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Dienstag, 9. Juli 2019, 08:44

....das wird sicherlich passieren chabba.
....irgendwann werden wir tot sein.....
Ja, aber an allen anderen Tagen leben wir.

Der Beitrag von »Scotty« (Dienstag, 9. Juli 2019, 11:37) wurde aus folgendem Grund vom Autor selbst gelöscht: Doppelposting (Dienstag, 9. Juli 2019, 11:38).

23

Dienstag, 9. Juli 2019, 11:38

KRISTINA FRAN DUVEMALA ist für mich kein Musical sondern eine Musical-Oper.
Das ist für mich der Hauptgrund sein, warum es mich einfacher emotionaler berührt, als andere Musicals, die ich gesehen habe.
Es spielt für mich auch keine Rolle, dass KRISTINA FRAN DUVEMALA nur im skandinavischen Raum erfolgreich war/ist.

Diese Art von von klassischer Musik und Gesang geht einfach ganz tief rein. MITTEN INS HERZ !!!
Daselbe habe ich gefühlt, als ich vor Jahren die Verdi-Opern
- AIDA
- Nabucco
- La Traviata
und
La Boheme von Puccini

Eine interessante Sichtweise, Charly, die ich natürlich absolut respektiere......

Aber ich teile sie nicht.......

Denn wenn Du schreibst, dass der Umstand, dass KRISTINA eine Musical-OPER ist, für Dich der Hauptgrund ist, dass sie Dich so berührt, implizierst Du, dass Du Opern oder Musical-Opern generell für anspruchsvoller hältst als das typische Musical oder gar Rock/Pop-Opern........

Und dieser Meinung bin ich eben nicht ..........Ich bewerte das immer individuell und präferiere das nicht generell nach seinem Genre...

Es ist ja generell so, dass E-Musik oft als anspruchsvollere Musik gesehen wird als U-Musik........Das war nie meine Meinung........Ein Anspruch richtet sich für mich persönlich nie nach dem Genre sondern immer nach der individuellen Qualität eines Werkes....

Ein sehr modernes Musical wie HAIR beispielsweise......ja, modern, obwohl es schon 50 Jahre alt ist........empfinde ich als extrem anspruchsvoll, weil es über eine Musik verfügt, die die Jahrhunderte überleben wird.......Ein AQUARIUS oder LET THE SUNSHINE IN sind Standards, die auch noch in 50 und 100 Jahren für eine bestimmte Art der Musik stehen werden, was bedeutet, dass sie eine extrem große Nachhaltigkeit besitzen........Nachhaltigkeit ist für mich ein wichtiges Erkennungszeichen für den Anspruch eines Werkes......

Dass Dir vor allem diese sehr klassischen Werke gefallen ist nachvollziehbar.......und macht auch verständlich, warum Dir KRISTINA so gefällt.......Ich bin dagegen nicht so auf diese sehr klassischen Werke fixiert, weswegen mich auch KRISTINA vielleicht nicht so berührt......

Aber um wieder auf den Vergleich mit MISS SAIGON zurückzukommen.......Auch MISS SAIGON hat ja diesen sehr klassischen Ansatz mit der Adaption von MADAME BUTTERFLY.........hat aber daraus für meinen Geschmack mehr daraus gemacht.........Ich liebe sehr melodiöse Lieder, und liebe innovative Lied-Arrangements.........Und das bietet mir persönlich MISS SAIGON sehr viel stärker als KRISTINA.......

Die individuellen Wahrnehmungen sind da eben sehr unterschiedlich, was das Ganze aber ja auch interessant macht....
.
"Wenn ich mir von allen ABBA-Songs und meinen Liedern eines aussuchen dürfte, dann DA FINN DU HOS MIG. Wenn ich es höre,denke ich : Das ist wirklich gut"

Agnetha Fältskog,September 2009,über ein Lied,dass sie als 20jähriges Mädchen geschrieben, getextet, arrangiert und gesungen hat


https://www.youtube.com/watch?v=0Y0-oNXe6O4

Einer Mutters Herz/Teresa Teng

https://www.youtube.com/watch?v=px-d6PNVKS4

24

Dienstag, 9. Juli 2019, 11:55

:whistling: Die grosse Masse kann KRISTINA FRAN DUVEMALA schon gar nicht ansprechen.



Da würde ich sagen: Jein :-) . In Schweden hatte Kristina mehr als 1.5 Millionen Zuschauer, In Helsinki war es auch immer ausverkauft, das Stück kann schon Zuschauer anziehen...wobei auch die schwedischen Zuschauer nicht alle Fans von Abba oder Benny waren, sondern viele auch einfach Fans von Musicals/des Musiktheater waren.

Es ist auch immer schwierig, Erfolg in absoluten Zahlen wie Laufdauer etc. zu messen. Sicher, ein Stück dass 11 Jahre im West End spielt, ist definitiv sehr erfolgreich!

Dann komme ich aber sofort zu Sondheim... Sondheim ist sicher einer der besten und fähigsten Musical Autoren überhaupt und weltweit und viele seiner Stücke sind absolute Klassiker. Trotzdem liefen und laufen Stücke wie Into The Woods, Company oder Sunday In The Parc With George, Sweeny Todd, etc. nie sehr lange an einem Stück, weder im West End noch am Broadway.

Der Grund warum KRISTINA so "regional" prodiziert wurde, liegt denke ich in dem CHESS Desaster am Broadway begründet. Daraus haben Benny und Björn Lehren gezogen wie. z.B. "lass Vorsicht walten in einem Bereich in dem Du Dich nicht 100 % auskennst" . Mit KRISTINA wollten Benny und Björn ein Stück schreiben, welches 1. eine literarische Vorlage hat (um das Buch Chaos bei Chess nicht zu wiederholen) und sie haben es in Schweden und in Schwedisch gemacht weil sie sich zu 100 Prozent damit auskennen!

Malmö war nicht ursprünglich als Uraufführungsort gedacht, ursprünglich sollte das Götheborger Opernhaus mit diesem Stück eröffnet werden! Leider wurde das Haus aber zu spät fertig (ja...das geht nicht nur in Berlin schief... :-))

OK Götheborg ist nun auch nicht der Nabel der Welt und keine internationale Metropole.

Aber man sieht: Alles war von Anfang an in diesem Stück für die Oper konzipiert! Das Malmöer Haus besitzt immerhin (Provinz her oder hin) eine der größten Bühnen (und Drehbühnen) Europas! Das Orchester umfasste 60 Mann, der Opernchor des Hauses war involviert. Zum Vergleich: Eine Broadway Show oder auch ein West End Musical umfasst allerhöchstens 16 (!) Musiker!



Es gab übrigens die Anekdote dass viele Streicher KRISTINA hassen weil es so streicherlastig ist und mehrere Musiker über einen "Streicheram" nach einigen Aufführungen klagten :-)


Hätten Benny und Björn die Musicalbühnen der Welt als Ziel gehabt, hätten sie dieses Stück nie so konzipiert.

Und in der Tat, Scotty, gab es natürlich Anfragen an Benny, das Stück für den Broadway (erheblich) zu kürzen. Dazu hatte er eine eindeutige Meinung: NEJ! Wir "disneyfizieren" dieses Stück niemals! Die Kürzungen der Carnegie Hall /RAH Konzerte waren das maximale Zugeständnis.

Im Musiktheater gibt es ja immer wieder Revivals und manche sehr überraschend, ich hoffe immer noch darauf, dass sie eines Tages z.B. die ENO (English National Opera) des Stückes annimmt, wer weiss...

Und ich beiss mir echt in den A.... dass ich Miss Saigon in diesem Jahr in Köln nicht gesehen habe. Und da gehe ich mit Scotty: Claude Michel Schönberg ist einfach ein Komponist der wahnsinnig gute Partituren schreibt, das war bei Les Miz so, bei Miss Saigon und auch bei Martin Guerre! Aber auch mit Pirate Queen konnte er nicht mehr an Miss Saigon anknüpfen. So wie Andrew Lloyd Webber mit Love Never Dies nie an Phantom rankommen wird.

Seit "Hjälp Sökes" glaube ich auch nicht mnehr daran, dass Benny und Björn sich noch mal an ein Broadway Stück machen, das war ein deutliches "downgrading" ihres künstlerischen Schaffens...

25

Dienstag, 9. Juli 2019, 12:08

Es ist ja generell so, dass E-Musik oft als anspruchsvollere Musik gesehen wird als U-Musik........Das war nie meine Meinung........Ein Anspruch richtet sich für mich persönlich nie nach dem Genre sondern immer nach der individuellen Qualität eines Werkes....



Ja ich habe da auch immer Probleme damit, wobei ich die Einteilung in E und U Musik immer als sehr "deutsch" empfinde. Eine Musicalpartitur, inclusive des Textes, von z.B. Sondheim (z.B. Getting Married Today aus Company) kann so kompliziert, delikat und verschachtelt sein wie jedes Stück von Mozart !



Meine persönliche Meinung...

26

Dienstag, 9. Juli 2019, 16:10

Ja ich habe da auch immer Probleme damit, wobei ich die Einteilung in E und U Musik immer als sehr "deutsch" empfinde. Eine Musicalpartitur, inclusive des Textes, von z.B. Sondheim (z.B. Getting Married Today aus Company) kann so kompliziert, delikat und verschachtelt sein wie jedes Stück von Mozart !

Das kann ich zu 100 Prozent so unterschreiben.......

Und in der Tat, Scotty, gab es natürlich Anfragen an Benny, das Stück für den Broadway (erheblich) zu kürzen. Dazu hatte er eine eindeutige Meinung: NEJ! Wir "disneyfizieren" dieses Stück niemals! Die Kürzungen der Carnegie Hall /RAH Konzerte waren das maximale Zugeständnis.

Diese Haltung hätte ich mir von Benny (und auch von Björn) auch für die ABBA-Musik gewünscht, denn was sie mit dieser ABBA-Musik in MAMMA-MIA-2 gemacht haben mit den liedertechnischen und textlichen Veränderunbgen war nicht nur eine "Disneyfizierung", sondern das war schon eine Verballhornung ihres eigenen Songmaterials....

Wie sich die Ansichten doch über die Jahrzehnte verändern können......

Wobei ich der Meinung bin, dass eine gewisse Kürzung des Stoffes von KRISTINA durchaus möglich gewesen wäre, ohne dass es "Disneyfiziert" worden wäre oder zu Lasten der Qualität des Stückes gegangen wäre......

Generell respektiere ich diese Haltung aber wesentlich eher als das, was B+B dann in MM2 veranstaltet haben.....

Ich denke auch, dass Benny und Björn das Musical anders konzipiert hätten, wenn sie es von vornherein auf die großen Bühnen dieser Welt hätten bringen wollen..........aber ob es sich dann wirklich hätte realisieren lassen, ist dann wieder eine andere Frage, die durchaus mit großen Zweifeln behaftet ist..........Wie man weiss, hatte das ja schon 10 Jahre zuvor zumindest in den USA nicht geklappt, obwohl dieser Stoff damals ja für die großen Bühnen konzipiert war.........und obwohl Benny und Björn damals direkt nach ABBA noch in der Blüte ihrer Popularität standen..........10 Jahre später war das dann außerhalb Skandinaviens und vielleicht noch Mitteleuropa sicher nicht mehr der Fall........und das wussten natürlich auch Benny und Björn, was vielleicht auch noch ein weiterer Grund war, weswegen man den Schritt in die große, weite Musicalwelt nicht mehr wagen wollte,......

Natürlich hatte KRISTINA in Schweden großen Erfolg und hatte auch in Finnland ausverkaufte Häuser..........Aber da ist eben auch ein Schuss Lokalkolorit dabei, was die Thematik und seinen Komnponisten betrifft.-..............Ob das aber dann in Großbritannien, USA oder gar in anderen Ländern wie Dutschland, Spanien, Frankreisch usw. gelaufen wäre, ist wieder eine andere Frage.....

Der Vergleich mit SONDHEIM ist in diesem Zusammenhang interessant und die darauf bzogene Frage, warum seine Werke nie wirklich lange im Westend oder am Broadway gespiel wuren, obwohl sie ja durchaus als erfolgreich bezeichnet werden müssen.......Vielleicht hat auch das ja etwas zu tun mit einigen Flops speziell am Broadway, die auch seinen Weg begleitet haben, was aber in der Retrospektive jetzt wohl schwer zu sagen ist...

Und was MISS SAIGON in Köln betrifft...........Wir wollten es uns eigentlich wieder anschauen in Köln und wir hatten schon Tickets dafür, konnten es aber durch die schwere Krankheit meiner Mutter im Februar leider nicht wahrnehmen............Nun, es wird irgendwann wiederkommen..........Aber wenn man 3 Mal das Original mit Lea Salonga gesehen hat, kann man davon ohnehin für immer zehren.......Und gemeinsam mit meiner Familie hab ich es danach ja nochmal in London und in Stuittgart gesehen.......Sicher das Meisterwerk von Claude-Michel Schoenberg
.
"Wenn ich mir von allen ABBA-Songs und meinen Liedern eines aussuchen dürfte, dann DA FINN DU HOS MIG. Wenn ich es höre,denke ich : Das ist wirklich gut"

Agnetha Fältskog,September 2009,über ein Lied,dass sie als 20jähriges Mädchen geschrieben, getextet, arrangiert und gesungen hat


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27

Dienstag, 9. Juli 2019, 22:24

Zumindest waren Benny und Björn so viel, wenigstens die Disneyfizierung von Kristina hintanzuhalten, da hätte sich ja auch wirklich Vilhelm Moberg im Grab umgedreht! :rolleyes: Mamma Mia ist da natürlich eine andere Sache, die hat ja schon von der Konzeption her manche Parallelen zu Disney… :D Mich würde es ja keineswegs stören wenn Kristina tatsächlich sechs Stunden lang wäre, gäbe es eben umso mehr dieser hervorragenden Musik! :) Und mir scheint wirklich, die Leute kann man heutzutage nicht mehr so leicht auf den Sitzen halten… Aber ich möchte gar nicht wissen, wie viele der damals verworfenen musikalischen Ideen von Kristina letztlich bei BAO wiederverwertet wurden, oder vielleicht auch in Hjälp sökes… Insofern dürfte es wohl kaum jemals einen „Director’s Cut“ von Kristina geben, weil man vieles davon wahrscheinlich schon kennen würde, so wie man Just Like That ja auch schon kennt , nur eben von Gemini.

Ein pikantes Detail dabei ist ja, dass es Benny und Björn irgendwie bis heute nicht gelungen ist, die USA zu erobern. Schon mit ABBA hatten sie zwar eine Nr. 1 in den USA mit Dancing Queen, aber zu einem Mega-Act wurden sie dort doch nie, was aus unserer europäischen Perspektive oft übersehen wird. Dann wurde Chess am Broadway ein Desaster… Kristina dürfte wohl auch, zumindest als Hintergedanke, im Hinblick auf die USA konzipiert gewesen sein, da die Handlung ja zur Hälfte dort spielte und somit eine Brücke über den Atlantik angedacht war. Aber leider leben dort ja nicht nur schwedischstämmige Einwohner. In Minnesota liebten die Menschen es, es kam sogar zu einer neuerlichen Veranstaltung mit BAO in Minneapolis zehn Jahre nach den Konzerten in Lindström, Minn… Aber nicht am Broadway, dort gab es Verrisse in der Presse – mehr oder weniger ausgenommen die gesangliche Leistung von Helen Sjöholm, die gelobt wurde.

Ich habe irgendwie den Eindruck dass B&B das nach wie vor etwas wurmt, aber zumindest wurde Kristina so angelegt dass es in Schweden auf jeden Fall funktionierte. Vielleicht war ja auch Mamma Mia ein neuerlicher Versuch, im Ursprungsland von Disney Fuß zu fassen, und immerhin hat sich ja Cher diesmal der Idee angenommen und hat ein Album mit Mamma Mia-Songs veröffentlicht (naja eigentlich ABBA-Songs…) ^^ Deshalb vielleicht dieses überschwängliche Lob durch die beiden – endlich begeistert sich jemand in den USA für ihre Lieder… :D

Ok, das war jetzt einiges an Satire, aber vielleicht mit einem gewissen wahren Kern. Ich glaube aber dass Kristina in Deutschland sehr wohl angenommen würde, anders als in den USA. Es wäre in jedem Fall einen Versuch wert.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Highway Star« (9. Juli 2019, 22:31)


28

Mittwoch, 10. Juli 2019, 05:33

Ein pikantes Detail dabei ist ja, dass es Benny und Björn irgendwie bis heute nicht gelungen ist, die USA zu erobern. Schon mit ABBA hatten sie zwar eine Nr. 1 in den USA mit Dancing Queen, aber zu einem Mega-Act wurden sie dort doch nie, was aus unserer europäischen Perspektive oft übersehen wird. Dann wurde Chess am Broadway ein Desaster… Kristina dürfte wohl auch, zumindest als Hintergedanke, im Hinblick auf die USA konzipiert gewesen sein, da die Handlung ja zur Hälfte dort spielte und somit eine Brücke über den Atlantik angedacht war. Aber leider leben dort ja nicht nur schwedischstämmige Einwohner. In Minnesota liebten die Menschen es, es kam sogar zu einer neuerlichen Veranstaltung mit BAO in Minneapolis zehn Jahre nach den Konzerten in Lindström, Minn… Aber nicht am Broadway, dort gab es Verrisse in der Presse – mehr oder weniger ausgenommen die gesangliche Leistung von Helen Sjöholm, die gelobt wurde.

Ich habe irgendwie den Eindruck dass B&B das nach wie vor etwas wurmt, aber zumindest wurde Kristina so angelegt dass es in Schweden auf jeden Fall funktionierte. Vielleicht war ja auch Mamma Mia ein neuerlicher Versuch, im Ursprungsland von Disney Fuß zu fassen, und immerhin hat sich ja Cher diesmal der Idee angenommen und hat ein Album mit Mamma Mia-Songs veröffentlicht (naja eigentlich ABBA-Songs…) Deshalb vielleicht dieses überschwängliche Lob durch die beiden – endlich begeistert sich jemand in den USA für ihre Lieder…

Ja, in der Tat ist das eine Sache, der Benny und Björn lange nachgelaufen sind. Es auch in den USA zu schaffen, es ihren großen Idolen, den Beatles, nachzumachen, die USA zu erobern, das war ihr Ehrgeiz......Dafür wären sie auch bereit gewesen, für einige Monate in die USA zu gehen und sich den amerikanischen Markt-Mechanismus unterzuordnen....

Meine Meinung dazu ist folgende......

Sie hatten dafür NIE eine Chance......weil ABBA und die USA einfach nicht zusammengepasst haben, nicht kompatibel waren.......Die Amerikaner haben die ABBA-Musik nie wirklich verstanden........Das ist übrigens etwas, was ich nicht nur heute so sehe, sondern schon damals, als zwar DANCING QUEEN mal die Charts anführte, aber das einfach schon damals zu sehen war, dass es nicht zusammenpasste........Mir war schon damals klar, dass alle Aktivitäten in den USA für ABBA vergebene Liebesmühe wären.........Und ich wurde da ja auch mehrfach bestätigt......

Für mich gibt es auf der anderen Seite keinen Zweifel, dass Benny, Björn,. Frida und Stig sich dessen aber damals nicht bewusst waren und sie den Schritt für einen längeren USA-Aufenthalt auch gemacht hätten........Dass Ganze aber wurde mehr oder weniger von Agnetha verhindert, die ihre Kinder weder alleine zu Hause lassen wollte, noch sie aus ihrem schwedischen Umfeld herausreissen wollte. Für Agnetha war ein Erfolg in den USA nicht wichtig, Diese Frage hatte für sie damals keinerlei Relevanz.....

Ich denke, Benny, Björn und Frida konnten Agnetha im Nachhinein dankbar sein, dass es durch sie nie zu diesem Schritt eines längeren Frontalangriff auf den amerikanischen Markt durch ihre Anwesenheit gekommen ist, weil speziell Benny und Björn dadurch eine demütigende Erfahrung erspart geblieben ist.....

Diese demütigende Erfahrung mussten B+B dann erst machen, als Agnetha und ABBA nicht mehr da waren und sie mit ihrem CHESS in die USA zogen und dann ein gnadenloses Desaster erlebt haben für etwas, was in Großbritannien großen Erfolg hatte......

ABBA und USA hat nie zueinander gepasst.......aber das war nicht die Schuld der ABBA-Musik.....es pastte einfach nicht.........und ich bin ehrlich gesagt froh, dass es durch die Halrung Agnetha's, bedingt durch private und persönliche Prioritäten, die sie setzte, nie zu einer solchen USA-Exkursion von ABBA kam....

ABBA hat nach meiner Meinung den US-amerikanischen Markt nie gebraucht
"Wenn ich mir von allen ABBA-Songs und meinen Liedern eines aussuchen dürfte, dann DA FINN DU HOS MIG. Wenn ich es höre,denke ich : Das ist wirklich gut"

Agnetha Fältskog,September 2009,über ein Lied,dass sie als 20jähriges Mädchen geschrieben, getextet, arrangiert und gesungen hat


https://www.youtube.com/watch?v=0Y0-oNXe6O4

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29

Mittwoch, 10. Juli 2019, 08:02

Wir können Agnetha nur dankbar sein das dieser American Dream nicht verwirklicht wurde....

In den USA weht in dieser Branche ein anderer Wind....da musst Du präsent sein, ohne Kompromisse.

Kristina ist und bleibt für mich musikalisch UND gesanglich ein absolutes Meisterwerk....

Der Weg in die Musicalwelt wurde bei mir tatsächlich erst durch CHESS geebnet....mittlerweile habe ich schon unzählige gesehn.
....irgendwann werden wir tot sein.....
Ja, aber an allen anderen Tagen leben wir.

30

Mittwoch, 10. Juli 2019, 20:35

Wie bereits angesprochen ist mir die Musik aus MISS SAIGON völlig unbekannt.

Dennoch möchte ich mich kurz zu KRISTINA FRAN DUVEMALA und dem ebenso hier erwähnten Musical CHESS äußern.

Ich habe weder KRISTINA FRAN DUVEMALA, noch CHESS Live gesehen.

Kristina gefällt mir in der Originalaufnahme (CD) sehr gut, dennoch reizt es mich wenig dieses Musical aufgrund der extremen Länge Live zu erleben, selbst wenn Helen singen sollte. Dieses Musical höre ich mir allein schon aus Zeitgründen eigentlich nie komplett an, sondern wähle diverse Stücke davon aus. Daneben habe ich noch die Version Kristina (At Carnegie Hall), die ich aber nur äußerst selten höre.

Chess habe ich auf CD und DVD in der Originalversion, sowie die DVD Chess in Concert 2008 (Royal Albert Hall). Siehe auch mein -> Vergleich der beiden Werke.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Webmark« (10. Juli 2019, 20:47)


31

Mittwoch, 10. Juli 2019, 21:52

Naja wer weiß, vielleicht hätten sie in den USA eine Chance gehabt, aber dort hätte man eben wesentlich präsenter sein müssen, ständig irgendwie bei Jay Leno, Oprah Winfrey oder David Letterman auf der Couch oder wie sie damals hießen und Audienzen beim Präsidenten… ^^ Aber vielleicht wäre der Erfolg von Anfang an durchschlagend gewesen, hätte Playboy Records genügend Exemplare von der Single People Need Love pressen können… :D

Dafür ist ihnen der Erfolg in Australien ja geradezu in den Schoss gefallen, konnte man so etwas vorhersehen? Es ist ja schon bemerkenswert, dass ABBA so gut wie in jedem Land der Welt sehr beliebt waren, nur nicht in den USA, und vielleicht auch nicht in Nordkorea… Da wäre vielleicht auch ein Musical mit Australien-Bezug vernünftiger gewesen, vielleicht mit dem Titel The Girl with the Golden Hair… 8)

Webmark, deinem verlinkten Vergleich hinsichtlich Chess kann ich mehr oder weniger zustimmen.

32

Mittwoch, 10. Juli 2019, 22:55

Der Weg in die Musicalwelt wurde bei mir tatsächlich erst durch CHESS geebnet....mittlerweile habe ich schon unzählige gesehn.

Das ist ja genau das, was ich immer sage..........Sehr viele ABBA-Fans sind erst durch CHESS mit dem Genre MUSICAL näher und intensiver in Berührung gekommen........manche jüngere auch erst bei KRISTINA........und haben sich erst danach auch für andere Musicals interessiert.......

Man kam also nicht zu CHESS oder KRISTINA, weil man das Genre Musical geliebt hat, sondern weil man ABBA geliebt hat und diese Musicals von zwei ABBA-Mitgliedern sind.....

Ist dies der Fall, dann bewertet man CHESS und KRISTINA natürlich auch völlig anders.........wesentlich subjektiver.......und beide Musicals werden in diesen Bewertungen dann auch immer extrem positiv bis überschwänglich eingeordnet......

Bei jenen, wo das nicht so der Fall war.......so wie beispielsweise bei mir, der ich mit dem Genre Musical mit Werken wie HAIR und JESUS CHRIST SUPERSTAR in Berührung gekommen bin, sieht das dann wieder etwas differenziert aus........

So empfand ich persönlich CHESS als ein durchaus starkes Musical, aber keineswegs als ein überragendes oder bahnbrechendes Musical im Vergleich mit den Genre-Größen........Da hat sich dann CHESS im oberen Drittel, aber eben nicht ganz oben eingeordnet..........Ebenso habe ich das bei KRISTINA empfunden.......Ein großartiges Werk, aber eben für mich nicht auf der gleichen Stufe wie die Genre-Größen, egal ob ich es jetzt mit klassischen Musicals oder gleich mit Opern vergleiche.....

Es ist nach meiner Meinung eben auch immer die Frage des eigenen Standpunktes bzw. der Voraussetzungen, wie objektiv oder subjektiv man so etwas bewertet.....

Ich stelle mir jetzt grade mal was ganz verrücktes vor..........

.........nämlich das es Benny gewesen wäre, der MISS SAIGON geschrieben hätte..........

.........Ich kann mir dann schon vorstellen, mit welcher ekstatischen Euphorie dann vielleicht so etwas schon seit Jahrzehnten in einem ABBA-Forum oder generell unter ABBA-Fans bewertet worden wäre....

Naja wer weiß, vielleicht hätten sie in den USA eine Chance gehabt, aber dort hätte man eben wesentlich präsenter sein müssen, ständig irgendwie bei Jay Leno, Oprah Winfrey oder David Letterman auf der Couch oder wie sie damals hießen und Audienzen beim Präsidenten

Auch dazu habe ich eine ganz persönliche Meinung......

Nämlich........Wenn ein Erfolg in einem Land wie den USA für einen selbst über die Musik und die Personen nicht möglich ist, sondern nur über diese Anbiederei in sämtlichen Talkshows des Landes, vielleicht noch bei Politikern und sonstwas.......dann kann ich gerne darauf verzichten........

Entweder es funktioniert so wie bei den Beatles, die schon bei ihrer ersten Ankunft in den USA wie Götter bzw. der neue Messias empfangen wurden........um jetzt mal von seiner extremsten Form zu sprechen.........oder man soll es einfach sein lassen...........Denn man sollte immer bei sich selbst bleiben, man sollte doch immer authentisch bleiben.....

Sicher........man kann schon mal das eine oder andere mitmachen........das haben ja auch ABBA gemacht mit ihren diversen kleinen Werbefilmchen usw.......oder auch die Beatles bei ihrem Philippinen Besuch etc...........aber man sollte für das stehen bleiben, für was man sich selbst sieht......Musiker, Sänger, Künstler.......

In diesem Sinne war es nach meiner Meinung durchaus gut und auch sehr wichtig, dass da mit Agnetha jemand als eine Art Regulativ in der Gruppe dabei war, die das alles nicht mitgemacht hat........der das egal war........nein, der diese Anbiederei manchmal auch zuwider war..........Denn Benny und Björn hätte ihr Ehrgeiz wohl dazu gebracht, sich auf diese ganzen US-amerikanischen Gegebenheiten einzulassen, zu reizvoll erschien ihnen der Gedanke an den Erfolg auch in den USA.....

So aber konnte ABBA immer ABBA bleiben..........und das ist gut so.........sie haben sich nicht in den USA angebiedert.......

Vielleicht hätten sie es ja mit einem 4monatigen Aufenthalt in den USA oder weiteren Aktivitäten tatsächlich noch zu einem 2. Nummer-1-Hit dort gebracht......wer weiss das schon,.........aber der Preis dafür........der Preis.......der wäre viel zu hoch gewesen....
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"Wenn ich mir von allen ABBA-Songs und meinen Liedern eines aussuchen dürfte, dann DA FINN DU HOS MIG. Wenn ich es höre,denke ich : Das ist wirklich gut"

Agnetha Fältskog,September 2009,über ein Lied,dass sie als 20jähriges Mädchen geschrieben, getextet, arrangiert und gesungen hat


https://www.youtube.com/watch?v=0Y0-oNXe6O4

Einer Mutters Herz/Teresa Teng

https://www.youtube.com/watch?v=px-d6PNVKS4

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Mittwoch, 10. Juli 2019, 23:22

Das sehe ich auch so. Anbiederei, ja das wäre es gewesen… Und immerhin haben sie sich ja dann sogar einen gewissen Dick Cavett hergeholt, der es vielleicht richten sollte, und sangen mit ihm alberne Songs wie Don’t Fence Me In… :rolleyes:

Und in weiterer Konsequenz ist es auch nur gut, dass Kristina und dann auch BAO großteils in Skandinavien blieben, wo sie gedeihen konnten. Was ja nicht ausschließt, dass jene in anderen Ländern, die sich interessieren, durchaus auch diese Musik hören können, heute sogar völlig problemlos…