ABBA wird auf YouTube vielfach analysiert

  • Hallo in die Runde...


    In den vergangenen Wochen sind mir des öfteren Videos ins Auge gestochen, in welchen Musiker/Musik-Dozenten Hits von ABBA analysieren und bewerten. Wenn man sich dann mal weiter durchwuselt, kommt dies noch nicht einmal selten vor.


    Die Reaktionen derer, die die Videos einstellen ist meist nicht banaler Art und Weise, sondern geben durchaus Analysen/Reaktionen zu Instrumentation und Text wieder.


    Vielleicht lohnt es sich für euch auch, mal reinzuschauen...

  • Da war ich wohl ein wenig zu flink unterwegs...


    Ihr braucht eigentlich nur unter "ABBA Songs Reaction" nachschauen.


    Sorry, ich bin momentan nur mit meinem Smartphone bewaffnet und da fällt mir mit meinen Wurstfingern schon das Tippen manchmal schwer! 8|


    https://youtu.be/1N1ehF0RbHM


    https://youtu.be/y-B1R1qGWjs


    Das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen und meine Finger haben sogar mitgespielt! :lol:

  • Wow sehr gut


    Hallo Leute,


    die Analyse von Dereck Reacts zu Like an Angel.... gefällt mir besonders, wo er Anni-Frid Stimme als Sternstunde des Pop bezeichnet. Dereck hört sich die Songs genau an und weist manchmal sogar darauf hin welche Instrumente, mit der Studio Technik eingesetzt werden, für mich sehr interessant. Werde mir bestimmt noch viele Clips anschauen und im Pop/Rock Sound zu versinken.

  • Hallo min vän, also dieser Dereck flippt ja wegen LAAPTMR richtiggehend aus. :thumbsup:
    Schön, dass es so junge Leute gibt, die ABBA Songs studieren und auseinandernehmen.


    Hach, und wir haben das alles vor fast 40 Jahren sozusagen live miterlebt.

  • chabba


    Das Video habe ich mir gestern Abend gleich angeschaut.
    Was mir an Dereck gefällt, er hat ein sehr ausgeprägtes Gehör bzgl Instrumentation und "erhascht" auch gleich die in die jeweiligen Songs eingebrachten Emotionen (z.B. bei The Winner Takes IT All)

  • Unüberhörbar. Könnte Scotty sein. :thumbsup:


    Er spricht von Agnethas beautiful voice und dann von Frida als the other singer. :whistling:


    Nachdem ich gerade diese Kommentar von Flexibel gelesen habe und ein bisschen geschmunzelt habe....(wobei ich im Gegensatz zu Dereck Frida nie als "The other singer" bezeichnet habe)........hat das Ganze jetzt doch mal mein Interesse geweckt und ich hab mir mal so eine Video-Rezension von Derecck angeschaut......


    Ausgewählt hab ich mir dabei seine Rezension zu Agnetha's CAN'T SHAKE LOOSE, weil mich die besonders interessiert hat, da viele dieses Video über die Jahrzehnte falsch eingeordnet haben, weil viele in einem Agnetha-Video auch eine Agnetha erwartet haben, die Agnetha verkörpert und nicht auf den Gedanken gekommen sind, dass Agnetha hier eine Rolle spielt.......Oft hörte ich dann gerade von Agnetha-Fans solche Kommentare wie, dass es "einem extrem weh tut, die liebe Agnetha in dieser Rolle so zu sehen", was natürlich vom Prinzip her eher unsinnig ist, denn Agnetha verkörpert hier in brillanter Art und Weise eine Rolle über eine fiktive Frau, die sie darstellt.


    Was nun die Rezension von Dereck betrifft, so muss man nun sagen, dass auch ich mir eine Rezension eines Musikstückes dann schon etwas anders vorstelle.... Dereck scheint ein netter Typ zu sein und er scheint auch ein großer Agnetha-Fan zu sein, aber was den musikalischen Gehalt dieses Songs betrifft, hat er wenig erhellendes beigetragen. Seine Rezension beschränkte sich in der Hauptsache auf die Story...


    Auch hier lag er aber zumindest teilweise daneben, als er anmerkte, dass die Story des Songs bzw. der Song eher in "Frida's Territory" geht, was natürlich musikhistorisch blanker Unsinn ist........Die Thematik dieses Songs behandelt nämlich ein sehr spannendes Thema, was man übergreifend unter "Abhängigkeit" einordnen kann, was Agnetha ganz oft auch schon bei ABBA verkörpert hat und was in diesen Songs ihr ureigenst dargestelltes Thema war, wie beispielsweise in Songs wie UNDER ATTACK bei der Verkörperung der Frau, die sich im Banne eines Mannes befindet, dem sie entfliehen möchte, das alleine aber nicht kann oder bei THE DAY BEFORE YOU CAME bei der Verkörperung einer Frau, deren bisherige Lebenskoordinaten beim Kennenlernen eines neuen Mannes zusammenbrechen und ihr so ihre bisherige Einsamkeit bewusst wird oder bei LAY ALL YOUR LOVE ON ME bei der Verkörperung einer krankhaft eifersüchtigen Frau....


    CAN'T SHAKE LOOSE verkörpert in diesem Kontext thematisch quasi die exakte und direkte Fortsetzung des Themas von UNDER ATTACK, nur hat Agnetha bei CAN'T SHAKE LOOSE dieses Thema viel klarer, plastischer und sexuell viel offensiver angepackt, als sie und ABBA das noch bei UNDER ATTACK taten. Dies ist auch musikalisch der Fall, denn die extrem rockige Note von CAN'T SHAKE LOOSE ist perfekt für die Thematik......Der Grund, dass Dereck hier diese Verbindung gezogen hat, lag wohl daran, dass CAN'T SHAKE LOOSE von dem selben Komponisten geschrieben wurde wie Frida's I KNOW THERE'S SOMETHING GOING ON, nämlich von RUSS BULLARD, nur hat er dann eben nicht unbedingt die richtigen Schlüsse daraus gezogen, vielleicht ja auch, weil er die Historie der Songs von Agnetha und Frida nicht so kannte bzw. kennt.......Richtig lag er allerdings damit, dass das Thema im Lied und auch im Video bei Agnetha's CAN'T SHAKE LOOSE besser dargestellt und musikalisch interpretiert wurde, als dies bei dem Frida-Pendant IKTSGO der Fall war, denn bei CAN'T SHAKE LOOSE wurde alles deutlich direkter und musikalisch zum Thema bezogen stimmiger umgesetzt.......


    Gerade eine musikalische Rezension wäre hier sehr interessant gewesen, gerade was das das musikalische Arrangement in Verbindung mit dem gesanglichen Arrangement betrifft.....Das aber fehlt in dieser Rezension weitgehend...


    Treffend dagegen die Bemerkung, was die Machart des Videos betrifft, in dem man nicht die singende Agnetha, sondern nur die schauspielernde Agnetha sieht, .....und was dann mit einem großen AHA-Effekt aufgelöst wird


    Das Video arbeitet dabei mit diesem Stilmittel, das für die damalige Zeit Anfang der 80er-Jahre sehr ungewöhnlich war, denn es erzählte in beeindruckenden Bildern eine Geschichte, ohne dass man die Künstlerin singend dabei sieht, sondern ausschliesslich schauspielernd..........Das war ein Stilmittel, das erst Jahre später, so etwa Mitte bis Ende der 80er-Jahre verstärkt in die Musikszene einzog und schliesslich gang und gäbe wurde......Der besondere AHA-Effekt in diesem Kontext ist aber eine ganz besondere Sache, denn Agnetha verband den visuellen schauspielerischen Teil des Videos und dem auditiven gesanglichen Teil des Videos, indem sie eine singende visuelle Sequenz in den Film einbauen liess, wenn sie mit dem Mann am Tisch sitzt .....Ein grandioser Effekt für die damalige Zeit

    Den dargestellten "Typ" nannte Dereck mehrfach "creepy", aber genau das sollte er ja auch darstellen und mit MIKAEL RICKFORS fand man dabei auch einen Schauspieler, dem man diese "Fiesheit" auch wirklich abnimmt.....und Agnetha verkörpert die Rolle und die Ambivalenz dieser abhängigen Frau einfach grandios..........Lustig dabei ist übrigens, dass die beiden Darsteller eigentlich hier eher das Gegenteil dessen verkörpern, was sie eigentlich wirklich waren, denn auf der einen Seite galt MIKAEL RICKFORS privat als sehr zurückhaltender und humorvoller Mensch, während Agnetha eine sehr selbstbestimmte Frau war und ist.


    Ich glaube, dass das Thema Abhängigkeit, was ja durchaus in vielen ABBA-Liedern thematisiert wurde, von einem ABBA-Mitglied nie kompromissloser, brutaler und auch sexuell offensiver dargestellt wurde als in CAN#T SHAKE LOOSE......Damit meine ich jetzt sowohl Musik als auch Video bzw. das Zusammenspiel von beidem


    Was das "Rezensions-Video" von Dereck betrifft, so ist es trotz dieser gewissen "thematischen Ungenauigkeiten" aber trotzdem ganz sehenswert, weil es durchaus nett dargebracht wurde und man ihm seine Begeisterung für Agnetha und das Lied auch deutlich anmerkt


    Der Link dazu...


    https://www.youtube.com/watch?v=B-6nyFtPGtU

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