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Sonntag, 11. Januar 2015, 08:24

Die emotionale Bindung zu ABBA - Interviews von Benny 2009 und Agnetha 2013

In einem Interview im Osloer Dagbladet , findet Benny den grenzenlosen Erfolg seiner alten Hits unbegreiflich . Man fasse es kaum , das die Verkaufszahlen derzeit höher sind wie bei den Beatles.
Er selber könne mit den eigenen Hits aus den 70 er Jahren , eigentlich nichts mehr anfangen. Das Gehirn sagt ihm dass das unsere Songs sind .
ABER SIE BERÜHREN UNS ALLE VIER EIGENTLICH NICHT MEHR . ???? !!!!

Ob diese Aus-sage auch so gemacht wurde ???


Warum nicht?! Für uns haben die Songs wahrscheinlich eine andere Bedeutung als für die, die sie geschrieben haben.


Für Benny und Björn als Songschreiber könnte das schon zutreffen. Sie sind seit längerer Zeit auf einer anderen musikalischen Schiene unterwegs, die Jahre der Popmusik sind Geschichte. Von Mamma Mia einmal abgesehen. Aber bei den beiden Frauen scheint das etwas anders zu sein. In Interviews sagen sie, sie seien stolz auf die ABBA-Songs. Und das bedeutet, diese Titel müssen sie noch heute berühren und emotional wirken.
Aber wenn ich einige Interviews mit Benny sehe, spürt man doch – er findet es richtig gut, was sie damals geleistet haben.
Peter


Zitat Original von DALARNA
In einem Interview im [...] findet Benny den grenzenlosen Erfolg seiner alten Hits unbegreiflich.
...

Vielleicht kann man dazu sagen, dass der Erfolg auch für uns als Fans und jeden anderen Menschen auf der Welt in irgendeiner Art unbegreiflich erscheint und auch erscheinen muss, weil ABBA in dieser Hinsicht nunmal Phänomenales geleistet haben. Die Komplexität des Erfolges von ABBA und das gesamte Phänomen an sich hat ja auch noch niemand auf einen Punkt bringen können, gerade weil es so vielschichtig ist.
Aber an dieser Aussage erkennt man auch, dass Benny wohl "bodenständig" geblieben ist und sich nicht selbst in den Himmel heben will und, dass es auch für eins der Band-Mitglieder und gleichzeitig einem Komponisten der Band immer noch als ein unvorstellbares "Wunder " erscheint, wie dieser Erfolg zustande kam, sich behauptete und auch wiederbelebt wurde, Und das macht meiner Meinung nach einen großen Symphatiepunkt in seiner Ausstrahlung aus.

Dass die vier (bzw. er, denn ich glaube nicht, dass er oder irgendeiner der 4 noch für alle 4 zusammen sprechen kann) mit ihrer Musik nichts mehr anfangen können würde ich so deuten, dass es schwierig ist, denselben dauerhaften Geschmack daran zu finden, wenn man an der Entstehung beteiligt war, die für die Vier und deren Musiker etc. ja die tägliche Arbeit darstellte, von der sie ihren Lebensunterhalt bezogen haben. Sooft, wie ABBA damals jeden einzelnen Song immer und immer wieder singen mussten in jeder Fernseh-Show und auf Konzerten... da ist es kein Wunder, wenn man irgendwann nichts mehr damit anfangen kann.
Dann kommt noch das mit der musikalischen Weiterentwiclung dazu, was Pet angesprochen hat.

Und andererseits muss man sagen, dass der Aussage auch die Tatsache wiederspricht, dass Benny und Co. den Soundtrack für Mamma Mia in einem rasanten Tempo eingespielt haben, was ja bedeuten muss, dass er und "die Crew" schnell wieder Zugang zu ihrem Material gefunden haben.


Bin zufällig auf diesen alten Eintrag gestoßen, der damals von Dalarna eingestellt wurde und es machte mich nun neugierig, ob diese Aussage so wirklich gemacht wurde. Und tatsächlich hat das Benny in dieser Form im September 2009 gegenüber dem Dagbladet Oslo so gesagt, zumindest wenn man da gewisse Archive zuhilfe zieht und ihnen Glauben schenkt, die das allesamt so bestätigen. Ich gehe hier noch einmal auf dieses Thema ein, auch aufgrund der Tatsache, dass in der Zwischenzeit es auch weitere Interviews zu dem Thema gibt, wie u.a. jenes von Agnetha, dass sie 2013 der "Welt " gab.

Mal abgesehen davon, dass diese Aussage von Benny generell eigentlich etwas schade ist muss man feststellen, dass Benny sicher erstens hier nicht für alle 4 sprechen konnte und es zweitens gerade im Jahr 2009 auch nicht mehr die sehr enge Bindung der 4 untereinander gab, dass er dies überhaupt so von den anderen so wissen konnte. Vielleicht mit Ausnahme von Björn.

Warum er das damals so gesagt hat, darüber kann man sicherlich spekulieren, aber im Gegensatz zu Björn war Benny ja immer derjenige, der in Interviews auch mal provokativ antworten konnte, wenn er von irgendwas genervt war, während Björn immer der harmoniebedürftigere war. Und möglicherweise hatte es ja auch mit der Tatsache zu tun, dass man Benny über alle Jahre in praktisch jedem Interview fast immer nur auf ABBA angesprochen hat, während seine musikalischen Gedanken im Jahre 2009 natürlich eher um BAO und andere musikalische Dinge kreisten, was ihn sicherlich dann auch irgendwann einmal extrem genervt hat. Menschlich wäre das sicher sehr verständlich.
Ich glaube auch nicht, dass von Björn so eine Aussage jemals gekommen wäre.

Was die beiden Damen betrifft, so kann man diese Aussage von Benny nun überhaupt nicht so stehen lassen, denn sowohl Frida als auch Agnetha haben in vielen Interviews immer wieder die starke emotionale Bindung zu ABBA und den ABBA-Liedern betont, und dies auch mehr als glaubhaft. Nach geradezu beispielgebend ist dabei u.a. das Interview von Agnetha, dass sie der Zeitung "Die Welt" gab zum Anlass des Erscheinens ihres Albums "A".

http://www.welt.de/kultur/pop/article121…-uns-allen.html

Die Episode, die sie hierbei über ihre immer wiederkehrenden Träume über die ABBA-Mitglieder erzählt hat, sprechen Bände und sagen mehr aus als tausend wohlgeformte Erklärungen in dieser Frage, wie sie nach 30 Jahren zu ABBA steht und zeigt, wie emotional nah sie sich auch heute noch immer an ABBA und an die ABBA-Musik gebunden fühlt. Und diese Aussage hat auch nichts zu tun mit dem Erscheinen von "A", denn ähnliches hatte sie auch vor "A" schon in einer schwedischen Zeitung erzählt.

Und auch ihre damalige Bereitschaft, sich für einen wohltätigen Zweck einem einmaligen ABBA-Event zur Verfügung zu stellen, war damals absolut glaubwürdig und war ebenfalls von ihr schon lange vor "A" in Schweden so getätigt worden. Dies belegt auch ihre offene und ganz ehrliche Antwort auf die vorhergehende Frage, ob sie es früher war, die sich dagegen gesperrt hat. Ich denke also , dass sie die einzige der Vier war, die zu so einem einmaligen Event einer einmaligen musikalischen Wiederzusammenkunft bereit war, vielleicht zu einem Zweck, dass Kinder in der Welt zugute gekommen wäre. Aber Benny, Björn und Frida waren dafür vielleicht von der Popmusikszene bzw. einer eigenen musikalischen Performance in diesem Genre inzwischen schon zu weit entfernt.

Das könnte dann auch wieder ein anderes Licht auf die Tatsache werfen, dass Agnetha bei dem Empfang wegen 40 Jahre Waterloo nicht anwesend war (wie übrigens auch Benny) und im Urlaub auf Mallorca weilte, da eine Bereitschaft, etwas angemesseneres zu diesem Jubiläum zu machen als ein paar Interviews und Fotos bei den anderen möglicherweise keinen Anklang fand. So zumindest wird es auch in den schwedischen ABBA-Fan-Kreisen vermutet, die ich kenne.

Aber was solls.......es bleibt vieles Spekulation.........nur eines sollte man so nicht stehen lassen.........nämlich dass da Benny für alle 4 gesprochen hat.......zumindest in Agnethas Fall sehe ich dafür nicht den geringsten Anlass und Grund dafür.

Bei Frida habe ich dafür zu wenig Infos, doch auch in ihrem Falle glaube ich nicht, dass sie dazu keine emotionale Bindung mehr hat.....und bei Björn sprechen seine vielen ABBA-Aktivitäten auch dagegen.

Ich habe dieses Thema jetzt im allgemeinen ABBA-Sektor weitergeführt, weil es ja alle 4 und nicht nur Benny betrifft.
50 Jahre - Jag Var Så Kär

An einem Tag im Winter 1968, vor 50 Jahren, löste ein 17jähriges blondes Mädchen aus Jönköping mit ihrer allerersten Platte die Beatles von Platz 1 der schwedischen Charts ab

1.Agnetha Fältskog/Jag Var Så Kär
2.The Beatles/Hello Goodbye
3.Georgie Fame/The Ballad of Bonnie and Clyde
4.The Beatles/Magical Mystery Tour
5.The Monkees/Daydream Believer

2

Sonntag, 11. Januar 2015, 13:14

Im Interview für die Sonderausgabe des Sterns "ABBA 40 Jahre Musikgeschichte" sagte er auch:
Ich möchte nicht immer der ABBA Benny sein,sondern Benny Andersson.
Verstehe ich an sich sehr gut,aber alle 4 werden immer mit ABBA verknüpft sein und das wird sich auch nicht ändern.
Dafür war und ist ABBA einfach immer noch zu präsent.
In meiner Generation und auch noch in der heutigen ist die Musik von ABBA immer noch gefragt.

Was die emotionale Bindung angeht,denke ich das sie halt nun nicht mehr da ist.
Klar werden alle 4 stolz auf das sein was damals gewesen ist,aber alle 4 haben sich halt in unterschiedliche Richtungen entwickelt und haben andere Prioritäten.
Für mich bleiben sie immer die beste Band der Welt :love:


3

Montag, 12. Januar 2015, 13:43

Ui da bist aber tief ins Archiv getaucht Wolfgang 8) !
Ich denke auch bei Benny hat sich seit damals 2009 einiges verändert...gegenüber seiner Aussage.

2010 waren ABBA in die Rock n Roll Hall of Fame aufgenommen, da war er mit Frida anwesend...Einer der wenigen Momente wo man sie nach der Scheidung gemeinsam gesehen hat...Für mich eines der schönsten Momente nach ABBA überhaupt. !
Benny und Frida waren mächtig stolz auf ABBA . Das ABBA Museum...auch da hat man in vielen Interview gelesen wie-viel Benny das bedeutet und auch Frida war bei der Eröffnung vor Ort. Auch zum 40 Jahr Jubiläum....gab es einige Auftritte von Benny , ich finde so vergesslich wie damals scheint er mir heute nicht zu-sein.

Wie es im Artikel schon Agnetha gesagt hat ....alle sind heute noch stark mit ABBA verbunden und sei es wie bei ihr im Unterbewusstsein.
Übrigens ein ganz tolles Interview , kannte ich noch nicht.

4

Montag, 12. Januar 2015, 19:50

Ja, Rolf, ich glaube auch, dass sich da in der Wahrnehmung bei Benny seit 2009 wieder etwas geändert hat.......die ganzen Dinge wie Museum, Jubiläum, Live-CD und dies alles hat da denke ich auch wieder etwas bewirkt. Auch wurden auf BAO-Konzerten meiner Wahrnehmung nach in den letzten Jahren wieder mehr ABBA-Lieder gespielt.

Sicher war das ein schöner Moment 2010 mit Benny und Frida bei der Hall of Fame.....sie sind wohl die beiden ABBAs mit der wenigsten gemeinsamen Verbindung nach der Trennung der Vier.......ist aber wohl normal, wenn man keine gemeinsamen Kinder hat..........anders als bei Agnetha und Björn. Mindestens ebenso schön empfand ich den gemeinsamen Auftritt von Agnetha und Frida bei dem Lifetime Award 2009....... beide wieder da gemeinsam auf der Bühne zu sehen war schon eine spezielle Sache.........

Und ja......dieses Interview mit Agnetha ist ein sehr starkes Interview........ein Interview ohne Worthülsen, offen und ehrlich und auch bei seiner Kürze mit viel Tiefgang.
50 Jahre - Jag Var Så Kär

An einem Tag im Winter 1968, vor 50 Jahren, löste ein 17jähriges blondes Mädchen aus Jönköping mit ihrer allerersten Platte die Beatles von Platz 1 der schwedischen Charts ab

1.Agnetha Fältskog/Jag Var Så Kär
2.The Beatles/Hello Goodbye
3.Georgie Fame/The Ballad of Bonnie and Clyde
4.The Beatles/Magical Mystery Tour
5.The Monkees/Daydream Believer