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Sonntag, 11. November 2018, 22:22

Ohne Trennung kein Revivial

Hätten ABBA ihr Projekt 1982 nicht eingestellt, wäre es nie zum Gold-Revivial gekommen.
Man stelle sich vor, ABBA hätten Winter 1985 zur Überraschung der Fans und der Fachwelt das Album „ABBA - we are still alive!“ veröffentlicht. Das Album wäre eingeschlagen wie eine Bombe, wobei die Chartplatzierungen nach kurzer Zeit eingebrochen wäre. Das 1986er-Album wäre dann hochgradig avantgardistisch und experimentell gewesen, was die Fans von früher verschreckt hätte und die Teenies ratlos zuückgelassen hätte. Das 1987er-Album, bei denen das Motto „zurück zu den Wurzeln“ gelautet hätte, bei dem der klassische ABBA-Stil aufgegriffen worden wäre, hätte den Niedergang nicht mehr retten können. ABBA wäre sang- und klanglos als Band, die mal in den 70ern erfolgreich war, untergegangen.

Glücklicherweise ist es so nicht gekommen.
Nur weil ABBA auf dem Zenit ihres Erfolgs aufhörten, konnten sie als die strahlende, unglaublich erfolgreiche Band mit zeitloser Musik im kollektiven Gedächtnis bleiben. Unabhängig von den Charts und wechselnden Musikströmungen blieb ABBA quasi subcutan in den Familien Kult. Nur so war das in den 90ern erfolgte Revival möglich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Waringer« (11. November 2018, 22:31)


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Montag, 12. November 2018, 10:02

Das ist schwer zu sagen wie es weiter gegangen wäre. Einerseits waren ABBA 1982 aus persönlichen Gründen schon eher am Ende und damit ziemlich lustlos, etwas Neues herauszubringen, zudem war für Benny und Björn Chess am Horizont bereits konkret absehbar…

Andererseits nahm das öffentliche Interesse an solcher Musik, wie sie ABBA vertraten, deutlich ab. Zwar versuchte man da mit Synthiklängen gegenzusteuern, aber eben ohne viel Elan und wenig Interesse. So war eigentlich The Day Before You Came in großen Teilen ein Werk von Agnetha… Just Like That wurde zwar aufgenommen, aber auch hier fehlte offenbar das Interesse.

Ich glaube aber, hätten sich die Paare eben nicht getrennt und hätten weiterhin mit Freude zusammengearbeitet, hätten sie auch genau gewusst was sie tun müssen, und hätten ganz andere Lieder zuwege gebracht als nur Under Attack oder You Owe Me One. Möglicherweise hätten sie nicht mehr einen so großen kommerziellen Erfolg gehabt, aber doch noch beachtliche Verkaufszahlen und gute Bewertungen.

Dann wäre es aber vielleicht sogar möglich gewesen, andere Projekte wie eben Chess mit Agnetha und Frida anzugehen. Agnetha hätte die Rolle der Florence auf der Bühne singen können, Frida hätte Svetlana wahrscheinlich auch gut hingebracht. Beide hatten ja Schauspielerfahrung. Dazu Tommy Körberg und ein paar andere. So hätten sich ABBA selbst aus dem damals nicht gerade angesehenen Pop-Bereich erheben können…

Aber ich denke, es war bei der gegebenen Situation nicht so schlecht, 1982 eine Pause einzulegen. Schade ist nur, dass die Pause so lange gedauert hat, man hätte ja mit dem Einsetzen der neuen Popularität von ABBA mit den Gold-Alben gleich wieder etwas beginnen können. Aber es sollte eben nicht sein.

Ausserdem ist es ja doch ganz gut, dass in der Folge Bennys Soloprojekte, BAO, Kristina, Hjälp sökes, Piano und manches andere entstanden sind… :)

Stockholm

unregistriert

63

Montag, 12. November 2018, 16:29

Darüber mache ich mir nach 37 Jahren wahrlich keine Gedanken mehr.....
es war und kam wie es ist.....

2 0 1 9 gibts N E W S !!! das ist traumhaft.

64

Dienstag, 13. November 2018, 07:45

Wir würden nun schon das gefühlte 50zigste ABBA Album auf dem Markt haben......und der eine oder andere würde sagen , jetzt wäre es wirklich an der Zeit endlich aufzuhören :lol: !!!

65

Dienstag, 13. November 2018, 11:59

Ja Ja... was wäre wenn...
Wenn das Wörtchen wenn nicht wär... :lol:


So könnte man ja auch Fragen:
Was wäre gewesen, wenn sich die Paare nicht getrennt hätten? Wie wäre es dann weitergegangen?

...
Ta det bara med ro