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21

Montag, 2. Juli 2018, 20:34

Man muss auch bedenken, es waren die 70iger. Da gab es noch nicht das heutige ausgereifte um ein Konzert besser aufzunehmen!

Hier muss ich dir widersprechen, denn gerade damals wurde teilweise wesentlich mehr Aufwand betrieben, um eine hervorragende Live-Aufnahme zu kreieren.

Als Beispiel möchte ich hier das Album "Hot August Night" von Neil Diamond erwähnen. Das 1972 mitgeschnittene Konzert hat einen hervorragenden Klang, der bei keiner der nachfolgenden Konzertmitschnitte von Diamond je erreicht wurde.

Ein absolutes Highlight ist die MFSL-Version von Hot August Night, bei der die Masterbänder verwendet wurden. :thumbup:

22

Montag, 2. Juli 2018, 21:16

Hier muss ich dir widersprechen, denn gerade damals wurde teilweise wesentlich mehr Aufwand betrieben, um eine hervorragende Live-Aufnahme zu kreieren.


Und ich hab gedacht, das es damals noch nicht das Equipment gab wie heutzutage ;)

Deshalb mal Danke, man lernt immer was dazu. ^^

Ich hab mir den Live-Mitschnitt von Neil Diamond noch nie angehört... das werde ich aber mal machen.
Ta det bara med ro

23

Montag, 2. Juli 2018, 21:58

Und ich hab gedacht, das es damals noch nicht das Equipment gab wie heutzutage
Heute muss aus Kostengründen oftmals alles sehr schnell gehen.

Zudem ist das heutige Equipment nicht unbedingt besser. Als Beispiel möchte ich hier meinen absoluten Favoriten, Mark Knopfler erwähnen, dessen Alben stets mit größter Sorgfalt produziert werden und klangmäßig auf absolut höchster Ebene stehen. (Da kommt BAO nicht ansatzweise mit). Mark verwendet sowohl aktuelles Equipment, aber auch Equipment aus den 60er und 70er Jahren. Eiin weiterer wichtiger Faktor ist dabei... die ZEIT und die nimmt sich Mark.

@Scotty: Ist wirklich nicht böse gemeint, doch manchmal ergeben sich zwangsläufig Antworten, die vom eigentlichen Thema abschweifen.

24

Montag, 2. Juli 2018, 22:12

Da gebe ich Dir vom Prinzip durchaus recht, aber die geringere Qualität der Live-Alben ist fastausschließlich auf die Instrumentierung und die musiktechnischen Arrangements zurückzuführen, aber in kaum einer Hinsicht auf die Gesangsstimmen.......
Im Falle von "Wembley sehe ich das Problem wie bereits damals geschrieben, weniger oder sogar keineswegs bei Agnetha oder Frida, sondern an der mangelhaften Arbeit der Tonmeister, bzw.. am späteren Mastering.

25

Montag, 2. Juli 2018, 22:35

Ich würde auch niemals Agnetha oder Frida die Schuld geben, warum ABBA-Live-Aufnahmen halt nicht ganz so mitreißend sind, sondern vor allem den zwei Faktoren die ich genannt habe: Einerseits das zu der Zeit vermutlich nicht optimale Aufnahme-Equipment, gepaart mit einer grundsätzlichen Gleichgültigkeit gegenüber Live-Aufnahmen. Und andererseits die mangelnde Bereitschaft, auf der Bühne wirklich sozusagen die Sau rauszulassen und spontan Dinge zu tun, die sie im Studio nicht getan hätten. Mit diesen Voraussetzungen kann man natürlich auch im Nachhinein im Studio nicht mehr viel bewirken. ABBA haben zwar manche Passagen der 77er-Konzerte im Studio zeitnah nachgesungen und dabei haben sich die Damen auch mächtig ins Zeug gelegt. Das hört man ja auch im Film, und man meint die Konzerte hätten sich wirklich so toll angehört, aber wahrscheinlich wäre man heute enttäuscht von einem solchen Australien-Konzert, weil man eben nicht alle Songs in dieser „verbesserten Qualität“ zur Verfügung hat…

ABBA hatten selbst ja wenig Interesse an Konzerten. Am ehesten vielleicht noch Benny und Frida, aber Agnetha wollte lieber heim zu den Kindern, was man ihr ja nicht verdenken kann, und Björn interessierte das alles vermutlich nur insofern, als er irgendwie Präsenz zeigen wollte, aber die künstlerische Tätigkeit spielte sich vor allem im Studio und auf Viggsö ab… Letztlich vermute ich auch, dass dieser Unwillen, live aufzutreten, auch jahrelang mit ein Grund war, warum man nichts mehr gemeinsam unternehmen wollte, denn natürlich hätte das Publikum auch Live-Konzerte erwartet. So kam man dann womöglich auch auf die Idee der Avatare und schließlich sogar darauf neue Lieder aufzunehmen, ohne sich damit auch persönlich zu zeigen… :)

Benny ist aber doch gerne auf der Bühne, allerdings wohl auch nur wenn er nicht zu weit weg von daheim ist. Und da merkt man schon, bei Live-Aufnahmen von BAO geht viel mehr die Post ab als etwa bei der Aufnahme von Wembley. Selbst wenn es sich nur um ein Bootleg handelt... BAO ist ein eingespieltes Team, das Spass miteinander hat. Bei ABBA war man wahrscheinlch so sehr darauf bedacht, den Klang aus dem Studio möglichst genau auf der Bühne zu reproduzieren, was aber so nicht wirklich funktionieren konnte. Und ein echtes Team war man eigentlich auch nicht, es hiess ja immer: Da die vier Stars, dort die Musiker im Hintergrund und die Background-Sänger und Sängerinnen...

Übrigens ist es bei Kaipa genauso wie jetzt bei ABBA: Die machen ständig Studio-Alben, aber keine Konzerte (im Gegensatz zu der anderen Band Kaipa da Capo). Immerhin aber sieht man oft Szenen aus dem Studio. Ist ja auch was, so könnte ich mir das bei ABBA in Zukunft auch vorstellen… :D

26

Dienstag, 3. Juli 2018, 03:29

@Scotty: Ist wirklich nicht böse gemeint, doch manchmal ergeben sich zwangsläufig Antworten, die vom eigentlichen Thema abschweifen.

Ist überhaupt kein Problem, Webmark.... :) .....Ich schweife ja auch das ein oder andere Mal in einem Thread thematisch etwas ab..........Das lässt sich nicht vermeiden und ich empfinde das auch überhaupt nicht als störend .........Das ergibt sich manchmal eben ganz zwangsläufig aus der Dynamik eines Threadthemas

Und da merkt man schon, bei Live-Aufnahmen von BAO geht viel mehr die Post ab als etwa bei der Aufnahme von Wembley.

Vieles, was Du in Deinem Vorposting geschrieben hast, sehe ich ganz ähnlich, Highway, und ich kann da vieles nachvollziehen......

.....aber diesen Satz kann ich so nicht bestätigen.....

Ich hatte ja bekanntlich das große Glück, das exakte Äquivalent der Wembley-Konzerte 79 live zu erleben.......nämlich das Konzert von München 79, das knapp 2 Wochen davor stattgefunden hat.............Und ich habe über die Jahre auch einge der BAO-Konzerte gesehen...........Und hier reden wir natürlich von zwei komplett unterschiedlichen Dingen, die so nicht vergleichbar sind.........

Wenn ich noch einmal die 2 Stunden von München 79 rekapituliere........Die Olympiahalle hat vor Begeisterung "gekocht".......Agnetha und Frida wirbelten auf der Bühne, als würde es kein Morgen mehr geben.........Auch Björn sorgte für Action......und Benny riss wie üblich fast sein ganzes Piano-Equipement ein, als er auf seinem Stuhl auf-und abhüpfte.........Auch die Musiker und die Backvocalsängerinnen waren im Gegensatz zu Fernsehauftritten sehr gut integriert........Tommie Ledin hatte sogar eine Solonummer......

Wir befanden uns links von der Mitte genau auf der Höhe, wo Agnetha ihr GIMME! GIMME! GIMME! sang und sie hat in diesen Minuten die Olympiahalle komplett gerockt..........Bei I'M STILL ALIVE wurde es dann ganz feierlich mit Tausenden von Lichtern im Publikum........Es war ein phantastisches Live-Erlebnis

Ich verstehe zwar, auf was Du hinauswillst, aber ich denke da muss man unterscheiden, was ABBA wollten und was sie dann tatsächlich machten.....

In der Tat war es so, dass sowohl Agnetha als auch Björn UND auch Benny viel lieber im Studio arbeiteten als live aufzutreten...........Sie machten das also nicht supergerne........Aber das änderte nichts daran, dass sie es gut machten.......Da waren sie absolut hochprofessionell.........Das waren große Pop-Konzerte.....

Hier würde ich also keinerlei Defizite verorten, was ABBA Live-Konzerte betrifft.........Ich habe in meinem Leben schon einige Live-Konzerte der unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler gesehen und ein ABBA-Konzert musste sich in diesem Kontext sicher vor niemandem verstecken.....

Diese Defizite sind, wie schon geschrieben, eher im komplizierten Sound der ABBA-Studio-Arrangements oder in der Arbeit der Tonmeister etc zu suchen....

BAO-Konzerte sind dagegen eine völlig andere Welt........Auch hier hatte ich ja schon das Vergnügen von Live-Konzerten.........Sie sind gemütlicher, familiärer, .........und auch das Durchschnittsalter der Besucher ist sicherlich deutlich höher, als das bei einem ABBA-Konzert war.........Hier ist das Live-Erlebnis ein völlig anderes.........Familiärer, aber auch deutlich unspektakulärer
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (3. Juli 2018, 03:35)


27

Dienstag, 3. Juli 2018, 11:50

Leider hatte ich nie die Gelegenheit, ABBA live zu sehen. Vielleicht wird es ja noch… :D

Ich glaube dir schon dass das Erlebnis in München einzigartig war. Wenn man vor Ort ist, kommt es ja auch nicht so sehr auf die Soundqualität an. Ich habe eigentlich die Erfahrung gemacht, dass fast bei allen Konzerten, die ich je besucht habe, der Sound für den Zuschauer im Saal nie so optimal war, meist sehr laut, übersteuert und überlagert von den Beifallskundgebungen der Umstehenden… Am besten zu hören wäre ein Konzert wahrscheinlich eher im hinteren Bereich, wo das Mischpult steht. Aber da will ja kaum jemand sein, weil man die Band aus nächster Nähe sehen will…

Allerdings, nur weil ein Konzert gemütlich und familiär ist, heisst das ja noch lange nicht, dass nicht auch da die Post abgehen kann… ^^

Das Durchschnittsalter der Besucher ergibt sich eben oftmals aus jenem der Künstler die auf der Bühne stehen… :D