Björn kann ABBA nicht mehr hören

  • Was sagt ihr dazu:


    Der ehemalige Abba-Sänger Björn Ulvaeus will seine alten Hits wie "Dancing Queen" oder "Waterloo" in der Freizeit nicht mehr hören. "Ich höre die Lieder keineswegs so oft wie man glauben könnte", sagte der Musiker in Stockholm. Weder lege er zu Hause eine CD mit den Welterfolgen aus den 70er und 80er Jahren ein, noch sehe er sich im Fernsehen Wiederholungen früherer Auftritte an. Und wenn zufällig im Autoradio eines der Abba-Lieder laufe, handle er sofort: "Dann schalte ich aus."

  • ich glaube, er möchte die "alten" ABBA-Hits nicht mehr hören, weil er damit ja nicht nur schöne Augenblicke und momente verbindet, sondern auch viel trauriges wie die trennung von agnetha...
    ich kann ihn verstehen, aber eigentlich ist es sehr traurig... :(


    gruß AgnethaF

  • Ich habe das gestern auch schon gelesen!
    Und irgendwie hat es mich zuerst etwas überrascht und "geschockt", aber eigentlich kann ich es nachvollziehen, denn wenn man die ganzen Lieder (so schön sie auch sein mögen) immer wieder und wieder hört, will man sie irgenwann nicht mehr hören...Also ich kann Björn auch verstehen, wenn es auch ein bisschen schade ist...

    Look Into Agnetha´s Angel Eyes,


    One Look And You´re Hypnotized

    Einmal editiert, zuletzt von oberpartner ()

  • hej!
    ich glaube oerpartner hat recht:
    guckt mal björn und benny haben tage,wochen,monate,jahre (!) an den liedern gesessen,um sie zu schreiben, haben hin und her überlegt, was man noch verbessern könnte etc.
    dann mussten sie ihre lieder die ganze zeit spielen, weil die leute (also wir :giggles: ) sie immer wieder hören wollten!


    ich kann ihn irgendwo verstehen...
    außerdem sagen viele stars, dass sie sich nie im fernsehen slebst sehen wollen und auch ihre lieder im radio nicht hören möchten!

  • Ich denke auch, dass er die Lieder schon sooooooooooooooooooooooo oft gesungen und gehört hat, dass er die jetzt nicht mehr hören kann. Schon alleine um ein Musikvideo zu drehen muss man den Song x-mal wieder abspielen lassen. Und dann auch noch auf Tour und im Studio. Ich kann verstehen, dass er jetzt genug davon hat.


    Anderseits sind mit den Songs wahrscheinlich auch sehr viele Erinnerungen verknüpft, manche gute aber sicherlich auch manche schlechte.

  • Ich höre zur Zeit eigentlich mehr die Soloalben von Agnetha.
    Vor allem die neuen Fassungen der Alben Wrap your arms around me und Eyes of a woman haben es mir angetan.
    Meine Abbaplatten höre ich im Moment so gut wie gar nicht.
    Was allerdings nicht heißen soll, dass ich sie irgendwann mal wieder aus dem Schrank hole.
    Wenn ich aber Musik höre, dann muss sie schon ein wenig nach Abba klingen.
    So ganz ohne Abba geht es also nicht.
    Ich mag heute allerdings eher die Soloaufnahmen von Agnetha und Frida. Vor allem die frühen Soloalben von Agnetha aus den 60ern und 70ern mag ich sehr gern.
    Ich liebe das Album Elva kvinnor i ett hus. Die Alben Som jag är und När en vacker tanke blir en sang mag ich auch sehr gern.
    Björn kann ich allerdings verstehen, wenn er sagt, daß er die alten Abbatitel nicht mehr hören möchte. Für ihn ist das Kapitel Abba abgeschlossen.
    Aber dann denke ich, daß Björn und Benny Mammamia nicht hätten schreiben dürfen, wenn sie mit dem Kapitel Abba abgeschlossen haben.

  • Zitat

    Original von gemini
    Aber dann denke ich, daß Björn und Benny Mammamia nicht hätten schreiben dürfen, wenn sie mit dem Kapitel Abba abgeschlossen haben.


    Na ja, so ganz haben sie das ja nicht. Sonst hätten sie 2002 in London nicht einen Ausschnitt von Fernando gesungen, und es ist ja noch gar nicht so lange her, dass Benny mit ein paar Jungs der ehemaligen Band auch nochmal den ein oder anderen ABBA-Song gespielt hat ;)


    Jedenfalls kann ich Björn verstehen. Wenn du ungefähr dreißig Jahre lang immer wieder mit den selben, deinen eigenen, Liedern konfrontiert wirst - verständlich, dass sie dir irgendwann zum Hals raus hängen. Gerade, wenn du auch noch eine Menge Erinnerungen damit verbindest, die du dir vielleicht nicht allzu gerne ins Gedächtnis rufst.
    Und ich finde es wichtiger, dass Benny und Björn weiter zusammenarbeiten und tolle neue Songs schreiben (Fait Accompli gefällt mir richtig gut), als dass sie sich ständig das anhören, was sie vor so langer Zeit geschrieben haben - hätte fur uns ja auch keinen Wert.


    [SIZE=1]So what we need now is...
    to take a look at the future
    in a positive way.
    (Björn)[/SIZE]

  • Ich denke, dass Björn sich da einfach sehr hart ausgedrückt hat. Wahrscheinlich hört er ganz ab und zu mal das ein oder andere Lied. Aber es ist eben nicht das, was andere zum joggen, relaxen oder sonst was benutzen. Ganz satt haben kann er sie nicht, klar, sonst hätte er Mamma Mia garantiert nicht gemacht. Vielleicht hat es es auch einfach nur satt, ständig darauf angesrochen zu werden. Für ganz viele ist er eben nur Björn von Abba und nicht der Mensch Björn, der neben Abba auch noch ein anderes Leben hat. So sehe ich das zumindest :giggles:

    :smile: :smile: :-D :-D :giggles: :giggles: :-D :-D :smile: :smile:
    ABBA
    :smile: :smile: :-D :-D :giggles: :giggles: :-D :-D :smile: :smile:

    Einmal editiert, zuletzt von Abbafanforever ()

  • Da könntest du Recht haben - teilweise zumindest ;)
    Ich denke, dass ich richtig liege, wenn ich sage, dass Björn durchaus gern an schöne Zeiten mit ABBA erinnert wird und es auch nicht ganz satt hat, in der Öffentlichkeit zu stehen - sonst würde er sich weiter zurückziehen - aber was mich an seiner Stelle nerven würde, sind die ständigen Nachfragen zwecks Reunion von ABBA usw. usf. Verständlich, dass es irgendwann unerträglich wird, mit sowas gelöchert zu werden.
    Umso toller find ich es aber auch von Björn, dass er seinen Fans (die ihn ja großteils wirklich nur aus ABBA-Zeiten kennen) gegenüber so absolut aufgeschlossen und freundlich ist. Kurz und gut ein lieber Kerl, auch wenn er "ABBA nicht mehr hören kann" ;)


    LG, Rubie


    [SIZE=1]So what we need now is...
    to take a look at the future
    in a positive way.
    (Björn)[/SIZE]

  • Hier sagt er, dass er bei MAMMA MIA! gar nicht so an
    ABBA erinnert wird:


    "Abba" - das Musical kommt nach Berlin


    Es ist soweit: Das weltweit erfolgreichste Musical "Mamma Mia!" wird in Berlin aufgeführt. "Stilbruch" hatte Gelegenheit, schon vor der Premiere hinter die Kulissen zu schauen. Wir haben den "Vater" von Abba, Björn Ulvaeus, exklusiv in Stockholm getroffen.


    "Mamma Mia!" - das erfolgreichste Musical weltweit ist endlich in Berlin angekommen. Die Garanten des Erfolgs sind zweifellos die 22 kunstvoll eingebauten ABBA-Hits. Erstaunlich: Sie funktionieren auch auf deutsch sehr gut.


    Abba – das war eine musikalische Welt für sich. Die bonbonbunten Kulturbotschafter dürfen sogar den DDR-Zuschauer beglücken.
    1974: Der einzige Auftritt der legendären Gruppe in Berlin. Später erlangten sie Weltruhm.
    1982 trennten sie sich.


    Der Gitarrist Björn Ulveaus produzierte vor acht Jahren das Musical "Mamma Mia!" – aber nicht aus Nostalgiegründen...


    Björn Ulvaeus:
    "Mein Gefühl ist, wenn ich irgendwo eine Mamma-Mia-Show sehe, bringt es mich überhaupt nicht zurück in die ABBA-Zeiten. Ich gucke einfach die Produktion an, und es ist hier und jetzt. Aber ich denke, die Mehrzahl der Zuschauer sind ältere Leute; sie werden nostalgisch und erinnern sich, wen sie das erste Mal küssten, als sie 'Dancing Queen' hörten, und solche Sachen. Ich gucke nur die Show an, und das ist genug für mich."


    In der Musical-Geschichte ist Donna eine alleinerziehende Mutter, die auf einer griechischen Insel auf ihre alten Freundinnen aus der Girlsband trifft. Ihre Tochter will heiraten - einziges Problem: Wer war ihr Vater? Es gibt drei Kandidaten.


    Björn Ulvaeus:
    "In 'Mamma Mia' nimmt sich ABBA nicht ernst – ganz im Gegenteil. Die Zuschauer schätzen das, es ist sehr spielerisch. Wenn Donna und die Dynamos mit solchem Outfit auftreten, zeigt das auch, wie lächerlich und geschmacklos wir waren."


    Dieser Schuss Selbstironie gibt dem Zuschauer die Chance, hemmungslos in Erinnerungen zu schwelgen und sich den Gute-Laune-Hits von ABBA hinzugeben.

  • irgendwie kann ichs auch verstehen, dass es ihn nervt, immer in der öffentlich damit konfrontiert zu werden. es hängen sicher viele glückliche und schöne momente dran, aber auch unschöne, an die er sich nicht so gern erinnern will.
    aber wenn das kapitel abba für ihn ganz abgeschlossen wär, hätte er nicht an Mamma Mia! mitgearbeitet...

  • Eben, das denke ich auch.
    So ganz satt wird er ABBA bzw. die Hits nicht haben, sonst hätte er das ganze Musical nicht gemacht. War doch vorher klar, dass er dann ständig danach gefragt wird.
    Das wird schon auch ein wenig eine Schutzbehauptung sein.


    Accidents never happen in a perfect world... (Blondie, 1979)

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