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Dienstag, 14. Februar 2017, 23:22

Ach, Highway-Star........das reifere Alter....... :D ..........also bei mir sind die ABBA-Songs auch heute noch immer etwas auch für das reifere Alter....... :thumbsup:

Vielleicht fühle ich mich ja deswegen immer noch um etwa halb so alt, wie ich in Wirklichkeit bin..........zumindest geistig.......... :thumbsup:

Ich bin übrigens der Meinung, dass man ganz selbstverständlich ALLES miteinander vergleichen kann..........ohne Ausnahme.........Man muss das nicht, aber man kann es, wenn man will.....

So natürlich auch die ABBA-Songs mit einem Musical wie KRISTINA......

Das ist im direkten Vergeleich vielleicht schwierig..........aber natürlich kann man das vergleichen in bezug ihrer Wichtigkeit, Bedeutung und Nachhaltigkeit innerhalb ihres eigenen Genres.....

Und hier kann und wird ein Musical wie KRISTINA bei all seiner Klasse niemals die ABBA-Lieder erreichen...........Während die ABBA-Lieder im Bereich der populären Musik bzw. der Popmusik mit an absolut führender Stelle stehen und wegweisend für ein ganzes Genre sind............So kann KRISTINA das selbstverständlich nicht leisten und liegt im Bereich MUSICAL in musikhistorischer Hinsicht nicht auf den führenden Plätzen......

Ganz nebenbei bemerkt..........Interessant ist der Eintrag auf WIKIPEDIA, was das Thema POPMUSIK betrifft..........Hier steht......

Popmusik (aus engl. popular music) bezeichnet eine Musikform, die vorwiegend seit den 1950er Jahren aus dem Rock ’n’ Roll, der Beatmusik und dem Folk entstand, von den Beatles fortgeführt und von der schwedischen Band ABBA seit Beginn der 1970er Jahre popularisiert wurde. Sie gilt seit den 1960er Jahren als europäisierte, international etablierte Variante angloamerikanischer Musik, die im Kontext jugendlicher Subkulturen entstand und inzwischen zumeist auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Elektronischen Musik aufbereitet und massenmedial verbreitet wird.

Ein weiteres Indiz, dass ABBA in diesem Genre absolut führend ist..........Das trifft auf das Genre Musical für die beiden B+B Werke sicherlich nicht zu....

Das soll selbstverständlich nicht heissen, dass beides nicht großartige Werke sind..........aber sie sind eben nicht Genre-führend und haben musikhistorisch eine viel geringere Bedeutung als die ABBA-Werke

Dabei muss ich sagen, dass ich durch die ganzen Jahre schon oft auf das Phänomen gestoßen bin, dass bei vielen ABBA-FAns eigentlich kein generell gesteigertes Intersse an Musical besteht, dass sie sich aber für CHESS und KRISTINA begeistern und diese auch besucht haben............Sind jetzt alle plötzlich zu Musical-Fans geworden ??........Oder ist CHESS oder KRISTINA besser als die WEST-SIDE STORY ??..............Natürlich ist das nicht so, denn es ist natürlich sehr naheliegend, dass diese Fans diese Musicals eben mögen und überhaupt erst auf sie aufmerksam geworden sind WEIL Benny und Björn die Urheber dieser Musical sind...........und nicht etwa, weil ausgerechnet diese beiden Musicals nun eine bahnbrechende Bedeutung haben...........

So realistisch muss man einfach sein...........bei aller persönlichen Begeisterung für das modernere CHESS oder das klassischere KRISTINA
50 Jahre - Jag Var Så Kär

An einem Tag im Winter 1968, vor 50 Jahren, löste ein 17jähriges blondes Mädchen aus Jönköping mit ihrer allerersten Platte die Beatles von Platz 1 der schwedischen Charts ab

1.Agnetha Fältskog/Jag Var Så Kär
2.The Beatles/Hello Goodbye
3.Georgie Fame/The Ballad of Bonnie and Clyde
4.The Beatles/Magical Mystery Tour
5.The Monkees/Daydream Believer

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (14. Februar 2017, 23:35)


62

Mittwoch, 15. Februar 2017, 08:49

Übrigens wäre es toll wenn es endlich mal eine DVD einer Kristina-Aufführung gäbe. Das ist ja offenbar auch so eine Sache wo B&B drauf sitzen und nichts rausrücken wollen. Und da geht es ja nicht nur um einen Song wie bei Just Like That, sondern um eine komplette Musical-Aufführung. Wie kann man so etwas brach liegen lassen – bei Chess ging es ja auch!
Meine Worte. Die Nicht-Veröffentlichung von Kristina auf DVD ist genauso ein Unsinn, wie das Zurückhalten von ABBA Songs wie "Just Like That". Ein unverständlich sowas..... :(
Dabei muss ich sagen, dass ich durch die ganzen Jahre schon oft auf das Phänomen gestoßen bin, dass bei vielen ABBA-FAns eigentlich kein generell gesteigertes Intersse an Musical besteht, dass sie sich aber für CHESS und KRISTINA begeistern und diese auch besucht haben............Sind jetzt alle plötzlich zu Musical-Fans geworden ??........Oder ist CHESS oder KRISTINA besser als die WEST-SIDE STORY ??..............Natürlich ist das nicht so, denn es ist natürlich sehr naheliegend, dass diese Fans diese Musicals eben mögen und überhaupt erst auf sie aufmerksam geworden sind WEIL Benny und Björn die Urheber dieser Musical sind...........und nicht etwa, weil ausgerechnet diese beiden Musicals nun eine bahnbrechende Bedeutung haben...........
Ich habe im Verlaufe der letzten 30 Jahre doch sehr viele Musicals gesehen. Natürlich hätte ich KRISTINA nie kennengelernt, wenn es nicht von B&B geschrieben worden wäre.
KRISTINA gehört für mich persönlich aber zum besten und schönsten Musical, welches je aufgeführt wurde. Es ist ein absolutes Meisterwerk, bei welchem ich bei der Re-Premiere in Stockholm am 11. Sept 2015 Gänsehaut und Augenwasser hatte, auch wenn ich kein Wort Schwedisch kann.
Es ist so eindrücklich inszeniert und die Musik berührt einem mehr als alle anderen Musicals, die ich bisher erlebt habe. Dies hat definitiv nicht damit zu tun, dass ich ABBA Fan bin, weil mit ABBA hat KRISTINA absolut gar nichts am Hut.

KRISTINA hat den Status einer "WEST-SIDE STORY" nur (noch) nicht erreicht, weil es aus mir unerfindlichen Gründen nie international aufgeführt wurde (also mal abgesehen von dieser 90-minütigen Aufführung 1996 in Minnesota USA ).
CHESS finde ich zwar auch ein tolles Musical und die Musik gefällt mir auch sehr gut, aber es kommt nicht annähernd an KRISTINA heran......
Gruss Charly

*** ABBA Forever ***

63

Mittwoch, 15. Februar 2017, 09:13

Ich finde das absolut super, dass Dir KRISTINA so gut gefallen hat, Charly...........Und es ist ja wirklich ein großes Werk

Ich habs ja auch schon 2 Mal live gesehen und für mich waren das sicher auch unvergessliche Erlebnisse, auch wenn meine zweifellose Begeisterung dafür jetzt nicht ganz so groß ist, wie es Deine ist.....

Ich bin trotzdem der Meinung, dass KRISTINA mit einer WEST SIDE STORY nicht auf einer Stufe steht..........Dafür sind in der WEST SIDE STORY einfach viel zu viele globale Meisterweke unter den Liedern enthalten......

Das heisst ja nicht, dass es nicht auch viele Menschen gibt so wie Du, die sich an KRISTINA mehr begeistern können als an der WEST SIDE STORY..........aber nach meiner persönlichen Meinung kann KRISTINA niemals den Status einer WEST SIDE STORY erreichen......

CHESS finde ich zwar auch ein tolles Musical und die Musik gefällt mir auch sehr gut, aber es kommt nicht annähernd an KRISTINA heran......

Das liegt sicher im Auge des Betrachters bzw. hängt wohl auch mit dem generellen Musikgeschmack zusammen....

Ich zum Besipiel kenne etwa ebensoviele Leute, die CHESS besser finden, als umgekehrt..........und das hängt sicherlich wie gesagt mit dem Musikgeschmack zusammen.........CHeSS ist ein sehr modernes und teilweise auch rockiges Musical.........KRISTINA ist ein sehr klassisches Musical...........Und wer eher an moderneren Musicals interessiert ist, wird meisten CHESS besser finden, genauso wie jeder, der eher an einem eher klassischen Musical interessiert ist, mit Sicherheit KRISTINA besser finden wird.....
50 Jahre - Jag Var Så Kär

An einem Tag im Winter 1968, vor 50 Jahren, löste ein 17jähriges blondes Mädchen aus Jönköping mit ihrer allerersten Platte die Beatles von Platz 1 der schwedischen Charts ab

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (15. Februar 2017, 09:27)


64

Mittwoch, 15. Februar 2017, 09:49

Also Scotty da hast du mich falsch verstanden. Es ist ja nicht so dass ich ABBA nicht mehr höre weil es mir zu „jugendlich“ wäre, und stattdessen nur noch Pensionistenmusik a la BAO… :D Keineswegs! ABBA gehört nach wie vor zu meinem Stammrepertoire, und es ist toll dass es Bemühungen gibt wie von unserem Grönalund, so etwas wieder aufleben zu lassen, in welcher Art auch immer.

Und natürlich fühle ich mich auch halb so alt – jedenfalls auch zumindest geistig! Nun kannst du mir natürlich vorwerfen das wäre weil ich untreuer Gesell die ABBA-Damen im Stich gelassen und mich einer Jüngeren zugewendet hätte… pah! :D Ist aber nicht so...

Ich höre sehr viele Arten von Musik, was es ist ist mir eigentlich nicht so wichtig. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken…

Im Musical-Bereich habe ich tatsächlich wenig gehört bis jetzt, aber wenn man es im weiteren Sinn sieht, auch Konzeptalben würde ich ähnlich einschätzen. Bekanntestes Beispiel etwa: The Wall von Pink Floyd. Aber auch einiges andere…

Immerhin ist mir Jesus Christ Superstar geläufig, aus naheliegenden Gründen. :) Aber Kristina ist auf seine Art einfach so einzigartig, mir scheint das geht über den Rahmen eines Musicals hinaus, es ist eher schon eine Oper. Es ist so etwas wie ein Nationalepos, aber mit offenen Grenzen. Ich nehme an dass der ursprüngliche Plan von B&B war, dieses Musical auch in den USA populär zu machen, indem genau dorthin ein Bezug hergestellt wurde. Also auch in den wichtigsten Markt, den ABBA nie wirklich erobert hatten. Deshalb wohl auch diese Expedition nach Minnesota schon 1996.

Und allein von den Reaktionen des Publikums dort hätte Kristina ein Mega-Erfolg sein können. Aber letztlich gibt es in den USA nicht nur schwedischstämmige Leute, und dann hätte man Kristina neben Malmö auch einige Jahre in den USA spielen müssen. Wurde ja auch versucht mit der Carnegie Hall, aber das Unterfangen war wohl aussichtslos.

Hier kommt meiner Meinung nach schon auch die Macht der Medien ins Spiel, in anderer Art als bei Agnetha. Ich vermute man wollte dort einfach kein ausländisches Musical, vor allem nicht aus einem so unwichtigen Land wie Schweden, von dem die meisten Amerikaner wahrscheinlich nicht mal wissen wo es liegt…

So ist es auch die Frage, wie man genre-führend wird… Und wollen die Leute überhaupt ein Musical, das ein so schweres Thema trägt, oder wollen sie einfach nur unterhalten werden. Der Trend, Musicals einfach über bestimmte populäre Künstler oder Musiker – meist verstorbene – zu schaffen deutet darauf hin. Sei es Queen, Udo Jürgens, Whitney Houston, Falco – und eben Mamma Mia.

Da hat Kristina eher eine Sonderstellung inne, es ist thematisch anspruchsvoll. Und damit ist die Zielgruppe kleiner… Natürlich berührt Kristina sehr wenn man es sich „antut“ – insofern hat es sicher sehr viel Kraft. Aber was ich immer wieder denke, es ist nicht besonders aufbauend, es ist eher so a la Siegfrieds Heldentod…

Was ich mir dagegen vorstellen könnte wäre etwa ein Musical basierend auf Så som i himmelen… Wenn es bei Livet är en schlager ging, warum dann nicht da. Ich frage mich aber ob Björn in der Lage wäre, dazu Texte zu schreiben… Py Bäckman war schon verdammt gut.
Robert

65

Mittwoch, 15. Februar 2017, 11:07

Da bin ich ja schon mal beruhigt, dass wir uns also beide nur halb so alt fühlen, wie wir sind........ :thumbsup: ........da hat ja dann unter anderem auch die ABBA-Musik ja auch was bewirkt.... ;)

Und dass Du Dich nun auch noch einer Jüngeren zugewandt hast, mag Dir ja verziehen sein..... :D .......Hauptsache, Du wirst unseren ABBA-Ladies nicht ganz untreu...... ;)

Sicher hast Du recht damit, dass sogenannte Konzeptalben dieser ganzen Materie durchaus nahekommen........auch da waren die BEATLES wohl die Pioniere im Bereich der Popmusik mit dem vielleicht genialsten Album der Popgeschichte, nämlich SGT. PEPPERS LONELY HEARTS CLUB BAND

Und sicher geht KRISTINA schon fast in den Bereich einer Oper über, wie Du das sagst........was allerdings kein qualitativer, sondern eher ein genre-spezifischer Unterschied ist......

Ich persönlich war eben immer, was den Bereich Musical betrifft, auf modernere und rockigere Musicals fixiert..........Ich hab als Jugendlicher in England die Aufführung von HAIR gesehen und war da schon von diesen unfassbar großartigen Liedern wie AQUARIUS oder LET THE SUNSHINE IN restlos begeistert und halte die bis heute mit für die charismatischsten Liedern, die auf einer Muicalbühne gesungen wurden............

Oder auch JESUS CHRIST SUPERSTAR, dass ich ebenfalls in den 70ern gesehen habe und wo ich absolut fasziniert war, wenn da auf der Bühne dieses JESUS CHRIST, JESUS CHRIST, WHO ARE YOU, WHAT HAVE YOU SACRAFICED gesungen wurde........das war unvergesslich.....

Auch CABARET hab ich da gesehen..........Die WEST SIDE-STORY und MY FAIR LADY hab ich später nachgeholt.......

In den 80ern kam dann ein legendäres Musical nach dem anderen........Das großartige EVITA oder die Klassiker CATS und PHANTOM OF THE OPERA, wo ich das Glück hatte, es in der Albert-Hall sehen zu können.....Von MISS SAIGON war ich begeistert oder auch LES MISERABLES oder BILLY ELLIOTT sind großartige Werke......

Ich finde CHESS ebenfalls ein großes Musical, aber ich denke, es kommt nicht an diese genannten Klassiker heran........vor allem nicht an jene der 60er bis 80er Jahre...........

Aber alle diese Musicals sind natürlich rein von ihrer Musik her moderner und viel wenige klassisch, als das bei KRISTINA der Fall ist.....

Vielleicht ist das auch vielmehr der Grund, warum KRISTINA nicht global funktioniert..........Denn ich denke nicht, dass es am Inhalt von KRISTINA liegt, was ja immer von den meisten behauptet wird......

Ob man damals am Broadway oder überhaupt in den USA keine ausländischen Produktionen wollte, kann ich jetzt schlecht beurteilen......das ist vielleicht möglich....

Aber es hätte ja gar nicht unbedingt die USA sein müssen...........Europa hat mindestens genau so interessante Metropolen wie die USA mit London, Paris, Rom, Madrid, Moskau..........Auch hier gabs ja anscheinend für KRISTINA keine Chance..........

Aber das liegt sicher nicht an dem inhaltlichen Stoff, denn das hat ja auch bei anderen Stoffen funktioniert wie zum Beispiel bei MISS SAIGON oder BILLY ELLIOTT oder LES MISERABLES, was ja ebenfalls teilweise schwer verdauliche Themen sind.......oder auch sehr abstrakte Stoffe wie bei CATS und PHANTOM OF THE OPERA haben funktioniert........

Bei HAIR gings um ein Lebensgefühl und um Vietnam und bei JESUS CHRIST um das große Thema dieser Welt.........aber auch das waren ja schwer verdauliche Stoffe.....

Im Endeffekt ist es trotzdem wieder die Art der Musik, die für so eine internationale Popularität entscheidend ist.......Und wenn diese eine bestimmte Klientel anspricht, dann kann das sogar eine klassische Ballett-Inszenierung sein, um ein populärer Welterfolg zu werden, wie zum Beispiel TSHAIKOVSKIJ´'s SCHWANENSEE.......

Ich persönlich denke, dass das bei KRISTINA auch musikalisch teilweise zu schwere Kost ist für einen größeren Erfolg...........aber vielleicht sehe ich das auch zu kritisch, weil ich eben eher ein Interessierter an moderner inszenierten Werken bin..........mehr jedenfalls als an zu klassisch angelegten Musicals, wie es KRISTINA eines ist......

Widersprechen möchte ich etwas der These, dass KRISTINA etwa inhaltlich oder auch musikalisch anspruchsvoller wäre als ein eher moderner inszeniertes Werk.......... Ich denke, dass ist nicht der Fall...........Es ist eben eine klassischere Inszenierung mit einem durchaus von seiner Aktualität oder auch Intensität vergleichbarem inhaltlichen Stoff wie andere Werke.....

KRISTINA hat sicherlich sehr viel Kraft, aber es ist in der Tat nicht aufbauend, wie Du das schreibst........

Ob Björn heutzutage die Texte noch so von der Hand gehen würden, weiss ich auch nicht.........aber ich könnte es mir schon vorstellen..........Aber auch für einen Benny wird es nicht einfacher........Wenn man sieht, wieviel Kraft die einzigen beiden großen Musicals gekostet haben, die sie in 35 Jahren nach ABBA geschrieben haben, dann denke ich, dass auch Benny da vielleicht an seinen Grenzen diesbezüglich angekommen sein könnte......
50 Jahre - Jag Var Så Kär

An einem Tag im Winter 1968, vor 50 Jahren, löste ein 17jähriges blondes Mädchen aus Jönköping mit ihrer allerersten Platte die Beatles von Platz 1 der schwedischen Charts ab

1.Agnetha Fältskog/Jag Var Så Kär
2.The Beatles/Hello Goodbye
3.Georgie Fame/The Ballad of Bonnie and Clyde
4.The Beatles/Magical Mystery Tour
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Scotty« (15. Februar 2017, 11:15)


66

Mittwoch, 15. Februar 2017, 12:19

Ja natürlich Hair! Dazu fällt mir was ein… :D
https://www.youtube.com/watch?v=-lrgOnrUxaw

Oder auch so… :thumbup:
https://www.youtube.com/watch?v=sVXYqV37NuM

Und weil du Cabaret ansprichst… Damals als der Film im Fernsehen war, in den späteren 70ern, hat mich sogar Liza Minnelli angesprochen…
Robert

67

Mittwoch, 15. Februar 2017, 12:53

Ja natürlich Hair! Dazu fällt mir was ein

Das hat Helen sehr schön gesungen.......und auch der Chor mit Frida......

Aber ehrlich gesagt gefällt mir die etwas poppigere Version von der süßen CILLA damals 1969 noch besser........ ;)

https://www.youtube.com/watch?v=tqiTyKs0PXI&t=29s

Und die Mode war damals ja sooo cool....... ;)

Aber jetzt wird etwas zu off-Topic.........aber so bleibt wenigstens "Leben in der Bude"....... :D
50 Jahre - Jag Var Så Kär

An einem Tag im Winter 1968, vor 50 Jahren, löste ein 17jähriges blondes Mädchen aus Jönköping mit ihrer allerersten Platte die Beatles von Platz 1 der schwedischen Charts ab

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68

Mittwoch, 15. Februar 2017, 13:03

Jaaa, sehr schön! Das müsste jetzt nur noch Agnetha singen! :)

Und die Mode war sehr cool damals… Erinnert mich an Star Trek… :D

Da hätte ich die Idee für ein Star Trek-Musical… Helen als Deanna Troi, die empathische Betazoidin… ^^

Aber es gibt sicher noch bessere Ideen...
Robert

69

Dienstag, 15. August 2017, 22:23

Nachtrag zu Kristina, Version von 2014:

Die Pressekonferenz 2014 von der ich nur Bilder kannte bisher, ist auch auf YouTube, bin gerade darüber gestolpert. Gut sehen Björn (!), Benny und Lars aus und sie sind mit Begeisterung dabei scheint mir.

YouTube

Ist auf Schwedisch. Dachte ich poste es für die, welche das Video nicht kennen...

70

Mittwoch, 17. Januar 2018, 22:11

Danke für den Link Maria! Der ist mir damals wegen Urlaub wohl entgangen…

Ich hab mir vorhin gerade wieder die Original-CDs von Kristina fran Duvemala angehört, und ich kann nur sagen, das Musical begeistert mich mit jedem Mal mehr! Es ist so umfangreich und dicht, dass man erst nach oftmaligem Anhören einen Fluss und eine stimmungsmäßige Vertrautheit bekommt, was bei den einzelnen ABBA-Liedern viel schneller geht. Zugleich eröffnen sich aber auch immer wieder neue Aspekte, die vorher vielleicht verborgen waren. Eines meiner neueren Lieblingsstücke ist etwa Min astrakan, was Helen noch einmal so wunderbar bei der Eröffnung der Malmö-Arena 2008 gesungen hat (von der Originalinszenierung gibt es ja leider noch kein Video)
https://www.youtube.com/watch?v=Z1kZDorfPXc

Darin geht es um den Apfelbaum, der in Amerika aus Samenkörnern entsprossen ist, die aus der Heimat mitgenommen wurden… Eigentlich gibt es in Kristina auch zahlreiche Bezüge zur schwedischen Volksmusik, insofern also ist BAO gar nicht so fern. Und am Anfang wurden bei den BAO-Konzerten sogar Stücke aus Kristina gespielt, das waren noch Zeiten!

Schade dass Benny und Björn wahrscheinlich kein weiteres so großes Musical mehr schreiben werden. Themen gäbe es ja genug, etwa könnte ich mir wie oben schon erwähnt Wie im Himmel als Musical vorstellen… Oder ein schönes Buch das ich gerade lese, Wintermärchen von Mark Helprin. Darauf kam ich unter anderem, da darin ebenfalls der Battery Park eine Rolle spielt. Es ist ein dickes, mystisches Buch rund um die Stadt New York über verschiedene Zeitebenen hinweg, welches auch bereits verfilmt wurde… Ähnlich dicht wie die Auswanderer-Saga von Moberg, und eine Hauptrolle darin spielt etwa Peter Lake, ein Kind von Auswanderern, die jedoch bei der Ankunft in Amerika zurückgewiesen wurden...

Aber auch eine Verfilmung von Kristina wäre mal was, bei Mamma Mia The Movie ist man ja nun schon beim zweiten Teil… Wobei es einen zweiten Teil von Kristina nicht geben könnte, es sei denn man ändert die Geschichte ein bisschen… :D
Robert

71

Donnerstag, 18. Januar 2018, 07:47

Ich muss mir unbedingt die 3 1/2 Stunden auch wieder mal antun.
Es ist gespickt von gesanglichen und musikalischen Highlights. Dazu gehört auch "Min Astrakan".

Helen Sjöholm hat sich so extrem in dieses Musical hineingelebt und in sich verinnerlicht, finde ich. So gut sie auch bei BAO singt, ich finde sie war nie besser als bei Kristina.

Falls noch nicht erwähnt: es gibt für Leute, die das Kristina Musical noch nicht kennen, eine Best-of der Songs aus dem Musical.

Sexton Favoriter Ur Kristina Från Duvemåla
Also 16 Songs wie z.B. "Min Astrakan", "Du Maste Finnas" oder "Guldet Blev Till Sand" gesungen von Peter Jöback.
Es gibt diese CD auch im ABBA Museum Shop zu kaufen oder z.B. hier bei discogs:
https://www.discogs.com/de/Various-Sexto…release/2238633

Peter Jöback - Guldet Blev Till Sand (aus dem legendären Minnesota Konzert):
https://www.youtube.com/watch?v=e2tdBKFKOrU

Hach, wie gerne wäre ich dort dabei gewesen.... :rolleyes:
Gruss Charly

*** ABBA Forever ***

72

Donnerstag, 18. Januar 2018, 12:50

Hach ja, ich auch! Dazu passt alles: :) :( ;( :love: ^^ 8) :D

Die Sexton Favoriter sind praktisch Kristina im Schnelldurchlauf, sicher auch nicht schlecht…

Dass Helen nach Kristina nicht mehr besser geworden wäre möchte ich so jetzt nicht stehen lassen… ;)
Robert

73

Donnerstag, 25. Januar 2018, 10:34

Hab grad ein Relikt aus längst vergangenen Tagen gefunden, aber doch ganz interessant zum Betrachten…
http://www.angelfire.com/mo/duvemala/

Diese Site wurde 1999 zum letzten mal aktualisiert, und ich kann mich noch erinnern dass früher zahlreiche Websites so einfach aussahen.

Interessant aber dass man hier zB über die Ersatzbesetzungen für die einzelnen Rollen nachlesen kann, auch für Kristina. So auch über Lisa Gustafsson… Hier wird ein Stück namens Millenie-Song von Benny und Ylva Eggehorn erwähnt, was wird das wohl sein?

Und nicht zu vergessen, Linda Ulvaeus war auch mal Darstellerin in Kristina – als Elin, der Tochter von Ulrika.
Robert

74

Freitag, 2. Februar 2018, 15:57

Nun muss ich doch noch mal auf die schöne Doku zu Kristina från Duvemåla aus dem Jahr 1995 hinweisen – habt ihr die eigentlich schon gesehen? Auf jeden Fall gibt es sie nun seit einiger Zeit in einem Stück und in besserer Bildqualität.

"Långt bort och längesen" – Lange her und weit weg…
https://www.youtube.com/watch?v=XhX3whrBN5k

Ein Meisterwerk ist das Stück tatsächlich, und hier wird sehr gut dargestellt wie es entstanden ist, von der Idee bis zur Umsetzung. Ein interessanter Realitätsbezug ist, dass nebenher auch die Geschichte von Flüchtlingen aus Laos in Schweden erzählt wird, wie sie leben, wie sie es wahrnehmen in einem fremden Land zu sein, und wie sie auch ihre Traditionen weiter tragen… Also auch heute ein durchaus aktuelles Thema.

Abgerundet wird der Bericht durch zeitgenössische Aufnahmen von Vilhelm Moberg, dem Autoren des Buchs, auf dem das Musical beruht.

Natürlich gibt es da auch viele nette Bilder, wie sich das Ensemble erstmals begegnet, oder ein Zusammentreffen in Bennys Haus, wo sie Lilla Skara improvisieren (sogar Björn spielt da noch Gitarre!)… Man sieht die Kostümprobe mit der Designerin Görel Engstrand, und einmal gibt es sogar einen Einblick in die Damengarderobe, wo Helen und Åsa über ihre Unterwäsche lachen – natürlich jugendfrei! :D

Man sieht Benny beim Komponieren am Klavier, und nur der Hund hört zu…

Oder die Proben… Einmal vergisst Helen ihren Text, als sie so vertieft in ihre Szene ist. Vielleicht spürte sie so intensiv nach, wie es für Kristina war, ein Kind zu verlieren…

Aber auch die anderen die in den schöpferischen Prozess eingebunden waren, kommen nicht zu kurz, vor allem Anders Eljas und Lars Rudolfsson.

Alles ist natürlich auf Schwedisch, aber ist es so wichtig, alles zu verstehen? Man spürt es ohnehin. Alle Sänger und Sängerinnen in dem Musical sind hervorragend, das muss ich deutlich sagen, auch wenn ich Helen besonders bewundere. Auch Marianne Mörck darf man da nicht übersehen, damals von Helen manchmal als Vorbild und Mentorin erwähnt. Sie spielte die Rolle der Fina Kajsa.

Helen natürlich ist ganz speziell. Eine Ausnahmekünstlerin! Wenn man ihr eine Zeitlang zuschaut und zuhört, erfasst sie einen unmittelbar. Sie war damals 25, aber auf mich wirkte sie noch jünger, fast jugendlich durch ihr neugieriges Wesen und ihre spontane Art. Eine so zarte kleine Person, aber man würde kaum glauben was für eine unwahrscheinliche Kraft und welchen Ausdruck sie auf der Bühne entwickeln konnte. Und das kann sie heute auch noch… :)

Eine hervorragende Doku, so etwas würde man sich heute manchmal als guten Journalismus wünschen… Und das war ja noch bevor dieses Musical erfolgreich wurde. :thumbup:

Sorry Leute, machmal kann ich meine Begeisterung nicht zurückhalten… :D
Robert

75

Freitag, 2. Februar 2018, 16:25

In dieser Form und Qualität kannte ich die Doku bisher nicht.

Besten Dank dafür. :thumbup:

76

Freitag, 2. Februar 2018, 16:36

Gerne geschehen! :)

Ein interessantes Detail ist übrigens: In der Doku singen Björn und Benny ein Stück, das aus der endgültigen Fassung des Musicals herausgestrichen wurde. Es hiess offenbar „Pastor Jacksons tal till Ulrika“… (ab ca. 25:00)

Dazu muss man ja bedenken dass das Musical in seiner Rohfassung sechs Stunden lang war. Erst kurz vor der Aufführung wurde es auf knapp über vier Stunden zusammengestrichen – und Du måste finnas kam erst als letzte Ergänzung hinzu…

Wann kommt denn da der „Director’s Cut“…? :D
Robert

77

Donnerstag, 8. Februar 2018, 08:17

Ich muss ja gestehen, das ich Kristina noch nicht gesehen habe und in die 1. CD nur mal reingehört habe!
Ich habe mir damals auf Videokassette das Making of... angesehen, was ich sehr interessant fand, mal die Arbeit so hinter den Kulissen mitzuerleben.
Da sieht man die Gesangsproben von Helen oder Peter und auch Linda sieht man!
Es war für mich aber trotzdem noch nie die Möglichkeit das Musical zu sehen. Um ganz ehrlich zu sein, hab ich bis jetzt nur "Starlight Express" und "Mamma Mia" gesehen (letzteres in 2 verschiedene Sprachen (Englisch/Deutsch)!

Besonders Highway ist ja ganz begeistert und auch Charly gefällt es sehr gut!
Was ist es, was euch so euphorisch von dem Musical so begeistert erzählen lässt?
Die Musik ist doch schwer und mehr Oper als Musical. Oder sehe ich das falsch?
Es wäre schön, wenn es dieses Musical auch auf DVD geben würde...
Aber ist das üblich?
Ich glaube, solange Musicals noch Chancen hat auf die Bühne zu kommen, gibt es die nicht auf DVD!
Gibt es überhaupt Original Musicals von der Bühne auf DVD?

78

Donnerstag, 8. Februar 2018, 09:04

Besonders Highway ist ja ganz begeistert und auch Charly gefällt es sehr gut!
Was ist es, was euch so euphorisch von dem Musical so begeistert erzählen lässt?
Die Musik ist doch schwer und mehr Oper als Musical. Oder sehe ich das falsch?
Für mich ist es das schönste Musical, das ich je gesehen und gehört habe. Und das waren doch schon Einige darunter.
Grundsätzlich stehe ich auch eher auf Pop/Rock Musik und natürlich ist Kristina wohl eher eine Musical-Oper und trotzdem geht bei mir die Musik und die Aufführung so tief rein, dass ich während der Re-Premiere am 11.9.2015 fast die ganze Zeit Gänsehaut und immer mal wieder Augenwasser hatte.
Es ist diese Geschichte, gepaart mit den sensationellen Kompositionen von Benny und dem fantastischen Bühnenbild im Cirkus Stockholm damals.

Schon vorher hatte ich mir das Musical auf CD angehört und fand es schon toll, aber seit der Aufführung bin ich hin und weg. Bei jedem Song oder Stück kommen mir die Bilder wieder in den Sinn. :rolleyes: Hach.....


Mit 3.5. Stunden ist es halt sehr lang für ein Musical und trotzdem bin ich der Meinung, dass dieses Musical in Englisch weltweit Erfolg haben könnte.
Obwohl es mir natürlich in Schwedisch viel besser gefällt, auch wenn ich fast nichts verstehe. Ich habe mir auch die Doppel-CD der Aufführung in der Carnegie Hall gekauft, aber die schwedische Fassung finde ich viel schöner.

Wieviel gäbe ich dafür, wenn diese tolle Musical endlich auch auf DVD erhältlich wäre.....
Gruss Charly

*** ABBA Forever ***

79

Donnerstag, 8. Februar 2018, 09:12

Das klingt alles so schön und so spannend....man kann es sich regelrecht vostellen wie fantastisch es gewesen sein muss als Bühnenfassung im Cirkus in Stockholm.

Vielleicht erscheint ja eines Tages eine tolle DVD Aufnahme dazu?? Für mich ist es auch eher OPER als Musical, das Thema so spannend und gerade momentan auch wieder so hochaktuell....es hätte durchaus die besten Chancen in englischer Version die internationalen Bühnen zu erobern.

Ich denke aber auch, das letzte Kapitel ist hier mit Sicherheit noch nicht geschrieben.
Frida, Djupa Andetag, I Wonder, ABBA, I let the Music speak, ENSAM, Sun will shine again, Annifrid - Lyngstad,Benny Andersson, BENNY, Piano-Album,ABBA Germany

80

Donnerstag, 8. Februar 2018, 11:56

Ja, ich gäbe auch viel dafür wenn es eine DVD oder auch nur eine Live-CD von der Bühnenfassung gäbe. Aber noch viel mehr gäbe ich dafür, hätte ich Kristina damals in Malmö oder Stockholm selber erlebt! Das muss einfach unbeschreiblich gewesen sein. Aber damals war das für mich doch eher aus der Welt, so weit weg und in Schwedisch…

Wie gesagt, ich kenne ja die ursprüngliche CD-Fassung seit ihrem Erscheinen. Aber damals war es mir irgendwie zu schwer und fremd, auch nicht unbedingt die Musik die ich von ABBA gewohnt war. Ich kannte den Inhalt des Musicals, doch der stimmte mich eher traurig. Irgendwie konnte ich nicht nachvollziehen wie B&B gerade auf ein solches Thema kamen – nachdem ich schon Chess eher ungewöhnlich gefunden hatte.

Da musste ich also einen echten Lernprozess durchlaufen, um Bennys Musik vorbehaltslos akzeptieren zu können. Auch seine Volksmusik… :)

Herausragend war für mich damals natürlich bereits die Stimme von Helen Sjöholm – da dachte ich schon: Endlich haben sie nach Agnetha und Frida wieder eine wirklich aussergewöhnliche Sängerin gefunden. Ihre Highlights, vor allem Hemma oder Du måste finnas, gefielen mir schon sehr gut…

Aber das Musical hörte ich anfangs nicht so oft an, es war so dass es einen angesichts der Größe und Dramatik fast „erschlug“… Aber als ich dann Helen auf der zweiten BAO-CD mit Du är min man hörte, war ich schon mal absolut begeistert. Sie konnte also auch anders…

Es ist nicht leicht, sich an Kristina anzunähern, und das ist meiner Meinung nach auch der Grund, warum es noch keinen so durchschlagenden Erfolg in der Welt hat. Es ist so schwer und nachdenklich, eigentlich ist es „Hochkultur“, aber geschrieben von Leuten, die eher für ihre Pop-Hits bekannt waren… Die einen erhoffen sich immer etwas anderes, eben Pop-Songs, die anderen nehmen es nicht ernst, weil „das ist ja von den ABBA-Männern...“ Bis das bei den Leuten ankommt, das dauert. Vielleicht kommt es auch erst bei zukünftigen Genarationen an, die nicht mit dem Denken vorbelastet sind, hier Schlager, dort Klassik…

Ich bin auch selbst nicht unbedingt der Musical-Freak, aber nachdem diese Kompositionen nun mal von Benny und Björn sind, mussten sie her. Und wie dem auch sei, es sind ganz aussergewöhnliche Werke, Chess und vor allem Kristina. Das letztere ist für mich eher schon eine Oper, es sprengt eigentlich das Genre. Nach einigen Jahren seit der Entstehung kann man wohl sagen, Kristina ist ein schwedisches Nationalepos geworden, und dafür haben Björn und Benny gesorgt, neben Vilhelm Moberg. Vielleicht so ähnlich wie Wilhelm Tell für die Schweizer… :)

Ich kann aber gerne zugeben, was mich letztendlich so absolut begeistert hat, war als ich Helen Sjöholm Kristina singen gesehen habe, und nicht nur gehört… Was sie da in Minnesota gemacht hat, das ist einfach unbeschreiblich! Man fühlt sofort unmittelbar mit, auch wenn man den Text nicht versteht. Die ganze Verzweiflung, das Unglück, die Frage nach dem Sinn von allem, ob Gott überhaupt existiert… Oder das Heimweh in dem Lied Hemma… Helen lebte in dieser Rolle so intensiv mit, dass es auch so glaubwürdig und direkt wurde. Und ich bin sicher, so wie in Minnesota brachte sie es jeden Tag auf der Bühne in Schweden…

Man muss nur die Leute im Publikum ansehen, aber darüber brauche ich mich nicht lustig machen, so ähnlich ging es mir dabei ja auch… :D ;(

Ähnlich herausragend war Helen aber auch sonst immer wieder, etwa als Gabriella (darum hätte ich mir gewünscht, sie hätte die Rolle auch im Musical gesungen) und bei vielen anderen Stücken. Das ist eben einer der Gründe, warum ich von ihr plötzlich „hin und weg“ war… Durchaus vergleichbar damit, wie ich Agnetha zum ersten Mal mit SOS gehört habe… Helen hat eine Stimme die im Zuhörer eine innere Resonanz auslöst, jedenfalls finde ich das.

Und dann noch dieses Thema in Kristina, das ihr Björn, der Atheist vorgelegt hat (Moberg war auch schon einer). Wollte er damit beweisen dass Gott nicht existiert? Ich habe aber eher den Eindruck, der Schuss ging nach hinten los… ^^ Mehr will ich dazu gar nicht sagen, es ist auf jeden Fall ein eher kontroversielles Thema, und schon deshalb könnte es sein dass das Musical nicht so ankommt wie etwa Mamma Mia. Es zwingt einen zum Nachdenken – aber will man das zum Feierabend? Man muss sich dafür schon Zeit nehmen und bewusst hinhören.

Mehr Kraft hat das Musical nach meinem Empfinden auf Schwedisch. Vielleicht sogar gerade deshalb weil man die Worte nicht versteht, und man deshalb dahinter geht und nachspürt, jenseits der Worte… Ich finde aber die englische Version durchaus sehr gut, wenn auch leider gekürzt. Und da zeigt Helen, dass sie schon auch emotional und mitreissend auf Englisch singen kann.

Es wäre wirklich höchste Zeit, die Bühnenfassung zu veröffentlichen. Bei Chess på Svenska war das ja auch möglich… Aber vielleicht hält man das zurück, damit man sich nicht bei jeder späteren Aufführung an Helen erinnert, die die Latte so hoch gelegt hat. Sehr schade, ich finde sogar das ist das weit größere Versäumnis als Just Like That nicht zu veröffentlichen. Wenn man etwa das so betrachtet…
https://www.youtube.com/watch?v=6MM8tOImjNQ

Auch von dem Konzert in Minnesota müsste es ja Bänder im Archiv geben, was ist damit?

Ich bin davon überzeugt, dass Kristina immer wieder kommen wird, und irgendwann ist das Musical Weltkulturerbe… :thumbup:
Robert