Beiträge von Teleny

    Die Frage habe ich mir ehrlich gesagt noch nie gestellt. Ich glaube auch, dass es d e n

    magischen Moment bei mir nicht wirklich gab. Bei ABBA war es wahrscheinlich der Moment

    der Weltpremiere von “I Still Have Faith In You”, denn da ich im Osten groß geworden bin, hatte ich nie die Möglichkeit ABBA jemals live zu erleben und heute bin ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage zu reisen, um mir die Voyage-Show anzusehen.

    Aber es gab in meinem Leben sicher viele kleine magische Momente, die sich mir ins Gedächtnis eingebrannt haben. Das hat auch nicht unbedingt was mit kommerzieller Musik

    zu tun. Der früheste Kontakt mit Musik war sicher das Gutenachtlied “Leise Peterle, leise”, das mir mein Vater manchmal zum Einschlafen vorsang. Das hat schon eine besondere Bedeutung für mich, jetzt, wo er nicht mehr da ist. Oder als meine Schwester in der Frauenkirche in Dresden sang. Sie hat klassischen Gesang studiert und unterrichtet heute an einer Musikschule.

    Von den Konzertbesuchen nach der Wende ist mir besonders das Konzert von Barbra Streisand 2007 in der Waldbühne in Erinnerung geblieben. Das war schon von Hause aus eine Sensation, da sie davor kaum in Europa aufgetreten war. Deshalb hatte man auch das Gefühl, sie würde vom Publikum auf Händen getragen. Es war wirklich eine feierliche Stimmung, die ich bei keinem anderen Konzert jemals wieder erlebte.

    Anfang der 90er kam ich auch das erste Mal mit den Klangwelten von Dead Can Dance in Berührung. Sie waren damals in der Gothic-Szene schon sehr bekannt. Nach dem Film “Gladiator” hat Lisa Gerrard dann an über zehn Soundtracks(Baraka, Mission: Impossible II, Whale Rider) mitgewirkt. Mich fasziniert besonders die Kombination aus alten Instrumenten und Klängen mit ihrer unnachahmlichen Stimme und dass sie in einer erfundenen Sprache singt.


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    Es stimmt schon, was Benny sagt. Strophe und Refrain, das sind im Prinzip zwei verschiedene Melodien. Aber da gibt es weitaus schlimmere "Verbrechen" von ABBA, die tatsächlich veröffentlicht wurden. Also, ist es im Endeffekt nicht nachvollziehbar, warum Benny sich dagegen so sträubt. Und ja, es wurde alles schon zu dem Song gesagt.

    Sehr bewegend. Glückwunsch an die vier. Björn wirkte auf mich, wie ein kleiner, schüchterner Junge. Nicht negativ gemeint, war nur so mein Empfinden, als ich das Video sah. Frida ist so cool mit ihrer Gehhilfe. Sie benutzt sie ganz selbstverständlich und mit Würde. Schön, sie alle gemeinsam in diesen Rahmen zu sehen.

    Eigentlich wollte ich zum heutigen Internationalen Kindertag einen fröhlichen Song aus meiner Kindheit posten. Aber als gestern die Meldung kam, die Ukraine darf jetzt mit deutschen Waffen russische Ziele beschießen, wurde es dann Hiroshima von Wishful Thinking. Was ist das nur für eine Zeit, in der man versucht, mit immer mehr Waffen einen längst auf beiden Seiten verlorenen Krieg zu gewinnen, statt alles daranzusetzen, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren? Ich dachte, meine Generation hat das Glück keinen Krieg hautnah mitzuerleben zu müssen, aber wieder mal ist Scholz eingeknickt und unsere Regierung tut alles, um diesen Krieg eskalieren zu lassen. Ebenso wie Frankreich, das Soldaten hinschickt und dann bekommt Macron auch noch einen Friedenspreis dafür. Ich verstehe diese Welt nicht mehr.


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    Tamara Danz, unvergessen. Zumindest für mich. Eine der besten Sängerinnen, die der Osten zu bieten hatte.


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    Gabs da nicht mal ein Interview, wo Benny erklärt, weshalb JLT nicht veröffentlicht wird? Ich glaube, er sprach sinngemäß davon, dass der Song eigentlich aus zwei Liedern besteht und die Melodie der Strophe nicht zum Refrain passt. ABBA haben ja dann JLT auf einer CD-Single veröffentlicht, auf der in dem Song im Prinzip nur der Refrain zu hören ist.

    Lange nicht mehr gehört. Lief bei mir in den 90ern in Dauerschleife. Dead Can Dance mit der einzigartigen Sängerin Lisa Gerrard.


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    Ich finde, alle drei Versionen haben ihren Reiz. Aber hier wurde ja explizit danach gefragt, was einem am besten gefällt. Von daher ist es ja nicht verwunderlich, dass da völlig verschiedene, subjektive Antworten kommen. Hat sicher auch was mit den Hörgewohnheiten und den Geschmäckern jedes einzelnen zu tun. Gloria Jones hat eine wirklich gute Stimme. Sehr warm und soulig. Als Kind der 70er mag ich auch dieses Duett mit Marc Bolan von ihr.


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    Gloria Jones hat übrigens auch für viele andere Größen Songs komponiert. Für die Jackson Five, The Supremes, Gladys Knight und Diana Ross, um nur einige zu nennen.


    Den 80er Synthiepop empfinde ich persönlich nicht als kalt, sondern eher als elegant. Mich hat das damals sehr fasziniert, was man mit elektronischen Klängen für vielschichtige kleine Meisterwerke schaffen konnte. Habe mal davon gehört, dass selbst Bennie sehr angetan von Synthies war. Diese Klangwelt hatte auch immer etwas Entrücktes und Fremdartiges an sich, manchmal auch etwas Verspieltes.


    Rihanna kenne ich persönlich nicht wirklich. Deshalb erlaube ich mir da auch kein Urteil. Sie spielte bisher in meiner Musikwelt keine Rolle. Irgendwie ist es ja auch das nicht zu übersehende Merkmal der heutigen Zeit, dass altes Musikgut verwendet wird, um es neu aufzupolieren. Die Charts sind voll davon. Klar gab es schon immer Coverversionen, nur heute ist es meiner Meinung nach ziemlich extrem. Offenbar funktioniert das am einfachsten, schnell viel Geld zu machen. Zumindest, was den Mainstream betrifft. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Ich persönlich mag ja das Video von Soft Cell sehr. Wie auch all die Videos, die Anfang der 80er entstanden sind und auf MTV liefen. Das waren noch richtig kleine Geschichten, die die Musik wunderbar ergänzten. Die Videos von ABBA fand ich schon immer etwas ungelenk. Die Machart erinnerte mich immer an die ostdeutschen Versuche, Musik-Videos zu produzieren. Wie gewollt, nicht gekonnt. Es gibt, glaube ich, kein einziges ABBA-Video, was mir wirklich gefällt. Das Video von Rihanna ist im Prinzip ein verlängertes TikTok. Ein einziges Gepose, ohne wirklichen Inhalt.

    Ich wusste bisher nur, dass "Tainted Love" von Soft Cell eine Coverversion ist. Den Song von Rihanna kannte ich gar nicht. Du hast recht, er kann seine Verwandtschaft nicht verleugnen. Da ich Soft Cell sehr mag, ist das für mich natürlich die beste Version. Aber das Mash-up finde ich auch sehr gelungen. Vielen Dank für deinen Tipp und die Geschichte. :thumbup:

    Hab meinen uralt-Account genutzt – und bin auf YouTube fündig geworden:


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    Ich kann mit Covern nur dann was anfangen, wenn der Song, das Stück im eigenen Stil einer Band, einer Gruppe, einer Sängerin, eines Sängers interpretiert wird. Das ist hier gegeben: Zwanzigerjahre-Jazz. Das finde ich interessant und überraschend. Doch leider kann ich der Stimme von Gunhild Carling nichts abgewinnen. Insofern bin ich nicht wirklich angetan von dieser Cover-Version von Dancing Queen.

    Ja, kenne ich. Das ist eine Super-Version. Toll umgesetzt und gut gesungen. Ich mag sie sehr. :thumbup:

    Hast du denn Teresa Teng auch live erleben können, als sie noch lebte? (Ich weiß nicht, wann sie starb)


    Das Problem bei den Avataren ist wohl die Bewegung im Raum. Man sieht es bei Teresa auch ganz am Anfang, als sie die Bühne betritt,

    Danach steht sie eigentlich nur, wobei mir die Mimik im Gesicht ziemlich echt vorkommt. Das ist wirklich gut gemacht, ohne jetzt einen Vergleich

    mit der echten Teresa zu haben.


    Was den ABBA-Avatar Auftritt beim ESC betrifft, so fand ich den auch ziemlich künstlich. Vor allem die Bewegungen im Raum sind nicht besonders flüssig.

    Das Problem, bei diesem Wegfiltern ist nur, dass man es hört und die Klangqualität beeinträchtigt wird. Aber es gibt weitaus schlimmere Beispiele, als die genannten Links.


    Mir gefiel aber eine Reihe tatsächlicher Instrumental-Cover, die ziemlich nahe an das Original herankommen. Hier ein Beispiel, das ich persönlich für sehr gelungen halte:


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    Ja schon noch.


    Und trotzdem glaube ich nicht daran, dass es mal einen wirklichen Welthit geben wird, der nur durch KI entstanden ist.

    Ich schon. Nicht ausschließlich durch die KI, aber als Tool zur Inspiration und Erleichterung in der Produktion, kann ich mir das im Mainstream-Bereich sehr gut vorstellen. Die Bezahlversion von suno ist übrigens, um einiges besser. Man sollte dabei auch bedenken, dass es diese KIs erst seit circa zwei Jahren gibt und diese sich mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit weiterentwickeln. Was da in nur fünf Jahren möglich sein wird, kann man sich jetzt wahrscheinlich noch gar nicht vorstellen.

    Ich finde Agnetha wird in der Doku zu negativ dargestellt. Die Doku endet bei Super Trouper und keine Erwähnung des Albums Voyage oder wie ABBA

    nach 1983 wieder zu einander gefunden haben. Schade.

    Finde ich gar nicht. Sie wird wie immer als eine verantwortungsbewusste junge Frau dargestellt. Im Sinne des Kommerz, war das sicher negativ, aber rein menschlich ist das eher bewundernswert. Meine Lieblingsszene ist immer, wenn sie den doofen Journalisten Paroli bietet und sagt, sie hat ihren Hintern nicht gesehen. Sie hat also sogar Humor. Auch, dass sie ihre Kinder immer an erster Stelle stellt, ist toll. Ich will damit sagen, man kann diese angeblich negativen Dinge durchaus auch positiv bewerten.

    Das stimmt schon, der Titel - Die ganze Geschichte - ist irreführend. Es hätte besser - ABBAs steiniger Aufstieg zu einer internationalen Popgruppe - heißen sollen. ^^

    Fand ich persönlich gut, auch wenn jetzt nicht Neues dabei war. Die Doku ist eher kritisch, besonders, was die negative Rolle der damaligen Medien betrifft. Manche Fragen von Journalisten gingen doch sehr ins Private und waren einfach geschmacklos. Mich hat immer nur das musikalische Schaffen der Vier interessiert. Darauf wird allerdings erst im letzten Drittel der Doku eingegangen.