The Kids of the Seventies.........Unsere Songs der 70er

  • Tolles Thema!


    Durch euer Einstellen von Liedern habe ich mir Titel angehört, an die ich bestimmt Jahrzehnte nicht mehr gedacht habe.


    Trotzdem sofort erkannt und viele sind auch mit besonderen Erinnerungen verbunden.


    Mein erster "Popsong" war Mexico von den Les Humphries Singers, dh mit diesem Lied begann ich mich zum ersten Mal für eine Musikart zu interessieren, die anders war als die meiner Eltern.


    https://www.youtube.com/watch?v=wJBe6IUZdT0

  • Als Teenager in den 70ern habe ich außer ABBA sehr gerne Boney M., die Bee Gees, Smokie sowie deutsche Schlager gehört.



    Und dann gab es ja auch immer wieder diese One Hit Wonder, hier möchte ich ganz speziell an einen Titel aus dem Jahr 1977 erinnern, ein Film war schuld das dieser Song den Weg in die Charts fand. Für mich der erste nicht englisch oder deutschsprachige Titel der mir sehr gefiel und irgendwie ein Ohrwurm wurde.


    Jeanette : Porque te vas


    https://youtu.be/uWYTTQFyt74

  • Man kann sie gar nicht alle aufzählen, die Songs, die in den 70-er Jahren sehr präsent waren. Die erste Hälfte der 70-er Jahre war für mich vor alem vom Glam-Rock geprägt, vor allem Sweet (meine damaligen Favoriten), T-Rex, Slade, Suzi Quatro waren damals die Kracher, auch die Les Humphries-Singers oder Middlle of the Road mischten mit. Es gab aber auch ganz andere Titel, welche die Spitzenplätze der Charts eroberten: z. B. Butterfly von Daniel Gerard, wochenlang die Nr. 1 in 1971.


    Die zweite Häfte war dann schon von ganz anderen Gruppen und Sängern (neben Abba) geprägt: Smokie, Bay-City-Rollers, Boney-M., Barcley-James-Harvest...irgendwie wurde es 'weicher', es gab kein 'Ballroom Biltz' mehr. Aber auch deutsche Titel waren ganz oben: z. B. 'Ein Bett im Kornfeld' von Jürgen Drews (Orignal 'Let your Love flow)... Insgesamt betrachtet war das musikalisch für mich das interessanteste und schönste Musik-Jahrzehnt. Vielleicht liegt es auch daran, dass man mit dieser Zeit großgeworden ist? Ich weiss es nicht. Aber ich weiß, dass ich diese Musik auch heute nicht missen möchte. Sie hat mir weitaus besser gefallen als das, was heute auf dem Markt ist.


    Eine Gruppe von damals taucht in Bälde nochmal auf: ABBA!!

  • Und dann gab es ja auch immer wieder diese One Hit Wonder, hier möchte ich ganz speziell an einen Titel aus dem Jahr 1977 erinnern, ein Film war schuld das dieser Song den Weg in die Charts fand. Für mich der erste nicht englisch oder deutschsprachige Titel der mir sehr gefiel und irgendwie ein Ohrwurm wurde.


    Jeanette : Porque te vas


    Ein toller Song von damals, Jens..... :thumbup:


    Allerdings stammte er aus dem Jahre 1974.....und er war jener Song, der Agnetha bei der gesangstechnischen Frage zu ihrem Song DOKTORN inspirierte


    ich hab mal ausführlich darüber geschrieben und kopiere die entsprechende Textstelle hier einfach mal dazu rein.......



    Im Zitat ist auch ein Auftritt Jeanette Anne aus dem Jahre 1974 verlinkt.....
    .

  • Es ist einmal mehr spannend, darüber nachzudenken. Danke für diesen Thread.
    Und, Danke für die Musik.


    Es ist Samstag, mieses Wetter draußen, und ich habe Zeit. Sollte ich also abschweifen, entschuldigt bitte.


    Ich glaube, Musik muss die Seele berühren. Das schafft bei mir neben klassischer Musik vorrangig die Popmusik der 70er und 80er.


    Geprägt als "Hello, hello. Turn your radio on!"-Jugendlicher war durch das Radio unsere Zeit die Zeit der Hitparaden. Dann gab es noch kurz die Phase, als das Video den Radiostar 'killte'. Inzwischen ist Musik ein recht einfach zu produzierendes und ohne Platte, Kassette oder CD schnell digital zu verbreitendes Massenprodukt. Selbst die Mehrzahl der Radiosender generieren nur noch Playlists aufgrund irgendwelcher Algorithmen, welche in Echtzeit durch den Einfluss von Musikvermarkterfirmen generiert werden und nur noch in Nischensendungen durch gute Musikredakteure oder Hörerwunschprogramme gestaltet werden. Sicher gab es den Einfluss der Plattenfirmen damals auch auf das, was im Radio einmal mehr gespielt werden sollte. Entscheidend waren aber immer die verkauften Tonträger. Heute bestimmen schnell geklickte Likes im Vorbeigehen (kurz Reinhören), was zum Trend wird. So schnell wie diese Likes geklickt werden, sind sie aber auch wieder vergessen.


    Das, was meine Seele berührte, hielt ich für gute Unterhaltung. Das waren natürlich ABBA und vieles von dem, was eben in den Hitparaden lief. Einfache britische Gitarrenriffs im Foxtrott-Tempo à la


    "I don't know why she's leaving, or where she's gonna go
    I guess she's got her reasons but I just don't want to know
    'Cause for twenty four years I've been living next door to Alice"


    Oder eben auch gute Studioproduktionen im gleichen Tempo, z.B. "Rivers of Babylon". Ich war das, was man heute Binge-Listener nennt. Kaum zuhause in meinem Zimmer lief eben Musik. Ich hatte meine eigene riesige UKW-Antenne, um möglichst rauschfrei Stereo mit einem Hifi-Tuner empfangen zu können. Ich hatte natürlich meinen eigenen Plattenspieler. Und ich war Lötkolben-Technikspieler mit Spulentonbandgerät (Vier Spuren, umgebaut, um gleichzeitig wiederzugeben, aufzunehmen und damit hin- und her immer mehr Stimmen hinzuzufügen), unzähligen mittelmäßigen Selbstbauboxen und analogen Mischgeräten. Aus der "Neverending Story" von Limahl hatte ich mal eine fast 30-minütige Fassung aus unzähligen Schnipseln zusammengebastelt, oder auch aus "We belong" von Pat Benatar. Ich mochte Franky goes to Hollywood von "Relax" bis "Welcome to the pleasuredome", Falco "Jeanny", aber auch das komplette Album von Pink Floyd "The Wall" (am Stück, natürlich!).


    Meine Seele war wohl hitparadenkompatibel. Meine erste, unbewusste ABBA-Begegnung muss wohl, nach aktuellen Recherchen in der Datenbank meiner Großhirnrinde, "Dance - while the music still goes on!" gewesen sein. Das löst jedenfalls auch heute noch irgendein Gefühl aus, als hätte es das in meiner Erinnerung schon vor dem Namen ABBA gegeben.


    Während mein ein Jahr älterer Bruder damals die Beatles hörte und während der Pubertät in den 70ern zunehmend politischer, rebellischer konsumierte (nicht unbedingt selbst politischer wurde), angefangen mit Lennon, später dann Bob Dylan, Neil Young usw., war ich wohl mehr der Softie. Ich spielte Klavier, er spielte Bass. Unsere Eltern ließen uns beide gewähren. Heute, fast 45 Jahre später kann ich sie glücklicherweise noch befragen. Und ich weiß, auch sie hören heute noch das, was damals in unseren Kinderzimmern lief.
    Ob wir das über uns in 45 Jahren sagen können? Ich kenne ja nicht mal wirklich diese Musikschnipsel, wenn unsere Tochter hektisch ihr Smartphone mit dem Autoradio verbindet, um uns irgendwas 'cooles' vorzuspielen und dann doch nur bruchstückhaft durch unsortierte mp3-Ordner zappt.
    Ich verweigere mich nicht der aktuellen Musik. Natürlich gibt es auch heute noch gute Produktionen. Aber neues, was meine Seele berührt, ist seltener geworden.

  • Ich glaube, Musik muss die Seele berühren. Das schafft bei mir neben klassischer Musik vorrangig die Popmusik der 70er und 80er.

    Ich verweigere mich nicht der aktuellen Musik. Natürlich gibt es auch heute noch gute Produktionen. Aber neues, was meine Seele berührt, ist seltener geworden.

    Besser kann man es nicht beschreiben .... Genauso sehe ich das auch :thumbup: :thumbup: :thumbup:

  • Ergänzung. Passt zwar auch nicht ganz zum Thema, aber untermauert meinen obigen Text.


    Wenn man im Jahr 2020 abends im Auto unterwegs ist und im Autoradio bei einem großen norddeutschen Sender ABBA "One of Us" hört, ist das schon etwas ganz besonderes. Noch dazu im Fahrzeug einer Schwedenmarke. Hier fuhr gerade meine Frau (man sieht's vielleicht an der Einstellung der Sitzheizung), so dass ich diesen ergreifenden Moment am 06. Januar 2020 doch mit einem Foto festhalten konnte.
    :D


    NDR2_060120.jpg

  • Scotty, habe eben nochmal nachgesehen , Porque te vas belegte am 02.05.1977 die Nr. 1 der deutschen Charts ( ABBA waren da übrigens Platz 3 mit Knowing me knowing you ). Wenn der Song 1974 aufgenommen wurde dauerte es ja ziemlich lang bis er in die Hitparade einstieg.

  • Ja, Jens, das dauerte in der Tat ziemlich lang und hat wohl damit zu tun, dass der Song 1976 filmisch verarbeitet wurde und danach noch einmal wiederveröffentlicht wurde.


    Im Original ist er jedoch 1974 veröffentlicht worden und hatte damals auch schon in einigen Ländern Erfolg.


    Agnetha, die damals ein gewisses Faible für einige spanische Songs hatte......die spanische Musikindustrie emanzipierte sich damals sehr stark von der scheidenden Franco-Dynastie........hatte damals das Lied DOKTORN schon geschrieben gehabt und wurde dann 1974 von PORQUE DES VAS zu der gesanglichen Stilistik inspiriert, wie sie DOKTORN dann gesungen und aufgenommen hat
    .

  • Scotty, habe eben nochmal nachgesehen , Porque te vas belegte am 02.05.1977 die Nr. 1 der deutschen Charts ( ABBA waren da übrigens Platz 3 mit Knowing me knowing you ). Wenn der Song 1974 aufgenommen wurde dauerte es ja ziemlich lang bis er in die Hitparade einstieg.

    Ich liebe diesen Song. Bei uns in der CH hat es auf Platz 4 geschafft. Dass er schon 1974 herausgekommen ist, habe ich gar nicht gewusst. Auch der Film Cría cuervos, wo der Song vorkommt, kenne ich nicht.

  • Da ist ja so einiges schon zusammen gekommen.
    Klasse, viele Anspieltipps !
    Ich muss sagen, dass ich erst ab 1979 Musik so richtig er/gelebt habe.
    Bin auf den Land aufgewachsen, wir hatten ein paar Tiere, dadurch habe ich mich viel um diese gekümmert.
    Aber ich kann mich an den" ESC" 1979 erinnern, da durfte ich auch mal in die "gute" Stube.
    Ich bin bis heute noch vom Winner-Song von Gali Atari & Milk + Honey "Hallelujah" angetan.
    Bei diesem Wettbewerb trat auch zum 2 x mal Anne-Marie David an, diesmal für Ihre "Heimat" Frankreich.
    Auch den Song von Jeane Manson mag ich.
    Danach habe ich die Musik der 70.(ziger), in mein Herz geschlossen, und verfolge einige Künstler bis heute treu, obwohl es um diese still geworden ist oder besonders deswegen.
    Sorry, etwas viel Text.
    https://www.youtube.com/watch?v=jKbvuYRR35E

  • Ich habe noch einen alten Hit ausgegraben. :D


    In meiner Kindheit haben meine Eltern haufenweise französische Chansons gehört. Regelmässig lief das Radio und speziell meine Mutter konnte nicht genug davon kriegen, mal abgesehen von Peter Alexander. Das hat mich schon auch ein wenig geprägt. :lol:
    So ein französischer Überhit kam dann 1975 heraus und lief bei uns im Radio auf und ab. Und ich muss zugeben, das war eigentlich das erste Mal, dass ich genauso fasziniert war von einem französischen Chanson. Und auch heute noch finde ich das eines der schönsten französischen Songs aller Zeiten.


    Joe Dassin - L'été indien
    https://www.youtube.com/watch?v=cN-OCHlfRTU

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