Beiträge von Ingokoer

    Mir gefällt "Lay all your love on me" ähnlich wie "Gimme! Gimme! Gimme!" nicht ganz so gut, da ich im Allgmeinen auch nicht so auf elektronische Musik stehe. Ein "Gut" würde ich den Songs von meinem Geschmack her immer noch geben, nur gefallen mir eben 80% aller ABBA Songs besser.


    Dass es auf ABBA Gold gelandet ist, liegt sicher weniger an dem Erfolg, denn es war gemessen an ABBA Standards eher mäßig erfolgreich, in Deutschland sogar ABBAs schlecht platzierteste Single überhaupt (Platz 26). Ich denke der Song ist deshalb auf ABBA Gold und so bekannt geworden, weil Erasure ihn 1992 bei ihrer Nummer-1-Single "Abba Esque" gecovert haben und er in dieser Version sehr oft gespielt wurde und natürlich wegen des damals (1981) zukunftsweisenden elektronischen Stils.


    Natürlich lag der mäßige Erfolg von ABBAs Single seinerzeit nicht an der Qualität des Songs, sondern an der Promotion. Es gab keinen einzigen TV-Auftritt mit dem Song und da er keine Vorabsingle eines neuen Albums war, war er auch in keinem Werbespot für eine neue ABBA LP als HIntergrundmusik zu hören.

    In reinen Verkaufszahlen war "Wrap your arms around me" wesentlich erfolgreicher als A, aber wenn Du Erfolg hier mit Langlebigkeit verknüpfst, hast Du natürlich Recht.


    Umso unverständlicher nach wie vor, warum dieses Special (oder von mir aus das deutsche Agnetha Special damals bei VOX) immer mal wieder in Deutschland ausgestrahlt wird. Wir sind mittlerweile fast das einzige Land, in dem das Album nach 2013 nicht nochmal in den Charts war.

    Die Einstellung zu dem Album kommt sicher auch davon, wie vielseitig der eigene Musikgeschmack ist. Mag man ausschließlich eingängige Popmusik mit positiver Grundstimmung, ein Genre, für das ABBA ja irgendwie auch immer gestanden haben, so ist es sicher für einige schwierig, dieses Album gerade im Vergleich zu den Vorgängern zu mögen. Das gewohnte Mitwippen oder Mittanzen mit einem Wohlfühleffekt beim Anhören der Songs fält sicher auf "The Visitors" schwerer. Ich mochte unabhängig von ABBA neben purem Pop auch immer schon Songs mit einer gewissen Dramatik, Bombastik und opulenten Orchestrierung. Auch Musicals habe ich immer gerne gemocht. Musicals, Bombastik, Dramatik- all das kommt auch auf "The Visitors" vor. Insofern liebe ich das Album ebenso wie die Vorgänger.


    Der einzige unbeschwerte Song auf "The Visitors" ist für mich "Head over Heels". Er erinnert noch am ehesten an den Hymnensound der Vergangenheit. Würde mich mal interessieren, ob dieser Song auch noch am ehesten den jenigen gefällt, denen das Albem ansonsten zu sperrig ist!?


    Dem Album "The Visitors" geht es denke ich ähnlich wie dem Song "The Day before you came". Damals haben diese Platten viele alte Fans verwundert oder gar verschreckt, heute haben diese Platten die höchste Anerkennung nicht nur in Fankreisen, auch bei Kritikern und in Rezensionen.


    "I let the music speak" ist einer meiner Lieblingssongs, ich glaube nie hat Frida mit mehr Variationsfähigkeit und Hingabe gesungen wie auf diesem Lied. "When all is said and done" ist für mich (wie für viele Fans und Kritiker) der verpasste Welthit. Er hat für mich in Sachen Text, Dramatik und Struktur das gleiche Berührungspotenzial wie "The Winner takes it all". Dass der Song nicht als 3.Single erschien, war vermutlich dem mäßigen Abschneiden der zweiten Single "Head over Heels" geschuldet.


    Mit "The Visitors", "Head over Heels" und "Two for the price of one" habe ich sogar auf diesem Album drei Songs, bei denen ich mittanze, wenn ich die Scheibe höre.


    Ich glaube dieses Album gehört genauso zu ABBA wie alle Anderen, da es wie kein Anderes eine musikalische Weiterentwicklung zeigte.

    Ich glaube, die so positiv herausgestellte Vielseitigkeit des Albums ist genau der Grund, warum mir dieses Album nicht so gut gefällt wie der Nachfolger Shine. Mit Songs wie "I see red", "Baby don't you cry no more" oder "I got something" kann ich stilistisch überhaupt nichts anfangen, die reißen mich nicht vom Hocker. Andererseits finde ich viele Songs enorm stark auf dem Album: Tell me its over, To turn the stone, I know theres..., Threnody, The way you do und Here we'll stay.

    Geschmäcker sind ja verschieden, ich finde das Lied gut, mehr aber auch nicht. Von Agnethas 80er Jahre Singles finde ich diese die Schwächste, aber wie gesagt da ich Agnethas Solosachen der 80er extrem mag, würde ich auch hier immer noch ein Gut geben.


    Stimmt!Punk ist wertlos denn Schwachsinn ergibt unterm Strich immer noch einen Sinn,wenn auch nur einen schwachen.

    Also ich bin keine Punkfan, aber ich finde es doch ziemlich anmaßend, eine Musikrichtung, die man subjektiv nicht mag, objektiv als Schwachsinn zu bezeichnen. Musik war immer und ist subjektive Geschmackssache, jeder mag etwas Anderes. Gott sei Dank! Deshalb hat für mich jede Musikrichtung ihre Berechtigung, wenn sie Leute berührt oder positive Gefühle bringt. Als ABBA Fan, die früher selbst oft Opfer solcher Arroganz anderer Musikliebhaber geworden sind, sollte man das eigentlich besser wissen und etwas mehr Respekt für andere Musikrichtungen zeigen.

    Ich liebe "Under Attack" und finde, er war ein weiteres Zeichen für ABBAs große Variationsfähigkeit und Weiterentwicklung. Die verzerrten Stimmen das klang damals absolut modern und auf der Höhe der Zeit. Hätten ABBA den Song besser promotet (es gab nicht einen einzigen TV-Auftritt als die Single auf dem Markt war), er wäre sicher weitaus erfolgreicher gewesen, wenn auch natürlich nicht vergleichbar mit ABBAs früheren Erfolgsstandards.


    Insgesamt denke ich, dass ABBA mit der Art Musik ein Imageproblem hatten, das ihnen den Erfolg (auch bei Radiostationen) zu der Zeit erschwerte: Synthipopfans interessierten sich eher für junge Bands, die mit dieser neuen Musikrichtung aufkamen (Depeche Mode etc.), zum Anderen sorgte allein die Erwähnung des Namens ABBA in diesern Kreisen eher für Scham, da man hier die Gruppe eher mit schlagerhaftem Trällerpop assoziierte. Musikrichtung, Zielgruppe und ABBAs Image passten 1982/83 hier in der öffentlichen Wahrnehmung nicht zusammen.


    Hört man sich die erste und die letzte ABBA Single an ("People need love" und "Under Attack") so kann man hier ABBAs Vielfalt wohl am Besten wahrnehmen, ebenso die zeitliche, musikalische Entwicklung.


    Zur B-Seite: Ich bin wohl einer der wenigen, denen auch "You owe me one" gefällt. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht zu denen gehöre, die jeden Titel nach Anspruch und Struktur beurteilen, sondern einfach, ob er mich in einen positiven Zustand versetzt. "You owe me one" macht mir einfach gute Laune und lässt mich mitschwingen. Er hat eine angenehme Leichtigkeit. Ich finde, dass ist nichts negatives. Wir sprechen bei ABBA immerhin von Unterhaltungsmusik.

    Ich liebe das Voulez-Vous Album sehr. "Does your mother know" ist einer meiner Lieblingssongs von ABBA und ich finde, er macht total gute Laune und ist sehr tanzbar. Hätte mit weiblichen Stimmen sicher auch sehr gut geklungen (ich liebe die Version von Christine Baranski im "Mamma Mia" Film, da ist totale Stimmung!!).


    Übrigens, die beiden erfolgreichsten Singles des Diskoalbums "Voulez-Vous" waren ausgerechnet keine Diskotitel, sondern die Balladen "Chiquitita" und "I have a dream". Diese beiden Titel liebe ich auch über alles, die Eine mit Polkarhythmen unterlegt, die Andere mit griechischen Folkoreanklängen, das kombiniert mit den Diskotiteln zeigt wieder mal die enorme Abwechslung, die ABBA in ihren Arrangments auch innerhalb eines Albums geboten haben.


    "Gimme! Gimme! Gimme!" mag ich persönlich von den Songs des Jahres 1979 am Wenigsten, der Diskostil a la "Does your mother know" oder "Voulez-Vous" gefällt mir doch mehr als der Elektropop auf "Gimme!..." oder auch bei "Lay all your love on me".

    Also ich habe mich sehr für Schweden gefreut, da ich einfach eine besondere Beziehung zu dem Land habe (meine zeitlosen Liebingsbands ABBA und ROXETTE kommen aus Schweden, ich habe 2002 ein halbes Jahr dort gelebt und war schon 10 mal im Urlaub dort). Auch gibt es in keinem anderen Land eine solche Grand Prix Begeisterung wie in Schweden. WEnn man sich allein anschaut, wie aufwendig über Monate dort gleich mehrere TV-Sendungen mit Vorentscheiden laufen, bis irgendwann nach zig Auswahlverfahren der Sieger gekürt wird und das alles zur Prime Time mit Traumeinschaltquoten- nein da gönne ich es Schweden immer wieder zu gewinnen.


    Den Titel selbst fand ich den schlechtesten aus Schweden seit Jahren, vor allem wenn sich die letzten 2 Studioalben von Mans Zelmerlöw anhört und weiß, was er wirklich für tolle Songs singen kann. Ich fand Russland eindeutig besser, das hier wieder Musik und Politik vermischt wurde (wie auch Conchita Wurst in der Liveschalte zu Recht moniert hat), ist total fehl am Platz. Sehr fragwürdig insgesamt finde ich, dass vorher schon die Ergebnisse festzustehen scheinen durch die ganzen Buchmacher. Was das eigentlich damals bei Lena auch so, dass man schon vorher wusste, dass die gewinnt?


    Schade, da gibt es dann kaum noch Überraschungen. Vor allem würde ich mir wünschen, dass das Publikum diesen Wettmachern aus Prinzip mal die Suppe versalzen würde, in dem es dann die vorher hochgejubelten Titel aus Prinzip nicht wählt.

    Natürlich ist immer alles Geschmackssache, aber einem Album aus den 80ern voruzwerfen, dass es nach typisch 80er Jahre Produktion klingt, ist schon etwas grotesk. Warum sollte es im Jahr 1985 nach 60er, 70er oder gar hellseherisch nach 90er Jahre klingen? Ich finde es schön, wenn ein Album die Zeit widerspiegelt, in der es veröffentlicht wurde. Das macht das Anhören für mich so schön, dass ich damit eine bestimmte Zeit, ein bestimmtes Lebensgefühl verbinde. So geht es mir auch mit Filmen und Serien aus den 80ern, die für mich auch gerade wegen des typischen 80er Jahre Flairs gefallen und Erinnerungen an meine Kindheit hervorrufen.


    Mir gefallen alle drei Alben der 80er Jahre sehr sehr gut, aber auch bei mir würde "Eyes of a woman" (allerdings auf sehr hohem Niveau) als letzter Platz abschneiden. Warum ist eigentlich bombastisch in den Augen einiger immer etwas negatives? Es gibt doch auch Bombastpop-/-rock als Musikrichtung, zum Beispiel Meat Loaf, oder die 80er Jahre Alben von Bonnie Tyler, das sind doch alles Andere als simple Produktionen und Massenware, ganz im Gegenteil. Sehr aufwendig orchestriert und produziert sind diese Bombastsachen.


    Ich finde es schön, dass die drei Alben von Agnetha alle so verschieden sind. Das bringt eine schöne Abwechslung: WYAAM ist das sehr positive, melodiebetonte Softpopalbum, wo der Sound noch am Ehesten an ABBA erinnert, "Eyes of.." ist das Bombastpopalbum oder Synthesizeralbum und "I stand alone" ist das in sich sehr runde, geradlinige Album mit nordamerikanischen Rockanklängen.


    Auf "I stand alone "gefallen mir alle Titel sehr, auf WYAAM und EOAW jeweils einer überhaupt nicht ("Take good care of your children" und "We should be together"). Das hier angesprochene "We move as one" ist mein Lieblingstitel auf dem Album und ich liebe diesen Titel gerade, weil es sich im Liedverlauf immer weiter zur Bombastballade steigert. Wenn ich auf dem Album wirklich einen einfach gestrickten Song ausmachen würde, dann ist es "Just one heart", das für mich immer naiv und zuckersüß gesungen wie ein Kinderlied klingt, das ich aber trotzdem irgendwie mag.


    Was den Erfolg angeht, so gilt der größere Erfolg von "I stand alone" gegenüber "Eyes of a woman" freilich nur für Schweden. Europaweit betrachtet ließ der Erfolg genau in chronologischer Albumreihenfolge nach.


    Alles in allem finde ich aber, dass sich in punkto Songauswahl und Produktion keines der Agnetha Alben der 80er Jahre hinter den damals angesagten und erfolgreicheren Künstlern / Alben verstecken musste. Für mich ist hier eindeutig das Manko an Promotion und Agnethas gewollte niedrige Dosierung an TV- und Konzertpräsenz für die weltweit niedrigen Verkaufszahlen von "Eyes of a woman" und "I stand alone" (in den wichtigen Märkten Großbritannien und Deutschland auch WYAAM) verantwortlich. Mit jedem Album hat Agnetha damls ihre Promotionaktivitäten weiter reduziert.

    Ich liebe das ABBA Album auch ganz besonders.


    Ich bin der Meinung, dass dieses Album mit Abstand das abwechslungsreichste aller Studioalben war. Während die Alben danach im perfektionierten "Pop" waren, bot dieses Album eine ganze Reihe an verschiedenen Musikrichtungen. Wie Scotty es schon beschrieben hat: Glamrock, Schlager, Reggae, Instrumental, Pop,....


    Ob man sie mag oder nicht, aber Songs wie "Man in the middle" oder "Rock me" waren stilistisch einmalig. Oder "Bang-A-Boomerang", wann gab es jemals wieder so eine energigeladene, wirklich hymnische und flotte Gute-Laune Nummer? Wann war eine Ballade jemals wieder so glockenklar gesungen wie "I've been waiting for you"? Die rockigen Töne bei "Hey Hey Helen" haben ebenso Alleinstellungsmerkmale wie der Reggae-Rhythmus auf "Tropical Loveland".


    Schon komisch wie man die Eigenschaften eines Albums in den Medien so unterschiedlich bewerten kann: Die einen nennen es ein vielseitiges und abwechslungsreiches Album, andere Kritiker sprachen damals davon, ABBA zeigten mit der Silvielfalt eher eine Orientierungslosigkeit und Unsicherheit, wie der Sound zukünftig aussehen sollte. Immer wieder erstaunlich, wie man die gleiche Eigenschaft (Abwechslung) sowohl positiv wie auch negativ auslegen kann.

    Nur wenige Künstler haben rekordverdächtige Verkaufszahlen bei ihren Studioalben und gleichzeitig parallel dazu anhaltende Nummer-1-Hits in de Singlecharts.
    Oft sind Musiker entweder Single- oder Albumkünstler. Künstler die schon ein paar Jahre oder länger auf dem Markt sind, haben dann meist Stammkäufer, die gleich zum ganzen Album greifen, weil sie wissen, dass die Songs durchgängig gut sind. So wie heute Bruce Springsteen, Bryan Adams, Rod Stewart, Rolling Stones, AC/DC,.. Die haben keine Singlehits mehr.


    Das hat mich bei ABBA immer erstaunt, dass sie bis zum Schluss auch noch Nummer-1-Hits in den SInglecharts landen konnten, häufig sogar noch, wenn es eine Spätauskopplung war (also die dazugehörige LP auch schon auf dem Markt und gut an den Mann gebracht).


    Wer waren diese ABBA Singlekäufer? Ich meine, ABBA hatten durchgängig gute Qualität. Wer einen Song mag, dem gefällt auch das ganze Album- das gilt ja bei ABBAs durchgängiger Ohrwurmqualität ganz besonders.
    Ich meine, außer den Sammlern wird doch niemand über die Jahre 15 oder 20 ABBA Singles gekauft haben, aber keine einzige LP der Gruppe. Also was meint ihr, welche Personengruppe hat die ABBA Singles (außer Sammler) gekauft?

    Normalerweise gilt ja der Refrain als der markante Höhepunkt in einem Lied, das Teilstück, was beim Hörer hängen bleibt und die größte Eingängigkeit hat. Die Strophen sind der Weg zum Refrain / Höhepunkt eines Liedes.


    Nun die Frage, bei welchen Liedern es Euch umgekehrt geht? Also wo Euch die Strophen bei einem Lied besser gefallen als der Refrain?


    Bei mir wäre allen voran FERNANDO. Ich liebe die sparsame Orchestrierung in den Strophen, die Atmosphäre mit den Trommeln und der Gesang der Frauen. Einfach himmlisch und träumerisch. Wenn der Refrain und die Männerstimmen einsetzen, geht diese Atmosphäre in meinen Augen verloren.


    TAKE A CHANCE ON ME ist auch so ein Kandidat. Vielleicht ist mir hier der Refrain einfach schon zu ausgeleiert, aber die zweite Hälfte der jeweiligen Strophe wo sich Agnethas Stimme so kraftvoll hebt, ist für mich der Höhepunkt des Liedes.


    weitere:


    IF IT WASN'T FOR THE NIGHTS
    GIMME! GIMME! GIMME!
    WATERLOO
    SUMMER NIGHT CITY

    Es stellt sich die Frage was genau Du mit Video meinst. Offizielle Videoclips wurden und werden ja gedreht, um eine Singleveröffentlichung zu unterstützen / zu vermarkten. Da kann es ja nie darum gehen, für möglichst jeden Song ein Video zu haben, nur die Singles. Alles Andere sind dann Liveaufnahmen oder TV-Auftritte.

    Ja ich liebe dieses Special auch, es trug mit dazu bei, dass ich auf ABBA aufmerksam / Fan wurde. Allerdings war das bei mir nicht 1976, sondern das war 1992 oder 1993 als dieses Special mal abends in der ARD wiederholt wurde. Das war im Kielwasser des ABBA Gold Erfolges. Mein Vater schaute die Sendung und ich war (12 Jahre alt) mit im Raum und gleichermaßen fasziniert. Danach musste die ABBA Gold Kassette her, der Beginn meiner ABBA Leidenschaft.


    DVD ja ode nein, ist mir mittlerweile egal. Wenn man an uns kein Geld verdienen will, ist man selber schuld. Bei YOUTUBE sind viele Sachen inzwischen in sehr hoher Qualität. Auch dieses Musikladen Special habe von YOUTUBE geladen auf meiner Mediafestplatte, so dass ich es über den Fernseher schauen kann. Qualität ist Top.


    Insgesamt ist schon faszinierend, wie viele TV-Specials in wie vielen Ländern es früher von ABBA gab. Wo gibt es das heute in unserer schnellebigen ZEit überhaupt noch, dass ein internationaler Künsler mehr als 1 Song (meist die aktuelle Single) in einer Sendung singt? Die Zeitfenster waren damals einfach größer.

    Scotty, Du sprichst mir aus der Seele, das ist eines der herbeigeredeten Flopthemen, die mich auch schon seit Jahrzehnten mächtig aufregen. Natürlich liegt das an der Fixierung auf Großbritannien. Man muss sich das mal überlegen, ABBA haben glaube ich 15 Millionen Platten in Großbritannien verkauft, weltweit aber 380 Millionen. Da sieht man mal die Verhältnisse, ABBA ohne Großbritannien (also die 15 Millionen abgezogen) wäre immer noch eine erfolgreiche Gruppe im dreistelligen Millionenbereich, ABBA nur in Großbritannien und (wie Björn) den Rest der Welt ignorierend, wäre mit 15 Millionen Platten heute nie in der gleichen Liga wie sie eben durch die weltweite und nicht nur britische Präsenz heute globaler Kult sind. All der Reichtum, die Auszeichnungen, die Würdigung und der Einfluss auf neue Generationen hätte nie mit einer nur in Großbritannien erfolgreichen Gruppe stattgefunden, die in anderen Teilen der Welt gefloppt wäre.


    Schon komisch, dass Björn diese Zahlen-/Mengenverhältnisse scheinbar nicht bewusst sind. Wie schon vorher gesagt, weltweit betrachtet haben Eagle, Summer Night City, Lay all your love on me oder Voulez-Vous bedeutend schlechter abgeschnitten als "The day before you came". Besonders nach Lay all your love on me würde heute kein Hahn mehr krähen, wenn Erasure den nicht 1992 mit erfolgreich gecovert hätten. Vom Erfolg her hätte der gar nicht auf ABBA Gold gehört, ebenso wenig wie "Voulez-Vous".


    Was mich aber doch noch mehr ärgert, dass Björn wirklich so nur auf kommerziellen Erfolg geschielt hat, falls dieses Zitat wirklich so stimmt. Geld und Erfolg waren also selbst 1982 noch so wichtig, dass ABBA trotz einer "Null Bock" Stimmung bei einem Nummer-1-Erfolg von "The Day.." in Großbritannien weiter gemacht hätten? Sie hatten doch alles erreicht was man erreichen konnte und es gar nicht mehr nötig sich mit einer Nummer 1 was zu beweisen oder ihre Finanzen durch eine Nummer-1 aufzubessern. Andere, "ältere" Künstler landen auch keine Nummer-1-Hits mehr in den SInglecharts, haben aber nach wie vor Nummer-1-Alben, weil sie eben ein treues Stammpublikum haben (Bruce Springsteen, AC/DC, Rod Stewart, Joe Cocker bis vor kurzem) und haben es gar nicht mehr nötig, zur inneren Zufriedenheit auf die Singlecharts zu schielen.

    RING RING: He is your brother / Love isn't easy
    WATERLOO: Dance / What about livingstone
    ABBA: I've been waiting for you / Hey Hey Helen
    ARRIVAL: When I kissed the teacher / Tiger
    THE ALBUM: One man, one woman / Move on
    VOULEZ-VOUS: I have a dream / If it wasn't for the nights
    SUPER TROUPER: The winner takes it all / Our last summer
    THE VISITORS: When all is said and done / I let the music speak



    Bei mir ist es allgmein so, dass mir viele Albumtracks besser gefallen, als die meisten Singles. Ich weiß natürlich dass die SIngles meist zu Recht ausgekoppelt wurden und nicht wirklich die "schlechteren" Lieder auf den Studioalben sind. Das hängt bei mir eher damit zusammen, dass ich früher als Sammler neben den 8 Studioalben auch möglichst viele der zig Best of Alben aus aller Welt haben musste- und diese natürlich auch regelmäßig bei mir im CD-Player mit an der Reihe waren. Dadurch waren die bekannten Titel natürlich viel häufiger im CD-Player und ich habe sie mir wohl teilweise leicht überhört.

    Ganz genau, ich verstehe das auch nicht. Deutschland als größter Musimarkt in Europa und hier wurde die Doku nie gezeigt. Vor allem wenn man sich ansieht, dass diese Doku in vielen Ländern bei der Erstausstrahlung sogar zur besten Abendzeit / Primetime lief.