einer 70er-Jahre-Dauerwelle posieren. Das neunte Album der schwedischen Band ist zwar mit der heutigen Technik aufgenommen worden, und die Stimmen haben jetzt einen verwitterten Charme, aber der positive und verbindende Stil von ABBAs Musik ist immer noch präsent. Genauso wie ihr Gespür für den raffiniert inszenierten Hit. Synthetische Dudelsäcke, anmutige Flöten und reich verzierte Klavierakkorde sind die bevorzugten Instrumente des Quartetts, das weltweit 390 Millionen Alben verkauft hat. Als eine Art Zerrspiegel ihrer zeitlosen Hits (Dancing Queen, Mamma Mia, Fernando...) besteht Voyage aus Popsongs (Don't Shut Me Down, Keep An Eye On Dan) und Balladen (I Can Be That Woman), deren emotionale Kraft immer noch anwesend ist. © Nicolas Magenham/Qobuz

    :)

    Ich dachte eben hier geht's um technische (Aufnahme/Mastering) Fehler. Aber eigentlich geht es wohl nur um deine Meinung zu einem speziellen Titel unter der Überschrift "Was sind die am wenigsten stärksten Songs der Studioalben ?"


    Dort hatte ich übrigens damals geschrieben:

    Zitat

    Super Trouper:


    On and on and on / Lay all your love on me (On and on ... auch hier wieder Möchte-gern-Rocker, Lay all your ... Drumcomputer- gab's den schon, oder musste der arme Ola Brunkert das von vorne bis hinten so monoton durchklöppeln?)

    8)


    Aber vielleicht führen wir dieses Thema zur Vermeidung weiterer Missverständnisse dort im Thread weiter.

    So, na dann versuche ich mal mein Ranking nach den ersten Album-Tagen. Sicher ändert sich das im Laufe der Zeit. Somit ist das meine Momentaufnahme und sicher auch für mich selbst spannend, wenn ich meine Einschätzung in einer Zeit lesen werde.


    1. DON'T SHUT ME DOWN

    Einfach das "Super Trouper" des Jahres 2021. Bei der Vorstellung Anfang September rauschte der Titel irgendwie an mir vorbei und hat mich gänzlich überfordert. Vielleicht, weil er dann bei der Präsentation so unvermittelt zum Schluss kam. Zunächst fand ich die Einleitung zu ruhig und zu lange, bevor dann der Disco-Beat einsetzt. Ich dachte sofort, das wird so in der schnelllebigen Radiowelt und auf Parties nicht funktionieren, da muss jeder Radiohörer (oder eben jeder auf der Tanzfläche) zu lange warten, bis etwas passiert. Inzwischen ist mir das egal. Es stimmt einfach alles. Inklusive des kleinen augenzwinkernden Eastereggs von Benny auf dem Klavier bei 3'03. Da höre zumindest ich neuerdings nach der letzten Kopfhörersitzung gestern, spät abends, sehr deutlich das "Dancing Queen"-Zitat. Diesen Klassiker, den inzwischen jeder mit den Händen auf dem Luftklavier mitspielen kann: "Di-Diii Da-Daaa Damm-Dammm". Agnethas Stimme gefällt mir hier hervorragend, zwar nicht mehr ganz so glockenhaft klar wie früher, aber gerade auch dieses erwachsene Knarzen in den letzten Textzeilen mag ich irgendwie sehr.


    2. JUST A NOTION

    Ich liebe diesen Titel, seit dem dieses Stückchen in dem Deleted-Medley in den 90ern veröffentlicht wurde habe ich diesen Groove im Ohr. Durch Bennys Boogie-Klavier und die moderne Instrumentierung ist er einfach nur noch besser geworden.


    3. I STILL HAVE FAITH IN YOU

    Hier kommt nun Frida! Anfangs ging mir der Melodiebogen etwas zu weit nach unten. Aber SIE ist es! ABBA sind es, der Text ist es! Ja, verdammt! Wir können es noch! Tränen wie bei den ersten Malen laufen nicht mehr, aber wenn sich der Titel zum Finale steigert, wenn im Video die 79er ABBA auf die Bühne gehen und die Avatare von heute dann übernehmen ..., Gänsehaut pur. Und endlich tauchen ganz vorsichtig auch die Männerstimmen mit auf. Einziges Manko, wie auch bei allen anderen gemeinsam mit Agnetha gesungenen Lead-Zeilen auf der LP: beide singen die gleiche Melodie, sind mir zu eng beieinander. Ich mochte einfach diese Mehrstimmigkeit damals, "Chiquitita, tell me the tuth. I'm a shoulder you can cry on ..."


    4. WHEN YOU DANCED WITH ME

    Jetzt kommt Benny! Er darf mit ABBA seine folkloristische Leidenschaft ausleben. Und sie machen mit, stehen gefühlt mit dem BAO auf der Bühne und haben einfach nur Spaß an der (Volks-)Musik. In diesem Fall an den grünen irischen Wiesen um Kilkenny, vielleicht auch am Red Ale dazu. Sicher aber an den alten schwedischen Volksweisen. Ich sehe in Bennys verschmitztes Lächeln und freue mich, wie glücklich er dabei ist.


    5. I CAN BE THAT WOMAN

    ... kommt vielleicht später einmal in meiner Wertung weiter nach vorn. Agnetha wieder in Topform, sie lebt diesen Titel, wie sie auch schon früher "The Winner takes it all" und "The Day before you came" gelebt hat. Und der Text trifft ins Herz all jener, deren Kinder nun erwachsen und aus dem Haus sind und für die der Familienhund irgendwie zu einem Bindeglied der langjährigen Beziehung geworden ist. Die Story war mir anfangs too much für einen Popsong So voll und ganz 'Björn' eben. Auf seiner Schäreninsel ist doch auch immer ein Hund mit dabei ...

       

    6. KEEP AN EYE ON DAN

    Wie auch bei ICBTW ist mir gegenwärtig das Storytelling noch etwas zu heftig für einen Popsong. Aber waren das nicht die Texte von The Visitors auch schon? Ein sehr guter Titel! Mein persönlichen Manko, ich kann mit der Synthesizer-Melodielinie nichts anfangen, die exakt die Lead-Melodie "Keep an eye on Dan ..." nachjammert. Dieser Quitsche-Sound hat mich schon bei Avicii genervt.


    7. ODE TO FREEDOM

    Ein klassisches Vermächtnis. Eine Huldigung der Liebe zur klassischen Musik und ein krönender Abschluss einer Musiker-Karriere, die ebenso in die Geschichte eingehen wird.


    8. LITTLE THINGS

    Ein nettes Weihnachtslied. Recht simpel, aber so sind Weihnachtslieder/Volkslieder nun einmal. ABBA dürfen auch das. Ob es sich in die Reihe der jährlichen Weihnachtsklassiker einreihen wird sei dahingestellt. Vermutlich eher nicht, da es eben zu sehr auch ein Kinderlied ist, welches die Grannys eben ihren Enkeln vorsingen. Für einen Ohrwurm fehlt es etwas an Popqualitäten eines "...I gave you my heart!".


    9. BUMBLE BEE

    ... schwächelt bei mir nach anfänglichen Höhenflügen der kleinen Hummel augenblicklich etwas. Dennoch, Frida in Reinkultur ihrer Seele. Stimmlich und emotional quasi gleich die direkte Fortsetzung von "Även en blomma - En människa som jag - Vill leva varje dag I djupa andetag". Man muss einfach mal beide Titel direkt hintereinander hören. ... und den letzten Hummeln im Frühjahr bei behäbig torkeligen Fliegen in dieser Welt zuschauen!


    10. NO DOUBT ABOUT IT

    Hier dachte ich zunächst, solche Up-Beats sind für Fridas Stimme inzwischen etwas zu heftig. Ich habe mir versucht, Agnetha als markanteren Lead-Part vorzustellen, klappt aber auch nicht so ganz. Also doch lieber Frida. Ich könnte mir vorstellen, dass sie da im Studio mehreres ausprobiert haben. Sicher kein schlechter Titel. Aber irgendeiner muss ja das Schlusslicht in meinem Ranking bilden. Was im Falle von "Voyage" aber keinerlei Schande ist.




    Ich erinnere nochmal an heute Abend. 8)

    https://www.vox.de/sendungen/p…ba-comeback-10350338.html

    Eine etwas andere Bewertung der Albumtitel hat mir mein Algorithmus in die Timeline gespült. https://superdeluxeedition.com…as-voyage-track-by-track/

    Ich finde auch die fair und recht interessant.

    An meinem eigenen Ranking arbeite ich noch. Möglicherweise sollte Scotty recht zeitnah ein Foren-Ranking für das Album starten. Und dann einige Zeit (Monate) später noch einmal.

    Beim Thema CD/Vinyl bin ich übrigens voll bei Markus S - ich leide auch bei jedem Knistern und Knacken. Darunter leidet der Genuss des weichen Analogsounds. Und diese Knackser gibt es nun mal leider auch auf meiner neuen, "jungfräulichen" Half speed Pressung.

    Sorry, viele sind nicht begeistert von "When you danced with me", ich hingegen, kann nicht aufhören dieses Wahnsinns-Lied zu hören.

    Ich finde es auch toll. Allerdings haben wir auch schon beim BAO Konzert in Skansen 2019 vor der Bühne Polka getanzt. ;)