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Freitag, 26. September 2014, 14:43

ABBA - Live At Wembley Arena

10. November 1979. Wembley Arena. Ausverkauft. Wie gerne wäre ich bei diesem Ereignis dabei gewesen: ABBA spielte live in London! Für mich als 1988 Geborener natürlich neun Jahre vor meiner Zeit ... aber heutzutage aktuell ...

Februar. 2014. Ich kann mich daran erinnern, dass es ein Donnerstag war. Als ich mich zu später Abendstunde durch das Internet klickte, stieß ich auf folgende Information: „Universal will release a live album, which is the last concert at Wembley, that we did. Whenever it was. 79?. As it was. Nothing fixed. Just sort of... we mixed it and it will come out later this year.” Mein Atem stockte. Benny Andersson hat gerade angekündigt, dass es ein Livealbum von ABBA geben wird? Dieses Jahr? Ein komplettes Konzert? Jahrelang träumte ich von dieser Nachricht: Ein Livealbum mit einem kompletten Konzert von ABBA. Ich konnte es einfach nicht glauben. Weiter verfolgte ich die Einträge im Internet, wartete auf Neuigkeiten. Dann auch noch das: Der lange unveröffentlichte Track „I’m Still Alive“ schafft es aus den wohl gehüteten ABBA-Archiven nach 35 Jahren auf einen Tonträger. Ein unveröffentlichter Song von ABBA. Ich zählte die Tage, bis wir den 26. September hatten.26. September 2014. 5:55 Uhr. Ich werde morgens vom Mauzen der Katze meines Freundes geweckt. Ich reibe mir die Augen und mir fällt ein: Heute ist es soweit! Schnell den Rechner eingeschaltet: JA! Es ist schon auf Spotify! Ich habe es mir auf Anhieb komplett angehört :-)

26. September 2014. 10:01 Uhr. Ich betrete den Media Markt, schreite direkt zum CD-Regal. Da ist es. Das Album. DAS Album auf CD, auf das ich schon Jahre gewartet habe. ABBA - Live At Wembley Arena! Vor Jahren und Monaten unnahbar, jetzt die nackte Wirklichkeit. Erleichterung und Freude. Glänzen in den Augen und feuchte hände. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich jemals sooooooo riesig auf ein Album freue, dass ich vor Aufregung regelrecht zittere. Ab nach Hause und schnell ausgepackt!


Der erste Moment:

Die Folie abziehend und das Cover betrachtend ateme ich tief durch ...
Das Cover kommt daher mit einem schlichteren Erscheinungsbild, als ich es nach der Ankündigung erwartet hatte. Dennoch: Es gefällt mir sehr gut! Der schwarze Hintergrund reicht vollkommen aus. Ich war erleichtert, dass es sich nicht wieder das Bild der „I Have A Dream“-Single war, welches schon oft genug das Papier zierte. Ebenso wenig, ist es wie das stillose Cover des Albums ABBA Live. Es ist etwas ganz Neues. Ein Szenenbild von ABBA in Aktion. Es besitzt gewissen Anmut, als stünde man direkt vor ihnen und sie würde gerade die Zugabe singen. Björn im Vordergrund, die Mädels in der Mitte und Benny im Hintergrund. Fridas erhobener rechter Zeigefinger brüllt: "It's got to be Rock'N'Roll! Majestätisch und publikumsnah. Fast still und leise der obere Schriftzug "The Complete ABBA Concert From November 10th". Hauchdünn und leise einleitend. Unten in der rechtenecke das markanteste von allem: Das ABBA-Logo. Live (fettgedruckt) At Wembley Arena. Live ist es. Und zwar volle Kanne (dazu später mehr)!

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Freitag, 26. September 2014, 14:44

Die Rückseite:
Noch mehr Liveaction. Das Stadion ist voll und spannungserfüllt. Blaues Scheinwerferlich auf der Bühne schimmert an den Vorhängen vorbei. Man kann nicht anders als aufgeregt zu seien. Disc 01/Disc 02, 12 und 13 Tracks. Alles Hits und Albumtracks und der neueste Krache für alle ABBA-Fans: I'm Still Alive!

Das Booklet:
Ich habe mir die Digibookversion gekauft. Ein tolles Pappbüchlein, liebevoll eingeschlagen. Enthalten sind natürlich das wichtigste: Die CDs. Disc 01 vorne im Papphalter, sowie Disc 02 hinten in ebensolechem. Es ist schön gedruckt und enthält ein kleines Essay von Jan Gradvall. Leicht und schnell zu lesen. Dazu: Wunderschöne Bilder der Liveszenerie und Rehearsalfotos. Ob Agnetha am Piano zu I'm Still Alive, ABBA nah an der Menge oder die in Scheinwerferlicht getünchte Bühne mit Publikum: Es sind großartige Aufnahmen!


Kommen wir zu einer kleinen Analyse der einzelnen Tracks des Albums. Nach dem Titel folgen in fett geschrieben die Laufzeiten der Liveversion, in kursiv
und Klammern die Originallänge.


CD 1:


Gammal Fäbodpsalm - 1:43
Was für ein Start! Man stelle sich vor,man hätte seine Karte eben erst wieder eingesteckt und zu seinem Platz gefunden. Es ist dunkel. Langsam erscheinen Lichter auf der Bühne. Diezunächst sanften unbekannten Synthesizerklänge nehmen den Hörer langsam mit.Man taucht mit ihnen ein, als sei man damals am 10. November 1979 dabeigewesen. Berieselung für die Sinne. Die innere Ruhe und Freude gehen eineSymbiose ein. Langsam baut sich etwas auf. Man steht mittendrin, in derMenschenmenge, wo sich jeder andere fast ebenso freut, wie man sich selbst. Dieganze Atmosphäre ist mit Spannung geladen. Dann passiert es: Plötzlich fangendie majestätisch anmutenden Synthierythmen an zu pulsieren und dominieren diegesamte Arena. Drums, Gitarren, ein Haufen Energie entlädt sich. Lichter,Klänge, eine fesselnde Stimmung. Dann diese fulminante Überleitung zu dem Song, der dem sechsten Studioalbum den Namen gab: Voulez-Vous. Sie sind hier: ABBA!

Voulez-Vous –
4:11 (5:09)

AHA! Vorhang auf und Bühne frei für ware Künstler der Popmusik: ABBA sind aufdie Bühne getreten! Erst diese tolle Ouverture und dann heißen sie uns mit dem markanten Voulez-Vous-Introwillkommen. Im Gegensatz zur Studioversion des Liedes, besitzt die Liveversion zwar eine ebenso mitreißende, aber dennoch andere Dynamik, jene einen zum Mittanzen animiert. Einen besseren Opener hätte es eigentlich nicht geben können. Durch den Backgroundgesang
gelingt es ABBA in der Wembley Arena demTitel zu noch mehr Tiefe zu verhelfen. Die Freude ist groß, der Klang ist super.Großartig wird es ebenso, wenn sich die Strophe langsam dem Ende neigt und sichfast purer Sex aufbaut: Wildes Tanzen und nass geschwitzt auf derDiscotanzfläche.

If It Wasn’t For The Nights – 5:18 (5:11)
Einer der interessantesten Albumtracks. Nahtlos geht es weiter. Zum aller ersten mal, wie auch viele andere Titel dieses Albums, erscheint If It Wasn’t For The Nights als Liveversion auf einem Tonträger. Das Original finden wir das erste mal auf dem Album Voulez-Vous. Es gibt ihn auch noch in einem alternativen Mix, der unter anderem in Japan vorgestellt wurde. Das Lied ist wunderbar ausgearbeitet und macht beim wiederholten Hören immer wieder Freude. Verschiedene Facetten und eine tolle Gesangsperformance werden uns von Agnetha und Anni-Frid geboten … ebenso in der Liveversion. Wie der Song zuvor, beginnt auch dieser mit einem flotten Start und zieht mich mehr in seinen Bann als das Original. Der Drumsound ist absolut gelungen und die
gedämpften Bassriffs geben dem gesamten Song noch einen kleinen Kick in die richtige Richtung. Bennys Klavier- und Synthesizerspiel überzeugt durchaus. Da bekommt man direkt gute Laune :-)

As Good As New – 3:26 (3:26)
Noch ein Juwel … auch als Liveversion. As Good As New ist der dritte Voulez-Vous-Track in Folge und stelltdie Discoarrangements gut dar. Eine kleine Ansprache von Björn, in der er kundtut, es sei schön wieder in London zu seien und Agnetha vorstellt, leitet dieses Lied ein. Funky und flott geht es weiter. Der Song wurdein Mexiko als Single veröffentlicht, hatte aber eventuell nicht genugPotenzial, um auf dem Europäischen Markt als Auskopplung zu überstehen. DasSynthie-Intro rundet das ganze ab, bis die flammenden Discotanzbeats Agnethas Leadgesang einleiten. Es lädt dazu ein über das Pakett
zu fegen und sich zuDiscomusik fallen zu lassen. Schneller und flippiger als sein Studiopendant kommt As Good As New daher und beweist einmal
mehr die LivequalitätenABBAs. Alleine Bennys Synthiearrangements zu Beginn des Refrains sind perfekt.Diese Version ist anders als sein Original. Irgendwie
origineller und mit einembesonderen Kniff ist As Good As New ausgestattet. Das macht dieses Stück wahnsinnig interessant. "Thank you so
much!" - Hier sage ich nur: Bitteschön!

Knowing Me, Knowing You – 4:30 (4:01)
Ein Klassiker. Wie sehr habe ich mich auf meinen Lieblingssong gefreut! Die tragische Geschichte um das Ende einer Beziehung,wurde zum europaweiten
Nummer-Eins-Hit und entstammt dem Erfolgsalbum Arrival. Ein Hauch skandinavischer Melancholie macht ihn für mich zu einem der ergreifendsten Titel
im gesamtenABBA-Katalog. Die Liveversion des Trennungsliedes Knowing Me, Knowing Youin seiner gesamten Länge leitet eine Pause vom Discosound ein und kommt zumrichtigen Zeitpunkt. Wir kennen die etwa zweiminütige Version der DVD ABBA – In Concert, welche zu sehr bearbeitet erscheint. Diese
hier ist besser, länger und in seiner Gesamtheit größer als die bearbeitete Version. Das ist mal wirklich „solid live …“. Manspürt das Publikum mitwippen,
wenn das Gitarrenspiel zwischen Refrain und Strophe einsetzt. Schließe die Augen und hör‘ einfach nur zu. Bass und Drums überzeugen auch an dieser Stelle. Traumhaft. "There is nothing we can do ..." Toptitel in Top Livequalität.

Rock Me – 3:34 (3:07)
Gimme that kick now! Björns erster Leadgesang auf diesem Konzert und besser wie nie zuvor. Im Gegensatz zur Studioversion vom 1975er Album ABBA
rockt diese hier gewaltig. Die Backgroundsänger sind fantastisch! So don’t stop doin‘ it … herrlich. So gut habe ich diesen Song noch nicht gehört. In der Gesamtheit des Albums im allgemeinen wirkt das ganze flotter, authentischer und scheint allen riesigen Spaß zu machen: So wohl dem Publikum als auch ABBA selbst. Es ist einfach überzeugender. "The one and only: Björn Ulveaus!" Ja, hier ist er einzigartig. Rockig zu Rock Me in den Strophen, kombiniert mit dem sensatonellen Refrain und seinen "Oh no!"-Einwürfen zum Schluss, während der Backgroundchor den Song den besonderen Abschluss gibt: Bäm!

Chiquitita – 5:35 (5:28]
Year of the child.
Seicht und zart, ohne mit Druck vorzupreschen: Das ist Chiquitita. Ein eingängiges Lied mit tollen Rythmen. Als Liveversion gelingt es ABBA mehr Volumen in das gesamte Stück zu bekommen. Er fühlt sich leichter an, als die Studioversion. Das Gitarrenspiel ist exzellent. Ja, Chiquitita, sing ein neues Lied ... Der Schluss ist schöner, als beim Original. Es bummst einfach zum Abschluss und fertig. Bennys Klaviereinsätze überzeugen auch hier wieder.

Money, Money, Money – 3:57 (3:06)
It’s her song. Ja, das ist es wirklich. Aber nicht nur das:Es ist auch Bennys. Mit seinen sensationellen Klavierimprovisationen wirddieser Hit des Jahres 1976 zu einer richtigen Varieténummer. Vorallem die erste Strophe gefällt mir sehr gut. Die Studioversionist sehr gut, wirkt ein bisschen düsterer und erzeugt so auf dem Arrival-Album die richtige Stimmung für sich selbst. Auf ABBA – Live at WembleyArena ist das etwas anders. Man kann sich einen schönen Abend vorstellen,in dem die Mädels in Outfits der 20er Jahre in einer verrauchten Bar mit Bühnediese Nummer darbieten. Das tolle markante bleibt in abgewandelter Formbestehen und passt wie die Faust aufs Auge. Gitarren, Drums und Bass setzen später ein als im Original, was ihn noch einmal ganz besonders verändert. Der Bass, dieser BASS! Grandios. Auch das paukenähnliche Finale gibt dem Song mehr Geschmack. Peng! "Money, Money, Money, must be funny ..." JA, hier macht der Song Spaß! Für mich besser als das Original.

I Have A Dream – 6:51 (4:45)
Einer der schönsten Kinderchöre. Dieser Song, der nie mein Favourit gewesen ist im ABBA-Katalog übertrifft sein Studiopendant, ebenso wie der Song zuvor. Es braucht nicht viel: Dezentes Schlagzeug, toller Gitarrensound und den Leadgesang von Frida. Das Beste mitunter: Der Kinderchor und das anschließende Reprise. Zum träumen lädt er ein und nimmt einen mit. Jedem ist diese schmeichelnde Liveversion zu empfehlen. Für mich, andere mögen das eventuell bestätigen oder auch negieren, ist diese Version mehr wert. Solide und bezaubernd.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Gassi« (26. September 2014, 15:06)


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Freitag, 26. September 2014, 14:46

Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight) – 5:34 (4:54)
Current number three in the British charts. Ja, jetzt kommt etwas komplett anderes. Dieses Intro ist unverkennbar. Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight). Hier gibt Agnetha alles. Wenn sie einen Mann gesucht hätte, würde sie ihn mit dieser Darbietung in den Strophen, die schon etwas verruchtes hat, bekommen. Genial als Liveversion umgesetzt. Das Zwischenspiel ist ebenbürtig: Toller Drumrythmus und flatternde Gitarrenriffs. Hier zeigen die Musiker, was sie können ... und es folgen noch mehr Glanzleistungen in späteren Songs des Albums. Die Lichter fliegen durch die Nacht, rasant und schnell treibt das Lied sich selbst in die Lüfte und hebt sich auf hohe Podeste. Großartige Leistung!

S.O.S
- 3:30 (3:25)
... it used to be so good! Ein echter Oldtimer heutzutage. Aber auch dieser wird mit den Jahren immer besser und wertvoller. Agnethas herzzerreißender Gesang vermittelt einem, zur Rettung eilen zu müssen. Ergreifend und mit voller Power wird S.O.S hier zum Giganten der ABBA-Album Lieder. Die Drums zwischen den letzten beiden Refrains und die "When you're gone!"-Einwürfe des Backgroundensembles sind fantastisch und machen aus der melancholischeren Studioversion eine rockigere Nummer.

Fernando - 4:12 (4:13)
Can you hear the drums, Fernando? Er sollte sie hören, denn die sind wirklich richtig gut. Fridas prägnante Stimme sticht heraus und nimmt das Publikum mit, um in Erinnerungen zu schwelgen. Was war das für eine tolle Single! Hier lassen sich Studo- und Liveversion auf eine Stufe stellen. Alles ist ein bisschen frischer, ein bisschen neuer, wirkt aber nicht so emotional, wie die Scheibe aus den mittleren 70ern. Trotzdessen ist es eine schöne Livenummer, die man sich durchaus öfter anhören sollte.


CD2:

The Name Of The Game - 3:09 (4:51)
Can you feel it the way I do? The Name Of The Game erschien Ende des Jahres 1977/ Anfang 1978 auf ABBA - Tha Album und war auch wie viele andere Singles recht erfolgreich. Verschiedene Facetten, die auch in der Liveversion umgesetzt wurden. Sie ist vielleicht nicht so lang wie die Albumversion, hat dennoch seinen Reiz. Eigentlich ist der Track die perfekte Einleitung nach einer kleinen Pause. Das Lied wurde von Westküstenstil inspieriert und erinnert einen auch gerne an Bands wie Fleetwood Mac; ich würde ihn gerne mal von Stevie Nicks oder Christine McVie hören. Background und Gitarre halten die Latte hoch und leiten wunderbar nahtlos in den folgenden Track über ...

Eagle 6:10 - (5:50)
There's no limit. Es ist wirklich keine Grenze. 1986 erschien das Medley Name Of The Game/Eagle, wobei vorheriger Song sogar falsch betitelt wurde, auf der CD-Version des Albums ABBA Live. Wäre dieses Album ein Pferd gewesen, hätte man es längst erschossen. Blechern und zu überarbeitet hörten sich die Lieder ABBAs an. Lieblos dahingeworfen, wie ein Pfund Sülze auf nassem Asphalt. Auf ABBA - Live At Wembley Arena ändert sich das schlagartig. Eagle ist nicht nur im Studio majestätisch ausgearbeitet worden, sondern auch live. Hier fliegen wir direkt mit in die Lüfte zu grandiosen Gitarrensoli, die vom atemberaubenden Schlagzeug gestützt werden. Meinetwegen hätte man noch weitere drei Minuten improvisieren können. Das Publikum kommt in den Genuss, des weiter geführten Westcoaststyles.

Thank You For The Music - 3:52 (3:49)
Danke für die Lieder. So ist er: Traumhaft schön. Anders als die Doris-Day-Version, anders als die Albumversion und ebenso anders, wie die Originalversion des Jahres 1977 auf der Australientournee. Ein echter Mitwipper, der zwar eigentlich nichts Neues bietet und schmeichelnd im Hintergrund hin und her dümpeln können. Der Song ist gut, keine Frage, doch zu den wirklichen Highlights des Albums gehört für mich nicht. Die Liveversion ist auch gut und gehört zum Konzert dazu, wäre für mich aber als ein abschließendes und gemeinsames Reprise nur mit Gitarre besser geeignet gewesen. Er wirkt, wie eine nette Werbepause. Vielleicht ist der Song auch zu überspielt, was ihn so eintönig macht. Agnetha singt schön, das Arrangement ist prima. Das reicht aus.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Gassi« (26. September 2014, 15:05)


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Freitag, 26. September 2014, 14:47

Why Did It Have To Be Me?- 4:32 (3:20)

Spitzenklasse! Mit einem Drumsolo wird der Arrival-Track eingeleitet: Bumm, Krach, Bäng! Dann die tolle Gitarrenüberleitung und das perfekte Klavierspiel. "Mach mal lauter! Das ist eine geile Livenummer!" Ja, das sind Sätze, die mir dazu einfallen. Ganz eindeutig eine Glanznummer Björns und Fridas. Tolle Einwürfe aus dem Hintergrund, die es zu einer flotten Nummer zum Hüpfen machen. Viel besser als die Studioversion. Von Memory Lane, über Why Did It Have To Be Me? und Happy Hawaii, wurde daraus wieder Why Did It Have To Be Me?. Als Liveversion eignet er sich eindeutig und gehörte auch 1977 schon zu den Highlight.

Intermezzo No.1
- 4:07 (3:46)
Instrumental vom Feinsten. Ja, das ist die große Benny-Show. Dieser Titel hat es wirklich in sich. Schnelle und schneller werdende Passagen, tolle Drums-, Bass- und Gitarrenriffs. Dieses Stück gehört einfach zu einem Liveauftritt ABBAs dazu. Live macht er wirklich viel mehr Spaß und richtig was her.Intermezzo No. 1 erschien das erste Mal 1975 und als B-Seite der Single Mamma Mia. Diesem Exemplar an Instrumentalstück sollte man wirklich Beachtung schenken. In sich schön geschlossen, pulsierend, mitreißend und ein gewohnt großartiges Klavierspiel Bennys der Extraklasse. Ich ziehe meinen Hut vor diesem beneidenswerten Talent. Endlich kommen wir dazu, ihn in kompletter Länge live zu hören.

I'm Still Alive - 4:29
Life is rolling on. Agnethas Sternstunde ist dieses Lied. Gewiss mitschwingende Melancholie mit überzeugende Lyrics. Der Text ist fantastisch, die Melodie mehr als passend dazu. Am Piano sitzt niemand anderes als ... richtig: Agnetha Fältskog herself! Bombastisch muss es 1979 gewesen seien, die am Klavier dieses Lied spielen zu hören und zu sehen. Leider schaffte es dieser Titel nie auf ein Album ABBAs. Und jetzt ist der große Moment da: Nach 35 Jahren in den Archiven schafft es einer Agnethas besten Songs auf einen Tonträgern. Mir wären beim Hören beinahe die Tränen gekommen, als ich es das erste mal hörte. Mein Herz pochte. Unterstützt wird dieses Lied von den Backgroundsängern, was sie sensationell umsetzen. Ich wartete immer wieder auf diese Veröffentlichung. Endlich haben wir "neues" Material von ABBA und das nicht zu unrecht: Es ist einfach ein geniales Stück!

Summer Night City - 5:28 (3:38]
Bäng! Langsam wird dieser Song eingeleitet. Das Synthieintro beherrscht die Magie dieses Titels nicht nur im ganzen, sondern besonders in den ersten Sekunden. Gesangseinsatz: Großartig von Björn. Fast gehaucht, werden die Zeilen. Dann: Bäng! Bäng! Bäng! Drums und Gitarren wie aus dem Nichts stürmen herein und zeigen eine Dynamik auf, die einfach nur sensationell ist. Man hat das Gefühl, als würde man schneller werden. Es kriecht in einem hinauf, als könnte man nicht anders, als zu tanzen! Rückblick - Die Studioversion: immer wieder eines der Sorgen Kinder ABBAs. Ca. 30 Mixe existieren von Summer Night City. Irgendetwas stimmte immer nicht. Die Singleauskopplung 1978 kommt ganz ohne Streicherintro aus. Diese Version erschien erst 1994 auf Thank You For The Music. Sie hat mehr Power und macht einem den titel noch schmackhafter. Aber die Liveversion: Peng! Das war ein Volltreffer! Auch das große Finale des Liedes, nein, gerade dies macht ihn runder und geschmackvoller. Summer Night City hätte sich auch gut als Finalnummer gemacht.

Take A Chance On Me - 4:25 (4:03)
Come on, gimme a break, will ya? Ganz anders als alle anderen Liveversionen, die wir davon von Singles und Alben kannten. 1978 erschien Take A Chance On Me als Single nicht nur in Deutschland und auf The Album. "If you change your mind ..." ... fast jedem ist diese Eröffnung des Songs bekannt. Dieses Stück war ein echter Chartstürmer und landete sogar in den USA auf Platz drei in den Singlecharts. Man muss einfach mitklatschen. Eingängiger könnte kaum ein Titel ABBAs seien. Live macht er ebenso etwas her, wie seine Studioversion. "It's maaaaaaaagic!"-Einwürfe sind genial. Die Gitarrenriffs gefallen mir sehr gut. "Let me tell you now!": Ein prachtvollen Abschluss hat dieser Titel ebenso, wie zahlreiche andere dieses Albums. Jeder auf seine Art perfekt.

Does Your Mother Know
- 3:58 (3:14)
Man geht mit einem Knall. Er knallt richtig, dieser Song! "We need your help for this one!" Björn im ersten Teil des finalen Medleys. Ganz anders als der Sound aus ABBA In Concert und ABBA Live. Kantiger und heroischer, schneller und dynamischer. Die ABBA In Concert Version hat ihren Reiz, diese hier ist definitiv besser. Ich sage es nochmal: Großartig! (Bitte nicht nachzählen, wie oft ich dieses Wort bereits benützte ^^) Auch hier wieder: Gitarrensoli! Der Sound kommt richtig gut rüber, ebenso wie der tolle Klaviersound Bennys. An den vorherigen Liveversionen wurde zu viel herumgeschippelt. Alles hier auf dem Album ist wirklich so, wie es damals war. Und dann auch noch das: "Does Your Mother Know that you're oooooooooouuut ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gassi« (26. September 2014, 15:16)


5

Freitag, 26. September 2014, 14:48

Hole In Your Soul - 4:39 (3:41)
... bababababadadamm! Die Überleitung ist mehr als gelungen und knüpft an Hole In Your Soul an, der Song, der irgendwie mal Get On Your Caroussell war. Die Studioversion finde ich persönlich nicht so gut gelungen. Irgendwie stagst er so dahin, auf The Album. Hier finden wir die beste Version des Titels. Er rockt richtig. Ja: "It's got to be Rock'N'Roll!" Tatsache. Grandios ist die Steigerung bis zum Finale, bis zum letzten Schlag auf die Drums. Schluss ... Nach diesem Song will man immer noch weiter rocken. Doch leider geht jeder schöne Abend einmal zuende. Aber ohne Zugabe, wäre das doch irgendwie blöd, oder? ;-) .....

The Way Old Friends Do
- 3:05
Die Zugabe. Das erste Mal auf dieser Tour gespielt und nur als Liveversion existend. Das erste Mal wurde dieser Titel 1980 auf dem Album Super Trouper veröffentlicht. Dafür wurde er leider sehr stark bearbeitet. Wenn man die hierige Version hört, hat man auf die andere keine Lust mehr. The Way Old Friends Do ist ein toller Abschluss und DIE ABBA-Hymne schlecht hin. Mal will seinen Nachbarn umarmen, mit seinen Freunden zusammen seien. So etwas eignet sich auch perfekt als Sylvesternachtslied, wenn um 00 Uhr die Korken fliegen und man das neue Jahr begrüßt.

Dancing Queen - 5:51 (3:50)
Das Meisterwerk. Dancing Queen erschien 1976 als Single und fand sich ebenso auf Arrival wieder. In diesem Stück steckt fast ein komplettes Jahr Arbeit. Die hat sich aber durch aus bezahlt gemacht. Fast weltweit stürmten ABBA in diesem Jahr die Charts. Selbst in den USA landete Dancing Queen auf den ersten Platz der Singlecharts. Ohne Frage: Mit diesem Lied, dass selbst Frida ihrerzeit bei den ersten Hörproben zum weinen brachte, da es so ergreifend war, sang sich ABBA in viele Herzen. Das Studiopendant ist perfekt und makellos. Die Liveversion kommt ganz dicht dran, sie ist wirklich super, kann aber das einzigartige Werk nicht vom Thron selber stoßen. Ich höre die Liveversion wahnsinnig gerne und sie ist bei ABBAs Zugaben ein absolutes MUSS.

Waterloo - 3:49 (2:44)
Back to the roots! Finally facing my Waterloo: ABBA gibt mit ihrembesten Stück, dass ihnen damals zum phänomenalen Durchbruch verhalf, die letzte Zugabe des Konzerts und dennoch alles. Jedem ist die Single des Jahres 1974 bekannt, mit der die vier Schweden den Grand Prix d'Eurovision de la Chansons
gewann. Eine tolle Schlussnummer wie ich finde und ganz anders im Gefühl als das Original. Hier haben wir wieder eine Reprisesequenz, die den Schluss nochmal abrundet.


An dieser Stelle: Vielen Dank für diese Veröffentlichung! In der Gesamtheit ist dieses Album eine große Besonderheit im ABBA-Katalog und eine weitere Krönung für das 40-jährige Jubiläum des historischen Sieges in Brighton mit Waterloo. Dieser Kauf hat sich durch die Bank weg gelohnt. Es ist wirklich kaum etwas auszusetzen. Die Songs sind tolle Liveversionen, die wirklich an den ganzen geschnittenen und zu stark bearbeiteten Klamauk in den Schatten stellen. Nach 35 Jahren erschien jetzt endlich ein Konzert in voller Länge und somit auch unveröffentlichte Stücke. Hoffen wir, dass vielleicht auch etwas von der 77er Tour zu hören seien wird ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gassi« (26. September 2014, 15:22)


6

Freitag, 26. September 2014, 15:46

Hey, vielen dank für die Rezension. wirklich spannend zu lesen. Bin gespannt, wie ich die Songs empfinde. Auf die schnelle kann ich dir nur zustimmen. Die Ausnahme bildet die Beurteilung von Dancing Queen: Irgendwie kommt der Song deutlich weniger gut rüber als die Studioversion, insbesondere die Stimmen. Mein vorläufiger Favorit: As good as new. Richtig funky, nicht überproduziert wie auf dem Album. Ebenso If I Wasnt for the ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »benjamin« (26. September 2014, 15:53)


7

Freitag, 26. September 2014, 15:49

Vielen Dank @Gassi für dein ausführliches review, an einigen Stellen vielleicht etwas zu euphorisch, aber dadurch natürlich auch sehr emotional und mitreißend gut geschrieben.

Ich hatte wohl zunächst einen etwas anderen Sound erwartet. Insbesondere die Vocals der Damen fand ich am Anfang "etwas unterrepräsentiert". Beispiele: Agnetha klingt in vielen Duo-Parts immer recht dünn, auch bei "As Good As New" überzeugt mich die Stimmpräsenz nicht. Bei "I have A Dream" klingt Fridas Solo-Stimme sehr nasal am Anfang. Ok, was nicht im Mikro ankommt kann kein Tonmeister der Welt hinterher wieder dazu zaubern.
Aber im Wembley-Stadion war der Sound dann offensichtlich wirklich so. Etwas dumpf und an vielen Stellen nicht wirklich transparent. Das macht das Album vielleicht aber um so authentischer.
Eine sachliche Ergänzung zu "I'm Still Alive", laut Booklet stammt die Melodie von Agnetha, der Text von Björn.

Heute Mittag gab es die 4. Rezension bei Amazon, welche nicht von mir war, aber der ich weitestgehend zustimmen würde, auch wenn es die bisher einzige "nur 4-Sterne" Meinung war. Jetzt ist die leider wieder weg. :huh:

Jetzt gehe ich erstmal mit dem Hund raus und warte, was hier heute noch so kommt. :thumbup:

9

Freitag, 26. September 2014, 18:47

Hey Gassi
Welch eine großartige Beschreibung Deiner Emotionen, die Ankündigung und Erscheinen dieses Albums begleitet haben. Das machte wirklich richtig Spaß das zu lesen. Großartig !!!

Ich finde das Live-Album ebenfalls Klasse……es ist klangmäßig und qualitätsmäßig genau so wie ich das erwartet habe und ich bin damit absolut zufrieden. Wenn man bedenkt, mit welchen Problemen man damals noch bei Live-Auftritten zu kämpfen hatte, als man ja im Prinzip sich nicht wirklich richtig selbst hören konnte, sind die Aufnahmen für eine CD wirklich sehr gut

Zu Deiner Rezension ist ja fast nichts mehr hinzuzufügen, das ist ja schon fast alles gesagt………

Ich versuch da nur noch aus meiner Sicht ein bisschen was zu ergänzen……

Gammal Fäbodpsalm
Der Anfang natürlich majestätisch, feierlich, schon da mit einem gewissen Gänsehauteffekt

Voulez-Vouz
Perfekter Opener für das Konzert, noch schneller als die Studioversion. Je länger das Lied dauert, desto dynamischer wird es, Disco pur und sorgt gleich für die richtige Stimmung

If It Wasn’t For The Nights
Die Dynamik wird gleich mit rübergenommen in das nächste Lied. Das gehört zwar nicht zu meinen absoluten Lieblingssongs, aber in der Live-Version macht es richtig Laune. Die beiden Ladies performen es absolut toll, ebenso Bennys Pianospiel

As Good As New
Nach Björns einleitenden Worten dann “As Good As New” mit der funky-Stimme von Agnetha. Das Lied verbindet wie kaum ein zweites Lied Disco und ABBA-Sound. Kommt live Klasse rüber, wirkt extrem dynamisch und ist schneller als die Studioversion. Agnetha performt es einfach nur „megawow“ und absolut rockig. In Mexiko war er Nr.1 und wäre auch in Europa weit vorn gewesen. Großartig

Knowing Me, Knowing You
Ist eine andere Version als die vorher erschienene. Einer der großen Klassiker. Sehr schönes Intro von Frida und dann der wunderschöne ABBA-Sound, den wir so lieben mit den magischen Stimmen von A und A.

Rock Me
Eine der großen Nummern von Björn. Immer eine der heißen Nummern bei den ABBA-Live-Konzerten. Björn mit seiner rauchigen Stimme, erreicht in seiner Dynamik absolut die Studioversion. Macht richtig Stimmung

Chiquitita.
Auf den Rock jetzt das majestätische Chiquitita mit der wunderbaren Stimme Agnethas und dann der wunderbaren Magie der Stimmen der beiden Ladies. Ein perfekter Kontrast. Obwohl Chiquitita ja eines der langsameren Lieder ist, kommt es live leicht und schön und wunderbar rüber. Benny am Piano hier besonders schön. Sicher einer der ersten ganz großen Höhepunkte des Konzerts

Money, Money, Money
Sicher das Lied ABBAs, das von allen am meisten mit Frida verbunden wird. Sie singt es wie immer sehr erhaben und schön. Und das Pianospiel Bennys ist natürlich grandios. Tolle Pianoeinlagen und völlig anders als die Studioversion. Aber keineswegs schlechter.

I Have A Dream
Das Lied, das vor allem durch seinen begleitenden Kinderchor berühmt geworden ist. Begonnen von Fridas so schönen Leadvocals schwebt es dahin bis die Kinder in das Lied einstimmen. Eine sehr schöne Aufnahme

Gimme, Gimme, Gimme
Ein Lied, das bei mir immer aus 2 Gründen einen besonderen Stellenwert hatte…..einmal durch das weltberühmte Intro mit unverwechselbaren Wiedererkennungswert….und dann wegen der phantastischen Stimme Agnethas, der genau bei diesem Lied damals vom „Music-Express“ bescheinigt wurde, die führende weibliche Stimme in der Welt der Popmusik zu sein. Und beides kommt auch in dieser Live-Version perfekt rüber. Das Intro ist einzigartig und Agnethas Stimme ist „out of this world“. Die Live-Version ist perfekt und auch musikalisch kommt es toll rüber, besonders bei dem Zwischenspiel. Zweifellos einer der ganz großen Höhepunkte von Live at Wembley

SOS
Endlich hören wir auch ein Lied der frühen ABBA-Phase. Und zwar das Lied, das den endgültigen Durchbruch ABBAs zur Weltkarriere gebracht hat. ABBA at their best. Agnetha mit ihrer herzzerreissenden Stimme……hier hat sie erstmals in einem der ABBA-Songs mit ihrer Stimme „geweint“. Musikalisch ein absolut perfektes Lied, eines der ganz großen Komponisten-Meisterwerke von Benny und Björn. Live klingt es absolut perfekt. Ein weiterer der absoluten Höhepunkte in Wembley.

Fernando
Und gleich noch einer der unvergessenen ABBA-Klassiker. Wunderbar Fridas Intro und dann wieder magisch der Gesang der beiden Ladies zusammen. Eine traumhafte Melodie und auch ein traumhafter Text. Auch live ein Lied zum Träumen.

The Name Of The Game
Klingt auch live überraschend gut. Sicher einer der Songs, der am schwierigsten auf eine Live-Bühne zu bringen ist, weil er eigentlich ein typisches Studio-Lied ist. Aber das gelingt hervorragend und Agnetha und Frida in ihren Soloparts sehr stark

Eagle
Gleich darauf folgt das majestätische Eagle. Für ihn gilt dasselbe als für TNOTG. Ebenfalls ein Studio-Lied und ebenfalls von den 4 wunderbar auf die Live-Bühne gebracht. Das Lied wirkt frisch, neu und lebendig. Tolles Gitarrensolo. Ganz große Leistung.

Thank You For The Music
Für mich ein weiterer Glanzpunkt des Albums. Das Lied vom Mädchen mit den goldenen Haaren.....ein Lied, welches in den Jahren und Jahrzehnten immer populärer wurde und es von einer ursprünglichen B-Seite heute zu einem der 4 populärsten ABBA-Songs geschafft hat. Agnetha performt es einfach wunderbar, ihre Stimme isr klar und hell und einfach nur einmalig schön. Einer der ganz großen ABBA-Hits auch auf der Live-Bühne

Why Did It Have ToBe me
Und jetzt einer der heissesten Live-Nummern, bei der die Stimmung bei den Live-Konzerten immer am Siedepunkt war. Für mich war Björn gesanglich nie stärker als hier, und das Duett mit Frida ist einfach Klasse. Der Song macht einfach total Laune und Stimmung. Perfekt für Live-Konzerte
.
Intermezzo No 1
Und nun kommt Maestro Benny. Einfach nur mitreißend sein Klavierspiel. Grandios wie es immer schneller wird. Benny at his Best. Gehörte einfach zu den Live-Auftritten

I’m Still Alive
Für mich der absolute Höhepunkt der Wembley-Live-CD. Agnetha hat das Lied geschrieben, performt es und spielt auch das Piano. Gänsehaut pur. Ich fühle mich zurückerinnert als die Beatles Yesterday sangen, die Bühne dunkel wurde und Paul dann ganz alleine sang. So ist es auch hier. Agnetha singt dieses wunderschöne und gefühlvolle Lied mit ihrer wunderbar klaren, tragischen Stimme, wie nur sie es kann. Magisch. Dieses Lied jetzt endlich offiziell auf einem Tonträger zu haben ist der wirklich große Moment dieses Albums und ich fühle mich zurückerinnert an die Zeiten, als ich die ABBA-Platten damals alle an ihrem Erscheinungsdatum gekauft habe. Agnetha magisch !!!

Summer Night City
Wunderbar ist das langsame Intro in dieses schnelle Lied. Ich habe dieses Intro, das auf den Live-Konzerten immer so gespielt wurde, schon immer gemocht. Es verleiht diesem Song noch etwas ganz besonderes, etwas sehr emotionales. Dann das energiegeladene Lied. Die Live-Version ist absolut Klasse, das Wechselspiel der Stimmen von Björn und den Ladies fesselt und das immer schneller werdende Lied schlägt einen live in den Bann

Take A Chance On Me
Ein weiterer der ganz großen ABBA-Klassiker, Ebenfalls eines der Lieder, das auf der Bühne nur schwer zu performen war, weil es einer der typischen Studiosongs war. Aber ebenfalls brillant umgesetzt. Klingt etwas melodischer und fließender als die Studio-Version. Agnetha singt ihren Soloteil etwas anders als in der Studioversion. Toll performt von allen 4.

Does Your Mother Should Know
Und jetzt rockt es wieder. Und wie ! Diese Version live ist ebenfalls schneller und dynamischer als die bekannten Versionen. Auch hier kommt Björn richtig rockig rüber. Ein weiterer der schnellen Live-Klassiker, der die Bühne zum Kochen brachte mit tollem Gitarrensolo.

Hole In Your Soul
Nahtlos gehts über in Hole in your soul, ein weiteres der schnellen Glanzstücke, die live am besten rüberkamen. Unglaublich dynamisch von allen gesungen. Ganz tief die Jungs, die Ladies kochen dann den Song hoch bis zum mitreißenden Finale.

The Way Old Friends Do
Was soll man zu diesem Lied noch sagen. Ein absoluter Klassiker der Wembley-Konzerte. Er wurde meistens als erste Zugabe gespielt Traumhaft schön. Erst Frida, dann Agnetha, dann alle 4. Eine ABBA-Hymne, die immer wieder, wenn man sie hört, einem zu Gänsehaut verhilft. Ein wahrhaft großes Stück Musik. So schön kann Musik sein-

Dancing Queen
Zweite Zugabe. Dancing Queen. Sie darf nicht fehlen. Mehr ABBA geht nicht als in Dancing Queen. Jugenderinnerungen werden immer wieder wach, wenn ich dieses Lied höre. Wunderbar die magischen Stimmen der beiden Ladies. Über dieses Lied ist schon alles gesagt. Auch live wunderschön.

Waterloo
Und dann der endgültige Schluss. Waterloo. Es musste einfach noch kommen. Das Live-Konzert endet mit dem Lied, mit dem alles richtig angefangen hat. Wenn das Lied beginnt und dann die magischen Stimmen von Agnetha und Frida ertönen, muss man einfach davon gefangen sein. Einer der ganz großen Momente in der Geschichte der Popmusik, dass dieses Lied brachte und auch hier live erscheint es frisch und dynamisch wie eh und je. Ein perfekter Schluss.

Abschließend muss ich sagen, dass es ein großes Erlebnis war, ist, und noch viele Male sein wird, dass ich dieses Live-Konzert so hören konnte und kann. Es hat wieder persönliche Erinnerungen geweckt an 1979, als ich knapp 2 Wochen vor diesem ABBA-Konzert in Wembley ABBA live in ihrem Konzert in München gesehen habe mit nahezu identischem Programm.

ABBA Forever
So long
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (26. September 2014, 23:03)


10

Freitag, 26. September 2014, 23:18

Es klingt alles dumpf und matt ....Benny und Björn die Klangperfektionisten für klare saubere Töne ....geben ein Live Album in Mono, wenn überhaupt auf den Markt. :wacko: !
Meine Begeisterung hält sich in Grenzen !!!


Da hätte man sicher mehr daraus machen können ...siehe den DVD ABBA Live In Concert .

11

Freitag, 26. September 2014, 23:38

Hallo Rolf
Ich kann eigentlich nicht wirklich feststellen, dass die Live-CD klanglich hinter der DVD zurücksteht.

Es ist eben eine Live-CD eines Konzertes, das vor 35 Jahren stattgefunden hat. Das muss man einfach sehen. Ich habe eigentlich genau diese Qualität erwartet, wie sie auch jetzt erschienen ist und bin daher durchaus begeistert-

Und ich finde eigentlich gut, dass eben da nicht zuviel nachbearbeitet wurde.

Mehr daraus machen, wie Du schreibst, hätte auch bedeutet, dass dieses Werk eben an Authentizität verliert.

Und wenn das so wäre, würde ich mich persönlich fragen, für was eine solche Live-CD dann gut ist, dann könnte man es ja gleich bei den Studio-Aufnahmen belassen.

Ich finde auf jeden Fall, dass die Live-CD das gehalten hat, was ich mir von ihr versprochen habe und meine Erwartungen sogar noch übertroffen hat…….

12

Samstag, 27. September 2014, 00:06

Hej Wolfgang ,
deine Meinung in ehren , ich höre mir die CD noch im Auto an und auf meinem Mac mal schauen wie es da klingt.

Die verschiedenen Versionen der Lieder und das ganze Konzert finde ich schon sehr gelungen und genial. Stimmlich überzeugen mich aber unsere Mädels nicht wirklich ...Sorry Scotty !
Ich habe nie gedacht das ich Björn Live gar nicht so übel finde .... :thumbup: ! Der Chor finde ich, stört bei vielen Lieder !

Aber ich höre mir die Songs ein paar mal an...und bilde mir später eine Meinung dazu . ;)

13

Samstag, 27. September 2014, 04:09

Also ich sehe die hier von manchen teilweise etwas kritisch gesehene stimmliche Präsenz der beiden Damen etwas anders.

Generell ist es ja bei Live-Aufnahmen und Live-Alben ja sehr oft so, dass das musikalische Equipement eine gewisse Dominanz gegenüber den stimmlichen Darbietungen der jeweiligen Künstler zu Tage treten lässt, was ja geradezu ein Merkmal an Live-Alben ist. Gerade in den früheren Zeiten war dies oft sehr extrem festzustellen. Man muss sich da nur mal paar alte Live-Acts der Beatles, Stones, Who oder Kinks anhören, um dies nach geradezu ganz markant festzustellen.
Das ist dann eben Live.

Auch auf der ABBA-Wembley-CD gibt es einige wenige Stellen, wo das leicht zutage tritt, vor allem zu Beginn des Liedes Voulez-Vouz ganz zu Anfang des Konzertes. Aber das ist nur ganz peripher der Fall.

Aber im Gesamten finde ich die stimmliche Präsenz der Damen für ein Live-Konzert von 1979 eher überragend.

Man muss sich nur mal anhören………..

Agnetha bei Gimme, Gimme, Gimme……überragende Darbietung,,,,,,,ebenso bei SOS…….Thank you for the music…….zwei extrem emotionale Darbietungen……..Chiquitita…….alle diese ihre stimmlichen Leistungen müssen sich vor den Studio-Aufnahmen in keinster Weise verstecken, was ich für ein Live-Album für absolut bemerkenswert halte………und dann natürlich I’m still alive…….wie ich finde eine großartige stimmliche Darbietung…….

Auch Frida „…….bei Money, Money, Money…….oder Fernando…….ganz starke stimmliche Leistung, die sich vor den Studio-Aufnahmen nicht verstecken muss

Auch bei As good as new gefällt mir Agnethas Stimme ausnehmend gut in einer Version, die weniger überfrachtet ist als die Studioversion.

Und auch Björn überzeugt hier mit seinen stimmlichen Acts mehr als auf den Studioalben

Und das magische Miteinander von A und A ist bei vielen Liedern auf dem Live-Album sehr schön zu hören.

Wie gesagt……..es ist ein Live-Album und man sollte es nicht mit Studioaufnahmen vergleichen und wer die stimmliche Darbietung eher kritisch sieht, sollte mal den Vergleich hernehmen zu Live-Alben der obengenannten Gruppen….oder auch Live-Acts wie von Gruppen wie Queen……da ist ein Unterschied viel eher festzustellen als bei der ABBA-CD

Ich halte diese ABBA-Live CD für gelungen…..für ehrlich…… und für echt……..

Es sollte kein Studio-Album mit Live.Touch sein……sondern ein echtes Live-Album…….und das ist es zweifellos geworden………und das auch oder vor allem auch wegen der Stimmen der beiden Ladies

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (27. September 2014, 05:13)


14

Samstag, 27. September 2014, 10:44

Es klingt alles dumpf und matt.


Und damit hast du absolut recht, das Album ist was den Klang anbelangt eine Katastrophe.:thumbdown:

Es klingt alles extrem dumpf, keine Höhen, die S-Laute gehen teilweise komplett unter. Das liegt aber in keiner Weise an Agnetha und Frida oder den Musikern, sondern wohl an der absolut schlampigen Tontechnik mit der das Konzert damals aufgezeichnet wurde. Wenn bereits die Quelle schlecht ist, bringt auch die modernste Nachbearbeitung nichts mehr. Da klingen manche Bootleg-Mitschnitte besser.

Anmerkung: Ich habe die CD über eine hochwertige Anlage gehört.

15

Samstag, 27. September 2014, 14:08

Man hört doch klar heraus, dass Agnetha und Frida wirklich singen können. Das ist das positive für mich. Sicherlich: Die Stimmen könnten bei einigen Songs dominanter sein, doch war dies mit der damaligen Technik überhaupt möglich? All diejenigen, welche über den Klang enttäuscht sind: denkt an den technologischen Entwicklungssprung seither. Wie hört sich denn z.B. ein Live Album von Madonna an?

Zwiespältig bin ich bei "The way old friends do": Das Arrangement gefällt mir sehr gut - es kommt schon fast a-cappella daher. Allerdings gibt es fast keinen Kontrast zwischen Agnethas und Fridas Stimmen. In der Live-Version auf dem Super Trouper-Album kommt zuerst Frida, dann Agnetha mit einem deutlichen Kontrast. Auf der Live-CD bin ich nicht einmal sicher, ob der zweite Einsatz wirklich von Agnetha stammt.

Mein absoluter Lieblingssong: As good as new. Wenn jemand zweifelt, ob Agnetha wirklich gut singen kann, sollte diesen Song hören.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »benjamin« (27. September 2014, 16:04)


16

Samstag, 27. September 2014, 14:31

Hey da zusammen,
vielen Dank für eure sagenhaften, ins Detail gehenden, ausführlichen Antworten! Ich habe sie mit Genuss gelesen!

Es ist alles gesagt, denke ich!

Meine Aussage hierzu kann ich somit in wenige Worte fassen!

Das Live Album ist klanglich um Längen besser als ich es gedacht hätte!

Für mich ist es
PERFEKT ein unvergleichliches Zeitzeugnis! Ich bin begeistert! WAHNSINN es endlich so hören zu dürfen!
VG vom Cassandrafan
ABBA - You let me be

17

Samstag, 27. September 2014, 15:01

war dies mit der damaligen Technik überhaupt möglich?
Natürlich war dies möglich. Ich kenne etliche Live-Mitschnitte die noch viel älter sind (1969, 1972) und um Längen besser als das vorliegende Werk klingen.

Wie bereits gesagt, die beiden ABBA Damen sind stimmlich absolut überzeugend, es liegt lediglich an der miserablen Tontechnik.

18

Samstag, 27. September 2014, 16:08

@Benjamin

Was die Aufnahme von „The way old friends do” betrifft, so ist der Kontrast der Stimmen in der Tat etwas geringer als bei der Super-Trouper-Aufnahme, aber auch hier singt eindeutig Frida die erste Zeile des Liedes und Agnetha dann die zweite Zeile-

Was Deine Beurteilung des Liedes „As Good As New“ betrifft und die brillante gesangliche Darbietung von Agnetha, so kann ich Dir da absolut beipflichten. Wobei ich ihre Performance bei „Gimme, Gimme, Gimme“ für mindestens genauso stark, wenn nicht noch stärker halte.

Natürlich ist die gesangliche Darbietung der beiden Ladies einfach großartig,
Ich finde die Diskussionen über deren gesanglichen Qualitäten an manchen Stellen ohnehin etwas befremdlich

Für mich war damals Frida eine der besten weiblichen Stimmen in der Welt der Popmusik…..und Agnetha war damals DIE BESTE weibliche Stimme überhaupt in der Welt der Popmusik……. :thumbup: ...…ist nicht meine Formulierung, sondern wie schon mal erwähnt die des damaligen „Music-Express“, die ich aber gerne übernehme, weil ich das ganz genauso sehe……..no more no less……..

Naja……und wer meint,dass die Ladies nicht gut singen können……..dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen………auch nicht beim Hören von „As good as new“……………. ?( ?(

19

Samstag, 27. September 2014, 17:03

Hab ich letztens mal geschrieben, dass mich As Good As New nicht komplett überzeugt?! ABSOLUTE MEINUNGSÄNDERUNG!!!! Live ist es bombastisch, mein absolutes Lieblingslied auf dem Album. Eigentlich habt ihr ja schon alles geschrieben... funky Stimme usw Kann ich nur zustimmen!!!!! Bombastisch eben!!!!!!
Was mich als einziges nicht wirklich vom Hocker gehaun hat, ist mein Lieblingslied, Dancing Queen. Finde ich studio eindeutig besser!! Aber alles andere... perfekt, würde ich sagen. Und Gassi, ich habe vor der Kasse fast angefangen zu weinen vor Freude, weil ich sie endlich hatte! Ich als Jahrgang 2000 hatte ja erst recht nie die Chance, ABBA live zu hören, aber diese CD ist der beste Ersatz den es gibt!!! Ja und jetzt läuft sie hoch und runter und meine Eltern sind mehr als genervt.... Tja, ich kann nicht anders, ABBA Mania! ;) :thumbsup:
Dreams that become truths and truths that become history!

20

Samstag, 27. September 2014, 17:54

Das finde ich unheimlich und freut mich zu lesen von jemandem, der 2000 geboren ist.
Spitze!

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